Donnerstag, 30. September 2010

Die letzten 2 Straßenschlachten für diese Saison -GP Marco Pantani und Giro della Toskana

Hallo zusammen!


Die letzten 2 Straßenschlachten für diese Saison - GP Marco Pantani und Giro della Toskana
Hallo zusammen!

Für die letzten beiden Straßenrennen in dieser Saison habe ich am Samstag und Sonntag meine Startnummer montiert. Am Samstag fand das Gedenkrennen zu Ehren Marco Pantanis in Cesenatico statt. Als 13 jähriger war ich das letzte Mal in Cesenatico auf Trainingslager, doch die Gegend, Berge und Straßen waren mir noch sehr vertraut. Wir mussten 3 Mal auf den Montevecchio, den Hausberg von Pantani und danach wieder zurück über ein paar Hügeln nach Cesenatico. Ich fühlte mich vom Start weg sehr gut, konnte zwar nicht mit den besten 20 am Berg mitfahren, war aber bis zum Schluss im noch auf 50 Mann geschrumpften Verfolgerfeld vertreten. Leider nahm uns die Rennleitung 10 km vor dem Ziel aus dem Rennen,  da Sie die Sicherheit auf den Straßen nicht mehr gewährleisten werden konnte und uns Autos entgegen kamen. Am nächsten Tag war Florenz der Startort für die Fahrt quer durch die Toskana. 200km, 2500 Höhenmeter, Regen, gefährliche Straßen, Bennati, Cunego, Scarpo ni und Co waren die Zutaten. Gleich am Start ging es hoch und das Feld war zerfetzt wie ein Hose nach einem Sturz. Es rollte aber wieder vieles zusammen und so kamen mit mir knapp 120 Leute auf die Schlussrunde in Arezzo. Auf den 4 Schlussrunden war ein 15 % steiler Berg zu bezwingen. Leider verlor ich knapp 4 Kilometer vor dem Ziel den Anschluss an die Spitze. Der Regen Mitte des Rennens und die kalte nasse Abfahrt von irgendeinem Pass hat mir die letzten Kraftreserven genommen. Schlussendlich kam ich 40 Sekunden hinter Sieger Bennati als 48. ins Ziel. Ich war trotzdem zufrieden, habe ich doch schon die ganze Woche extrem hart am Mountainbike für die Crocodile Trophy trainiert. Am 13. Oktober werde ich die Reise nach Australien antreten. Ich werde mich aber noch ein paar Mal vorher melden und auch meine Sponsoren und Partner für dieses Unternehmen präsentieren.

bis bald
christoph

Donnerstag, 23. September 2010

GP Memorial Viviana Maniversi und GP Prato

Hallo zusammen!

Vergangenes Wochenende bestritt ich wieder 2 Eintagesklassiker in Italien. Am Samstag beim GP Maniversi waren 205 km auf ziemlich flachen und windigen Gelände zu absolvieren. 4 Bergwertungen über einen 2 km langen Berg standen ebenfalls am Programm. Nachdem es am Start noch leicht geregnet hatte und sich gleich 5 Mann absetzten konnten waren die ersten 30 km lang Bummelfahrt mit 25 Schnitt. Danach schalteten die Teams Liquigas und Lampre aber den Tempomaten ein und so fuhren wir die restlichen 175 km knapp 48 Schnitt. Schlussendlich kam es zum Massensprint. Ich wollte mich zunächst aus dem gefährlichen Sprint raushalten und fuhr bis zur 3 km Marke ganz hinten, entdeckte aber danach ein paar Löcher und hatte dann genügend Schwung um auf den 25. Platz zu landen. Am Sonntag beim GP Prato war das Profil etwas schwerer. Wieder war auf den ersten 50 km Krieg und es folgte eine Attacke nach der anderen. Danach schlug ISD ein ekliges Tempo an. Ich fühlte mich den ganzen Tag nicht besonders gut und fit und stieg schließlich 20 km vor dem Ziel ab. Am Samstag und Sonntag fahre ich nochmals 2 Rennen in Italien. Das Gedenkrennen von Marco Pantani in Cesenatico und die Toskana Rundfahrt. Diese beiden Rennen werden wahrscheinlich auch meine letzten beiden Straßenrennen für diese Saison sein. Danach werde ich mich auf das MTB schwingen um mich auf mein Abenteuer „Crocodile Trophy in Australien“  vorzubereiten.
bis bald
christoph

Dienstag, 14. September 2010

Beni Gesamtsieger Tschibo Cup!!

Hallo zusammen!


Letzten Sonntag machten wir den Gesamtsieg in der Tschibo Top Rad Liga perfekt. Auf dem ziemlich flachen Kurs mit ein paar kurzen Hügeln entwickelte sich ein sehr schnelles und nervöses Rennen. Aber wir waren mannschaftlich extrem stark aufgestellt und beschützten Beni bestens, sodass das Gelbe Trikot  nie in Gefahr war. Ich fühlte mich auch wieder ziemlich gut, ging ein paar Attacken mit und unterstützte Beni das ganze Rennen lang. 1 km vor dem Ziel brachte ich Beni noch für den Schlusssprint in Position und rollte dann locker ins Ziel. Schlussendlich wurde ich 27. und in der Gesamtwertung noch 9., obwohl ich nicht alle Rennen fuhr und die meiste Zeit für Beni fahren musste. Diesen Samstag und Sonntag stehen wieder 2 italienische Herbstklassiker an. Memorial Maniversi und GP Prato. Beide Rennen sind mir aus den vergangenen Jahren nur zu gut in Erinnerung. Extrem schwer, viele Zuschauer, gewaltige Stimmung und es muss alles passen damit man das Ziel sieht.
bis dann
christoph

Mittwoch, 8. September 2010

240 Kilometer Irrfahrt in der Emilia Romagna

Hallo zusammen!

Am vergangenen Sonntag stand ich am Start des italienischen Herbstklassikers Giro della Romagna. Die ersten 100 km waren ziemlich flach und schnell (47 Schnitt), danach ging es in die Hügeln des Nove Colli. Ich fühlte mich, wie in der vergangene Woche in Veneto, nicht schlecht. Am ersten Berg hatte ich Defekt, fand aber schnell denn Anschluss wieder. Am 4. Berg des Tages wurde das Tempo von Lampre ziemlich erhöht und das Hauptfeld schrumpfte auf 80 Fahrer zusammen. Ich fuhr in die darauffolgende Abfahrt ziemlich weit hinten hinein. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass die Abfahrt aus gefühlten 100 Spitzkehren besteht, wäre ich weiter hinein gefahren. Irgendwann riss das Feld in der Mitte, 50 Fahrer weg und ich war mit 30 anderen abgerissen, ohne Chance zurückzukommen. Nach 170 Kilometer entschlossen sich die Italiener in meiner Gruppe den letzten Berg nicht mehr zufahren und eine Abkürzung zu nehmen. Ich und 30 andere fuhren ihnen nach. Doch die Italiener von Liquigas und ISD hatten selber keinen Plan wo wir waren. So irrten wir 60 Kilometer in der Gegend um Forli herum, wurden von Starkregen heimgesucht und kamen schließlich 1,5 Stunden nach dem Zieleinlauf bei den Duschen an. Doch unsere Verspätung war unser Glück. Wären wir pünktlich im Ziel gewesen, hätte mich und mein Autopartner Schöffi  der Hagel um Imola erwischt und sein Auto wäre Schrott gewesen. Diesen Sonntag bestreite ich das letzte Tschibo Cup Rennen in Schwaz. Wir werden Benis gelbes Trikot sicher verteidigen!!

bis dann
christoph

Dienstag, 31. August 2010

Wolkenbruch bei Giro del Veneto und Hochgeschwindigkeitsrennen in Slowenien

Hallo zusammen!

Am Samstag stand ich beim italienischen Herbstklassiker Giro del Veneto am Start. Heuer wurde der Kurs ein wenig verändert. Die ersten 80 km waren flach, danach folgten 12 Runden über einen 2 km langen Berg und die letzten 20 km dieses 200 km langen Rennens führten wieder flach ins Ziel nach Castelnuovo. Da auch Paolo Bettini, Aufschlüsse bzgl. seiner Aufstellung der italienischen Nationalmannschaft für die WM suchte, waren besonders die Italiener an einem sehr schnellen und schweren Rennen interessiert. Die ersten 60 km fuhren wir mal wieder mit einem 50er Schnitt herunter, danach war es kurz ruhig, aber als es auf die Runden mit dem Hügel ging, begann die Tempobolzerei von neuem. Ich fühlte mich das ganze Rennen wirklich sehr gut und hatte überhaupt keine Probleme dem Tempo am Berg zu folgen. Obwohl das Feld oft am Anstieg riss, rollte in der Abfahrt meistens alles wieder zusammen. Nach dem letzten Anstieg des Tages waren von den 200 Startern noch 100 Fahrer im Rennen. Auf den letzten 10 km kam es plötzlich zu einem Wolkenbruch. Es wurde so glatt, schmierig und gefährlich wie ich es noch nie erlebt habe. Ca. 6 km vor dem Ziel waren mit mir etwa noch 50 Leute an der Spitze. Ich wollte aber auf den letzten 2 km die auf Kopfsteinpflaster zu fahren waren nichts riskieren und fuhr am Ende des Feldes. In einer Linkskurve passierte dann ein gewaltiger Massensturz 20 Fahrer lagen auf der Straße. Ich suchte meinen Weg durch die am Boden liegenden Fahrer und konnte schließlich ohne das Pflaster geküsst zu haben als 22. das Ziel passieren. Für mich die beste Leistung die ich jemals bei einem solchen schweren Rennen gezeigt habe.



Nach dem Rennen fuhren wir dann 4 Stunden nach Novo Mesto wo wir genächtigt hatten. Am nächsten Tag fuhren wir weiter zum Tschibo-Cup Rennen nach Zagreb. Auf den ersten flachen 100 km wurde ständig attackiert, so kam es auch dass wir fast 48 Schnitt bis zum ersten Berg hatten. Nachdem der Berg zügig gefahren wurde, waren an der Bergwertung noch 40 Leute und unser Team war bis auf Matic noch komplett an der Spitze vertreten. Hauptziel des Tages war es, das Gelbe Trikot von Beni zu verteidigen. Die Schlüsselstelle war der 1 km lange Schlussanstieg in Laibach und die winkelige und gefährliche Anfahrt dorthin. Nachdem ich es ein paar Mal im welligen Gelände versucht hatte mich von der Spitzengruppe abzusetzen, was aber nicht gelang, versuchte ich Beni im Schlusssprint perfekt in Position zu bringen. Ich fuhr mit Beni als 5. oder 6. in den Schlussanstieg rein, bis zur 500 Meter konnte ich ihn noch unterstützen, danach spürte ich das schwere Rennen des Vortages und die fehlende Spritzigkeit um ganz Vorne mitmischen zu können. Schlussendlich kam ich auf den nicht erwähnenswerten 23. Rang. Umso erfreulicher aber, dass Beni 2. geworden ist und seine Führung im Tschibo -Cup ausgebaut hat. Am Freitag steht nun die ÖM Berg in Deutschlandsberg am Programm, bevor ich dann am Samstag nach Rimini zum nächsten italienischen Eintagesklassiker "Giro della Romanga" fahren werde.



Bis dahin

Christoph

Donnerstag, 26. August 2010

Massensprint bei Burgenland Rundfahrt!

Hallo zusammen!

Vergangenes Wochenende standen wieder 2 Rennen am Programm. Am Samstag der Herbstklassiker „Trofeo Melinda“ in der Nähe von Bozen. In meiner bisherigen Karriere bin ich nun alle italienischen Herbstklassiker gefahren. Bis auf die „Coppa Agostoni“ war kein Rennen auch nur annähernd so schwer, wie jene „Trofeo Melinda“. Ständig rauf und runter, links und rechts. Es waren insgesamt 195 km und 3500 Höhenmeter zu fahren. Nach der langen Rennpause ging es mir gar nicht mal so schlecht. Ich konnte mich bis km 140 in der 1. Gruppe halten. Danach war aber finito! Gewonnen hat Vicenzo Nibali, der meiner Meinung nach auch bei der Vuelta aufs Podium fahren wird. Danach fuhren wir 9 Stunden lang Richtung Burgenland. Erst um halb 12 Uhr kamen wir im Hotel an. Sicher keine optimale Vorbereitung auf jenes Rennen, dass ich letztes Jahr gewonnen habe. Heuer wurde der Kurs ein wenig verändert. Der lange Anstieg zum Geschriebenstein fing erst  nach 80 km an und es waren nur noch 4 anstatt 6 Schlussrunden zu bewältigen. Auf den ersten Kilometern fühlten sich meine Beine, von der langen Anreise, wie Beton an! Zum Glück war das Rennen extrem langsam. 3 Mann setzten sich ab und wir fuhren den Geschriebenstein so langsam wie noch nie hinauf. Das führte dazu, dass nach den 2 langen Bergwertungen - Geschriebenstein und Bernstein - noch immer ein sehr großes Hauptfeld bestand. In den letzten Jahren waren wir an dieser Stelle vielleicht noch 25 Mann. Ich fühlte mich von Kilometer zu Kilometer immer besser, attackierte ein paar Mal aber ich konnte mich nicht absetzen. Auf den Schlussrunden, mit kurzen knackigen Anstiegen versuchten wir von unserem Team aus das Rennen schwerer zu machen. Wir konnten einige Fahrer durch unsere Tempoverschärfungen abhängen, doch schlussendlich kamen 30 Mann zum Massensprint. Ich versuchte noch Beni im Gelben Trikot in Sprintposition zu bringen und kam dann schließlich selber  als 15. ins Ziel. Schade! Wenn das Rennen vielleicht noch eine Runde länger gewesen wäre, dann hätten sich vielleicht noch 10 Mann an der Spitze gehalten. Hoffentlich gehen die Veranstalter, meiner Meinung nach, des schönsten und besten Rennens Österreichs, wieder zur alten Strecke zurück! Am Wochenende geht es nun bei mir mit dem „Giro del Veneto“ und dem Tschibo-Cup Rennen „Zagreb-Laibach“ weiter. Vor allem die kurze Bergankunft in Laibach könnte mir liegen. Die Form  stimmt  mich jedenfalls zuversichtlich!

Bis dahin
Christoph

Donnerstag, 19. August 2010

Am Wochenende Trofeo Melinda und Burgenland Rundfahrt

Hallo zusammen!


Nach 2 Wochen Rennpause geht es für mich am Samstag mit dem italienischen Eintagesklassiker Trofeo Melinda in Bozen weiter. Ein unglaublich schweres Rennen mit über 3500 Höhenmeter. In den letzten 2 Wochen konnte ich sehr gut trainieren und meine Beine fühlen sich auch nicht schlecht an, aber ich sehe das Rennen am Samstag vorallem als Vorbereitung für die Burgenland Rundfahrt. Den Sieg aus dem letzten Jahr zu wiederholen wird sehr sehr schwer, aber ich werde alles geben und versuchen ein gutes Rennen abzuliefern. Mal sehen was raus kommt. Die Strecke liegt mir jedenfalls und heißes Wetter is auch angesagt!

bis dann
christoph

Donnerstag, 5. August 2010

VORTRAG IM EUCO-CENTER - FREITAG 6.8. 17:00 UHR!!!

Hallo zusammen!

Nachdem mich  schon öfters ein paar Leute gefragt haben, ob ich nicht mal Lust hätte einen kleinen Vortrag über mein Leben als Radprofi zu halten, werde ich nun am Freitag den 6.8 im EUCO Einkaufszentrum um 17:00 einen kleinen Powerpoint Vortrag über meine bisherige Karriere, Training, Ernährung und Erlebnisse von meinem Rennen berichten. Würde mich sehr freuen, wenn einige von euch vorbeischauen würden. Wird sicherlich interessant werden !:)

hoffentlich bis Freitag :)
christoph

M3 Montafon Mountainbike Marathon - Mann, war ich kaputt!!!!

Hallo zusammen!

Letzten Samstag bin ich beim M3 Mountainbike Marathon in Schruns am Start gewesen. Mein Radsponsor Corratec stellte mir ein super Bike zur Verfügung und meine Teamleitung organisierte mir den Start sowie 4 super Tage im Walliserhof, wo ich gleich noch ein bisschen Urlaub mit meiner Freundin machte. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, auf was ich mich eingelassen habe. 145 km und 4500 Höhenmeter galt es zu überwinden. Im Gegensatz zur Salzkammergut Trophy waren diesmal auch einige Mountainbike Größen mit von der Partie. Und gleich auf den ersten Trails bekam ich deren Klasse und mein technisches Unvermögen zu spüren. Bergauf hatte ich kein Problem das Tempo mitzugehen, aber auf den technischen Passagen hatte ich keine Chance deren Hinterrad zu halten. So fuhr ich mein eigenes Rennen und fuhr fast den ganzen Tag über alleine. Da ich keinen Tachometer hatte, wusste ich auch nicht wie weit es noch bis ins Ziel ist und das wurde mit der Zeit zum Horror für mich, da mir schön langsam der Akku ausging. Bei der letzten Steigung war mir nur mehr schwarz vor den Augen. Nach 7 Stunden und 37 Minuten kam ich schließlich als 5. ins Ziel. Komplett ausgepowert, dreckig bis aufs Letzte, und da mir in  der letzten Abfahrt noch eine Kuh in den Weg lief, hatte ich auch noch ein blutiges Knie-so beendete ich den Tag. In meinem ganzen Radsportleben war ich noch nie so "tot" wie nach diesem Rennen. Trotzdem war es eine unglaubliche Erfahrung und vielleicht werde ich wieder einmal den Sprung aufs Mountainbike  machen. In den nächsten Wochen sicherlich nicht, das habe ich mir geschworen!!
Wie sehr ich mich ausgereizt habe, habe ich gleich ein paar Tage später erfahren, als mich ein schrecklicher Magendarmvirus 2 Tage ans Klo fesselte :). Zum Glück geht es heute schon besser!

bis bald
christoph

Dienstag, 27. Juli 2010

2 Tage Erlauftaler Radsporttage

Hallo zusammen!

Erstmals seit meiner Jugend, fuhr ich wieder die Rennen in Purgstall. Beim strömenden Regen und 10 Grad waren wir am Samstag mit einem Schrumpfteam am Start (Beni,Fanki, Schöffi und Ich). Auf den schweren Kurs konnte ich mich gleich in der ersten Runde absetzen. In der 2. Runde schlossen dann Beni und Fanki mit 15 weiteren Fahrern auf. Ich fühlte mich sehr gut und attackierte ständig. In der Abfahrt attackierte dann Fanki und fuhr mit 3 Begleitern auf und davon. Im Zielsprint ließ er nichts anbrennen und gewann. Ich wurde schließlich 7. Am Sonntag dann das zweite Rennen und da es wieder um fast nichts ging, attackierte ich ständig taktik- und kopflos. Ich fühlte mich wiederum sehr stark, doch wie am Vortag waren meinen Attacken nicht von Erfolg, hingegen die von Fanki und er sprintete wieder zum Sieg. Ich wurde zusammen mit dem Hauptfeld 2 Runden vor Schluss aus dem Rennen genommen. Nichts desto trotz, Form ist nicht so schlecht und wir konnten mit unserem Mini Team 2 Mal gewinnen. Am Donnerstag werde ich beim Einladungskriterium in Bischofshofen am Start stehen und am Samstag werde ich wieder auf Abwegen unterwegs sein. Ich werde nähmlich beim Montafon M3 Mountainbike Marathon mit neuem super Material von Corratec und besserer Vorbereitung am Start stehen. Mal sehen, was diesmal nach 160 km und 5000 Höhenmeter rauskommt.

bis bald
christoph

Sonntag, 18. Juli 2010

Bike und Kletterurlaub in Garda und leider Kurzauftritt bei Salzkammergut Trophy

Hallo zusammen!

Kurz noch zu den letzten 2 Etappen bei der Österreich Rundfahrt. Samstag, Zeitfahren = routainemäßiges Runterfahren. Sonntag: Abschlussetappe vor beeindruckender Zuschauerkulisse in Wien. Leider kein Happyend für unsere Sprinter. Dafür aber für meinen Freund Beni Benetseder der das Bergtrikot gewann. Danach fuhr ich am Montag mit ein paar Freunden nach Torbole am Garda See zum Biken und Klettern. Es waren wirklich wunderschöne Tage bei tropischen Temperaturen. Geile Bike-Trails und auch die eine oder andere Felswand konnte ich bezwingen. Am Freitag fuhr ich dann direkt von Torbole nach Bad Goisern wo ich an der Salzkammergut Trophy teilnahm. Veranstalter Martin Huber und Ex-Teamkollege Gerrit Glomser ermöglichten mir einen Startplatz auf der extremen Strecke mit 211 km (7200 Höhenmeter). Ich musste ehrlich zugeben, dass ich wirklich ein bisschen nervös ,da ich zuvor noch nie so etwas gemacht hatte. Um 5:00 Uhr früh starteten wir. Das hieß um halb vier aufstehen und zum Start radeln. Danke noch an Kathi und ihre Familie, die mich kurzfristig bei Ihnen schlafen ließ. Ansonsten hätte ich in meinem Zelt am Straßenrand schlafen können. Ich hatte mich nicht auf das Rennen vorbereitet, wollte das Rennen eher als Erlebnis genießen und nicht auf Ergebnis fahren. So ging ich mit meinem normalen Alu MTB und ohne persönliche Betreuung an den Start. Doch wie so oft geht in mir das Rennfahrerblut durch, und ich musste wieder mit der Spitze am ersten Berg mitfahren. Um 5:40 Uhr an der ersten Bergwertung waren wir von den 450 gestarteten noch 7 Mann an der Spitze. Gleich auf der ersten Abfahrt bekam ich aber mein schlechtes Material und auch meine unzureichende Erfahrung mit Schotterabfahrten vor die Augen geführt. Nach 4 km Abfahrt der 1. Sturz-> Abschürfung, nichts passiert, nächster Berg wieder Anschluss an die Spitze, nächste Abfahrt, 2. Sturz -> Abschürfung und wieder zurück zur Spitzegruppe mit Trampusch, 2 x mal Kette runtergesprungen, nächste Abfahrt 3. Sturz, nichts passiert, weiter geht die Fahrt. Doch an der 20 % steilen Rampe nach 60 km passiert das Unglück. Ich wollte hochschalten, da flog mir das Schaltwerk weg. Danach musste ich mit dem Rad 5 km den Berg hinauf  und hinunter laufen, um zur nächsten Service Station zu kommen. Jedoch hatten sie kein neues Schaltwerk für mich. Und so war das Abenteuer Salzkammergut Trophy für mich leider beendet. Noch nie war ich so enttäuscht über eine Aufgabe wie an diesem Tag. Nächstes Jahr werde ich sicher wieder an den Start dieser tollen Veranstaltung gehen. Natürlich mit besserem Material und besserer Vorbereitung. Auf den Single-Trails Abfahrten hatte ich keine Probleme mit der Spitze mitzufahren. Doch auf den Schotterstraßen zauderte es mich wie ein Blatt Papier im Wind. Diese Woche werde ich mich nun wieder aufs Rennrad setzen und mich für die kommenden Rennen in Österreich und Italien vorzubreiten. Doch mein Ausflug ins MTB-Lager war sicherlich nicht der letzte für heuer.

bis bald
christoph

Donnerstag, 8. Juli 2010

Heimetappe Bleiburg-Deutschlandsberg

Hallo zusammen!


Heute stand also meine Heimetappe am Programm. Zuvor mussten wir aber noch knapp 2,5 Stunden im Auto von Lienz nach Bleiburg fahren. War nicht gerade die optimale Vorbereitung auf ein Rennen. Gleich vom Start weg ging es ab wie am Schlachtfeld. Attacken über Attacken. Ich wollte heute unbedingt in die Gruppe. Man hat wie bei einem Revolver, je nach körperlicher Verfassung 3-6 Patronen sprich Attacken zur Verfügung. Ich versuchte mein Glück ein paar Mal als wir in der Nähe des Klopeiner Sees waren. Doch es wollte einfach nicht funktioniern. Am Griffner Berg konnten sich schließlich 10 Mann absetzen. Ich kam mit dem geschrumpften Hauptfeld drüber, hatte aber keine Chance mit den 10 Mann mitzufahren. Als ich bei der Verpflegungszone in Frantschach auf denn Tacho blickte, hatte ich nach 70 km 47 km/h Schnitt stehen. Unglaublich!! Danach herrschte ein bisschen Ruhe und die Hebalm wurde in einem gleichmäßigen Tempo hinaufgefahren. Im Finale probierte ich dann noch Reto in Position zu bringen, da ich selber schon ziemlich k o war und mir keine Chance mehr ausrechnete. Man merkte nach der Etappe allen an, dass die letzten Tage nicht leicht waren und jeder schon die Müdigkeit in den Beinen spürt. Trotzdem werden wir morgen nochmals angreifen und versuchen ein gute Etappenplatzierung herauszufahren. Gut relaxen können wir heute Nacht im schönen Hotel mit Haubenrestaurant an der Burg Deutschlandsberg.
Danke für die tollen Anfeuerungen an der Strecke. Es war wirklich schön,so viele bekannte Gesichter am Streckenrand zu sehen.
bis morgen
christoph

Mittwoch, 7. Juli 2010

Glockneretappe

Hallo zusammen!

Heute ging es rauf auf die Franz-Josef-Höhe auf 2400 Meter. Die ersten 80 km  waren ziemlich flach und so wollte jeder in die Fluchtgruppe. Dadurch dass es auch noch live im ORF übertragen wurde, hatten wir auf den ersten 70 km knapp 50 Schnitt. Nach ca 40 km ging dann eine 14 Mann starke Gruppe und keiner von uns war dabei. Zum Glück fuhren 2 italienische Mannschaft hinterher, denn ich und meine restlichen Teamkollegen waren noch ziemlich kaputt von unseren Attacken auf den ersten 40 Kilometern. Nach 70 km hieß es dann Gruppo Compato und das Spiel begann von Neuem. Ich und Beni schafften obwohl es extrem schnell und schwer war, in die Gruppe des Tages zu kommen. Leider schloßen dann mit Brändle, Sinkewitz und noch 2 Fahrern, Fahrer aus dem Gesamtklassement auf uns auf. Und so ließ und Ricco´s Team nie weiter wie 2 Minuten. Ansonsten wären wir sicher mit viel mehr Vorsprung in den Glockner hineingefahren. So versuchte ich, dass Beni ein paar Bergpunkte bekam und dass wir unseren Sponsoren gut im Fernsehen präsentieren. Kurz vor Heiligenblut ließ ich dann die Beine locker, denn es hatte für mich null Sinn voll den Glockner rauf zu fahren für einen 30 Platz. Lieber Kraft und Körner sparen für meine Heimetappe morgen. Ich werde sicherlich wieder versuchen in eine Fluchtgruppe zu kommen, denn morgen kann eine Gruppe durchaus das Ziel sehen. Hoffe ein paar von euch stehen am Streckenrand und feuern mich kräftig an. Nun freue ich mich auf den guten Kaiserschmarn in unserem Hotel und auf eine Niederlage der Deutschen gegen Spanien!!

bis bald
christoph

Dienstag, 6. Juli 2010

3. Etappe Österreich Rundfahrt

Hallo zusammen!

Als ich heute früh aus den Fenster schaute, dachte ich die Welt geht unter, so hat es geregnet. Vom Start weg in Kitzbühel war der Himmel schwarz und die Straße nass. Zum Glück war es nicht extrem kalt und uns wurde auch gleich von km 0 recht warm. Ständig wurde attackiert. Auch ich und meine Teamkollegen versuchte in die Gruppe zu kommen. Kurz vor der Bergwertung Paß Thurn konnten sich dann 6 Fahrer absetzten. Ich versuchte noch mit einer Attacke in nassen Abfahrt auf die 6 aufzuschließen, doch ich kam nicht mehr ran. Trotz der 6 Mann herrschte im Hauptfeld keineswegs Ruhe und es wurde ein eckliges Tempo auf den Felbertauern gefahren. Zum Glück kam dann in Matrei die Sonne raus und die Straßen waren trocken. Vor dem Anstieg zur Pustertaler Höhenstraße brachte ich noch Reto in vordere Position und fuhr dann meinen Zug nach oben. Nachdem ich seit gestern an Durchfall leide und einige Bioflorin vor und während der Etappe verbrauchte, versuchte ich die Etappe so gut wie möglich zu überstehen. Schlussendlich kam ich in einer Gruppe um den 50. Platz mit knapp 4 Minuten Rückstand. Nun heißt es für mich gut regenerien und hoffentlich klappt es in den nächsten Tagen mit der Fluchgruppe und einer guten Etappenplatzierung.

aus lienz

christoph

Montag, 5. Juli 2010

2. Etappe Österreich Rundfahrt

Hallo zusammen!

Heute ging es aufs Kitzbühler Horn. Zwar nur 8 km lang, aber extrem steil und ungemütlich zu fahren. Ich wollte heute unbedingt in die Gruppe, versuchte es auch ein paar Mal, aber es wollte heute nicht sein. Danach war es ein kontrolliertes Rennen, wo das einzige Highlight ein kurzer heftiger Regenschauer war. Das Horn ging ich dann "gemütlich an, denn auch wenn man locker fährt schmerzt es in den Beinen. Da ich mir heute keine Platzierung unter den Top 15 zutraute, schonte ich meine Kräfte so gut wie möglich für die folgenden schweren Tage. Ich werde morgen alles versuchen um in die Gruppe des Tages zu kommen. Hoffentlich klappts.

PS: Hochachtung vor der Leistung meines Freundes Stefan Denifl der Achter wurde. Gewonnen hat ein gewisser Riccardo Ricco, frisch zurückgekommen von der Doping Sperre. Es lebe der saubere Radsport :)

bis bald
christoph