Montag, 14. Mai 2012

Enttäuschung pur!

Ich war selten nach einem Rennen so enttäuscht, wie nach dem Zielanlauf heute beim Radklassiker "Rund um Lassnitzhöhe". Schon die Vorbereitungen auf das Rennen waren nicht optimal, da bei meiner Rennmaschine der Rahmen gebrochen war und ich kurzfristig auf mein Trainingsrad umsatteln musste. Wir waren mit der kompletten Mannschaft am Start. Und die ganze Mannschaft, jeder einzelne machte seinen Job  nahezu perfekt. Denn unser Ziel an diesem Tag war nichts anderes als der Sieg!! Auf den schweren Schlussrunden griff ich dann ins Renngeschehen mit ein. Ich fühlte mich stark, fuhr mit Auge und erwischte, nachdem ich vorher schon mal in einer vielversprechenden Spitzengruppe war, den richtigen Zug. Wir waren 14 Mann und jedes Team hatte ein oder mehrer Leute vorne. Auch wir waren zu dritt. Beim Anstieg zum Ziel testete ich ein wenig die Konkurrenz in der Gruppe und schon waren wir nur mehr zu viert. Mir war aber klar, dass wir zu viert wenig Chance hatten auf der 17 km langen Schlussrunde ins Ziel zu kommen. Also ließen wir uns wieder zurückfallen. Ich war im diesem Moment sicher, dass ich dieses Rennen heute gewinnen kann, nein muss. Denn solche Chancen bekommt man nicht oft. Die Konkurrenz in der Gruppe machte mir keine Sorgen, denn keiner machte mehr einen fitten Eindruck und die letzten 1.000 Meter ins Ziel gingen bergauf!



Rund um Lassnitzhöhe zählt neben der Burgenland Rundfahrt und dem Rennen in Judendorf sicherlich zu den letzten schweren Klassikern in Österreich und es ist mehr als nur Prestige, dort oben am Podest zu stehen. Ich war zu 100 % sicher, dass wir durchkommen, denn wer im Feld soll für Tempo sorgen? Doch ich wurde eines besseren belehrt. 3 km vor dem Ziel sah ich das Feld heranbrausen - mit meinen Teamkollegen eingreiht an der Spitze! Ich traute meinen Augen nicht. Ich hatte vom Sieg geträumt, doch nun war er ausgeträumt! Ich hatte  zwar noch super Beine und und gab schon aus Frust noch mal alles. Ich fuhr mit Vollgas an die Spitze des Feldes um meine Teamkollegen Golcer und Furdi in führender Position bei der 2 km Marke abzuliefern. Dannach war ich im Kopf leer und rollte enttäuscht ins Ziel! Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen! Außer - gewonnen haben wir heute nicht! Leid tut es mir auch um David-x der super gefahren ist und der es vielleicht auch aufs Podest geschafft hätte, wäre nicht die Teamorder für den Slowenen Furdi gewesen. Auch alle anderen Jungs sind mannschaftlich ein super Rennen gefahren, doch am Ende hat wenig herausgeschaut! Mein Kopf ist heute leer! Die Beine sind aber sehr gut und ich hoffe es kommt im Radfahrerleben alles einmal zurück. Aber so eine Chance wie heute bekommt man nicht alle Tage. Vielleicht kommt das Glück ab Mittwoch bei der Fleche du Sud in Luxemburg zurück!

Montag, 7. Mai 2012

Ein sehr erfolgreicher Sonntag!


Hallo!



Da ich in Polen aus Sicherheitsgründen kein Notebook mitgenommen hatte, hielt ich mich mit Blogeinträgen auf dem Handy zurück. Auf der 1. Etappe hatte ich wirklich super Beine, doch leider wurde unsere 20 Mann, mit allen starken Leuten bestückte Spitzengruppe, kurz vor dem Ziel wieder eingeholt. Im darauf folgenden Massensprint rutschte mir in einer Kurve einfach das Vorderrad weg. Nichts desto trotz bekam ich die gleiche Zeit wie der Sieger. Am Samstag Vormittag stand dann ein 30 km langes Zeitfahren auf dem Programm. Relativ flach, also nicht mein Geschmack. Ich fuhr meinen Rhythmus ohne gewaltig zu überdrehen, und war obwohl ich mit 3 min Rückstand den 40. Platz belegt nicht unzufrieden. Den ganzen Tag über war es wunderschön, doch pünktlich zum Start zur Nachmittagsetappe über kanpp 80 flache Kilometer begann es zu regnen, später auch zu hageln. Zum Glück wurde ziemlich kontrolliert gefahren, aber es war trotzdem ein Fahren wie auf rohen Eiern. Ich war froh das Ziel sturzfrei erreicht zu haben! Der junge Mario Schoibl sprintete auf den guten 8. Rang und das bei diesen gefährlichen Verhältnissen. Am Sonntag stand dann die Königsetappe über 6 Bergwertungen auf dem Programm. Wir wollten das Rennen schnell und schwer machen, damit Jure im Gesamtklassment Boden gut machen konnte und die Sprinter und Zeitfahrer zurückfallen. Gleich am Fuße des ersten Berges nach 10 Kilometer attackierten Totschnig und ich abwechselnd. Wir drückten enorm aufs Tempo doch keine Gruppe wollte sich lösen. Die Attacken wären mir fast zum Verhägnis geworden. Denn als Jure mit 2 Slowenen 3 km vor der Bergwertung attackierte schoss ich aus der vordersten Gruppe wie ein Pfeil zurück. Zum Glück half mir mein Teamkollege Mario Schoibl an das auf 40 Leute geschrumpfte Hauptfeld wieder heran zu kommen. Jure konnnte sich mit den 2 anderen Slowenen absetzen. Und so fuhren Totsch, Mario und ich im Windschatten der polnischen Mannschaft Berg um Berg, ohne irgendetwas machen zu müssen. Weil der Abstand zwischen Jure und unserer Gruppe immer größer wurde und zwischenzeitlich schon über 4 min betrug, sah der polnischen Gesamtführende sein gelbes Trikot schon Richtung Team Tyrol davon schwimmen. Da er fast keine Helfer mehr hatte, konnte er (sicherlich nicht billig) doch noch ein paar andere Teams für die Verfolgung organisieren. Auf der ersten von 2 Schlussrunden über die Bergwertung schrumpfte dann unsere Gruppe und Mario verlor leider den Kontakt. 10 Kilometer vor dem Ziel war es dann auch um mich geschehen, ich konnte einfach mit den 6-7 Topleuten am Berg nicht mehr mithalten und fuhr schließlich mit 1 min Rückstand ins Ziel. Ich hatte auf den letzten 50 Kilometern keinen Schluck mehr getrunken, da mir beide Flaschenhalter ähnlich wie bei Totschnig auf den schlechten Straßen gebrochen sind. Da sind Krämpfe unvermeindlich. Jure rettete sich nach fantastischer Fahrt als 2. ins Ziel. Ein Wahnsinnsleistung! Und viele UCI-Punkte. Da das Rennen von Anfang bis zum Schluss extrem schwer war kamen nur wenige Profis ins Ziel. So wurde Jure Gesamt 7., Totsch 16., und ich sogar noch 21. Wir können mit unserem Auftreten bei dieser schweren und gut besetzten Rundfahrt in Polen wirklich zufrieden sein.



Zudem gewann Blaz Furdi noch das Tschibo Cup Rennen in Niederösterreich. Also noch ein wichtiger Erfolg für das Team. Das Ö-Ticket ist somit gebucht. Und jetzt freue ich mich wirklich auf die nächsten Rennen, denn meine Form wird immer besser! Am Sonntag steigt der Cup-Klassiker in Lassnitzhöhe und dann geht es gleich weiter zum Fleche du Sud nach Luxemburg.

bis bald
christoph

Samstag, 5. Mai 2012

1. Etappe Polen Rundfahrt (Stichwörter)

Gute Beine, nach letzter Bergwertung mit jure und totsch in einer 20 Mann Spitzengruppe, 5 km vor dem Ziel eingeholt und dann 500 Meter vor dem Ziel bin ich mit anderen Fahrern am Asphalt gelegen. Heute 30 km Zeitfahren und am Nachmittag 80 km Straßenrennen. Hoffentlich hält Wetter .

Dienstag, 24. April 2012

Vom Winde verweht!

Hallo zusammen!

Gestern Abend bin ich in Salzburg wieder von unserem Holland Trip gelandet! Wenn man dieses Wochenende beschreiben müsste, würde es wohl lauten "Radteam Tirol - vom Winde verweht" ! Ich habe in meiner Karriere ja schon viele Windkanten in Belgien, Holland, Österreich und anderswo erlebt, aber eine 200 km lange Windkante wie sie am Sonntag in Nordholland der Fall war, noch nicht! Topfeben, keine Bäume, 200 Starter und Vollgas! Ich bin von km 0 nur am Anschlag gefahren,und bei km 95 wurde ich schlussendlich aus dem Rennen genommen . Der Wind bzw. der Sturm wehte mich 3 x mal in einen Graben hinunter! Ich konnte trotz niedriger Felge das Vorderrad aufgrund des heftigen Windes oft nicht mehr steuern.Nachdem meine Gruppe und ich aus dem Rennen genommen wurden, mussten wir noch 50 km lang das Zielgelände suchen! Ich war, obwohl ich  nicht mal annähernd das Rennen ausfuhr, trotzdem platt wie eine Flunder! Schlussendlich kamen überhaupt nur 20 Leute ins Ziel! Da sieht man mal wieder, dass jede Windkante härter ist als irgendein Pass in den Alpen! Am Samstag geht es nun in wärmere Gefilde und in eine anderes Terrain, das mir eher liegen sollte! Wir bestreiten am Wochende den Giro del Marmo in der Toskana und da wird es sicherlich keine Windstaffel mehr geben!

lg und bis bald
christoph

Dienstag, 10. April 2012

4 Grad, Dauerregen, 200 km , 10 Bergwertungen, kölner Radsportherz was willst du mehr!



Hallo zusammen!
Gestern 8 Uhr in einem Kölner Hotelzimmer: Nervös wie ein kleines Kind vor Weihnachten, machte ich die Vorhänge auf, und am liebsten wäre ich gleich wieder ganz schnell ins warme Bett zurückgehüpft! Es war ein solcher Tag wo man lieber nicht Radfahrer ist! Und es gab nicht den Funken Hoffnung auf schöneres Wetter. Trotz des kalten Regens waren -wie in Köln üblich- tausende Zuschauer am Streckenrand und feuerten uns an! Wie zu erwarten ging es gleich bei km 0 voll zur Sache! Jeder der knapp 200 Fahrer wollte, so kam mir vor, in die Gruppe des Tages! Obwohl ich mich immer im vorderen Drittel des Feldes aufhielt, war ich nur einmal aufgrund des Wahnsinnstempos in der Lage eine Attacke mitzugehen! Die ersten 80 km, wo es nur rauf und runter ging, spulte das Feld wie ein ICE Zug ab.

Als wir dann nur mehr knapp 40 Leute waren, konnten sich an einer unübersichtlichen Stelle 11 Mann lösen. Obwohl wir zu fünft in diesem zusammengeschrumpften Hauptfeld waren ( Furdi, Golcer, Totschnig, Schoibl und ich) , konnte keiner von uns zu dieser Gruppe aufschließen. Es war bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur Vollgas! Nachdem die Gruppe des Tages gegegangen ist, war die Luft heraußen und das abgehängte große Hauptfeld kam wieder heran. Mit zügigem Tempo, aber nicht mehr Vollgas, spulten wir die Kilometer bis nach Köln ab. Zwischendurch wurde mir so kalt, dass ich in den Abfahrten meine Finger kaum spürte. An ein Greifen in die Trikottaschen, um sich etwas Essen zu holen, war sowieso nicht zu denken.

Mein einziger Gedanke war nur mehr die warme Dusche im Hotel. Schlussendlich rollte Mario Schoibl als 27. und ich als 36. über die Ziellinie. Kaufen kann man sich damit nichts, außer dass man das Rennen gegenüber vielen anderen sturzfrei beendet hat. Obwohl ich mein bzw. unser Ziel, in die Spitzengruppe zu kommen verpasst habe, war ich mit meiner Leistung nicht unzufrieden, ich fühlte mich trotz des miesen Wetters in den Hügeln rund um Köln richtig wohl.
Nachdem der letzte Dreck aus den Ohren entfernt ist, werde ich am Sonntag beim österreichsichen Klassiker, dem Kirschblütenrennen, an den Start gehen und auf besseres Wetter hoffen.

lg und bis bald christoph

Mittwoch, 4. April 2012

Rund um Köln



Hallo zusammen!



Nachdem das 1. Cuprennen der Saison in Leonding für mich aufgrund einer starken Erkältung nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist, nutzte ich die letzten sonnigen Tage perfekt für intensives Radtrainig. Mit meiner Form bin ich eigentlich sehr zufrieden, wäre da nicht die blöde Verkühlung kurz vor Leonding dazwischen gekommen. 20 Kilometer vor dem Ziel bekam ich fast keine Luft mehr und so fuhr ich direkt ins Hotel. Trotzdem schaut es für unser Team bzgl. Ö-Tour Quali sehr gut aus. Am Ostersonntag fliege ich dann bequem von Klagenfurt nach Köln, wo am Ostermontag der Klassiker Rund um Köln stattfindet. Die Atmosphäre bei diesen Rennen ist wirklich einzigartig, knapp 100.000 Zuseher stehen mit einem kalten Kölsch am Streckenrand und sorgen für Stimmung. Ich werde mein bestes geben, das hügelige Gelände sollte mir liegen und an deutsche Eintagesklassiker habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen, schließlich ist der 2 Liter Masskrug-Pokal von meinem 2. Platz beim Henniger Turm 2008 mein schönster Pokal.


bis bald
christoph

PS: Das WDR überträgt das ganze Rennen ab 11 Uhr live! Also nicht verpassen!

Dienstag, 20. März 2012

Wichtige Rennkilometer gesund runtergespult!

Hallo zusammen!

Mit den Etappen Samstag und Sonntag in Istrien bin ich durchaus zufrieden. Ich verrichtete meine Arbeit für die beiden Kapitäne Furdi und Golcer sehr gut und konnte ohne Probleme mithalten. Vor allem das Rennen am Sonntag war mit knapp 46 Schnitt sehr schnell und schwer. Obwohl das Reiten auf einer Windkante mit 200 Fahrern nicht meine Lieblingssache ist, war ich immer in der Spitze vertreten. Leider konnten 70 Fahrer 15 Kilometer vor dem Ziel wieder zu mir und den 30 anderen Fahrern der Spitzengruppe wieder aufschließen. Mein Druck am Pedal ist schon sehr gut, auch wenn noch kein Ergebnis raussprang, aber die Saison ist noch jung und am Wochenende beim österreichischen Saisonauftakt geht sie erst richtig los.

bis bald
christoph

Freitag, 16. März 2012

Stürze, Stürze usw.

Hallo zusammen!

160 km, knapp 4 Stunden volle Konzentration auf Straße und Gegner, sonst küsst man den Asphalt! So lässt sich der heutige Tag beschreiben. Obwohl viele Attacken waren, war es nicht sonderlich schwer im Feld mitzufahren. Es wurden also nicht die Beine müde, sondern der Kopf von dem ständig konzentriert sein und Position fahren bei 200 Startern. Gefühlte 1000 Stürze gab es heute, und bis 15 km vor dem Ziel betraf mich persöhnlich keiner. Dann gab es bei ca. 60 km/h einen Riesencrash 10 Positionen vor mir, ich konnte bremsen doch ein anderer Fahrer knallte in mein Vorderrad hinein, und zerstörte es. Bei dem riesen Haufen an Fahrer und Material das dort lag, war es schwer den Überblück zu haben. Ich wartete bis der Mechaniker mein Fahrrad wieder renntauglich machte, doch das Rennen war für mich gelaufen. Zum Glück habe ich außer einen kleinen Abschürfungen am Ellbogen nichts davon getragen. Das wichtigste Ziel dieser Rundfahrt ist es wirklich am Sonntag gesund in Umag anzukommen.

bis bald
christoph

Donnerstag, 15. März 2012

Kurzer Arbeitstag in Umag




Hallo zusammen!

Heute gibt es nicht viel zu berichten, denn auf 2 km Strecke erlebt man nicht so viel. Da gibt es nur ein Motto, "Vollgas". Zu welcher Platzierung es unter denn 200 Startern gereicht hat, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Morgen wird es auf jedenfall um einiges stressiger und schwieriger. Ein nervöses Rennen, mit vielen Attacken auf der mit ein paar Bergwertungen bestückten 160 km langen Etappe ist zu erwarten! Auf den 5 km langen Schlussanstieg konnte sich vor 2 Jahren mein Teamkollege Blaz Furdi den Etappensieg sichern. Also ein gutes Omen!

bis bald
christoph

Montag, 12. März 2012

Wind, Hektik, schlechte Straßen, Nervösität = "Stürze"

Hallo zusammen!



So könnte man die letzten beiden Renntage hier in Kroatien beschreiben. Die ersten internationalen Saisonrennen sind traditonell nichts für schwache Nerven.
Viele Fahrer sind nervös, wollen zeigen dass sie im Winter nicht geschlafen haben und sind hochmotiviert. Son kommt es bei 200 Startern halt immer wieder zu stürzen.

Man kann bei den Rennen hier keine Sekunde unaufmerksam sein wenn man mit knapp 45 km/h durch die Prärie fährt. Immer wieder bremsen, antreten, bremsen, antreten so sieht der Alltag hier aus. Ich bin mit beiden Rennen sehr zufrieden, fand schnell wieder in den Rennrhythmus rein und bin in keinem Sturz verwickelt gewesen.

Außerdem wurde gestern Mario Schoibl Vierter und heute holte Blaz wieder wichtige UCI-Punkte für unser Team. Die nächsten Tage in Porec werde ich zum Regenerieren und Trainieren nutzen. Außerdem werde ich mir noch mal die wichtigsten Passagen der Istrien Rundfahrt anschauen, die ja am Donnerstag startet.

Bis dahin liebe Grüße aus Porec

Donnerstag, 8. März 2012

Liebe Grüße aus Grado



Hallo zusammen!

Seit letzten Mittwoch bin ich nun hier im Camping Tenuto Primero in Grado mit meinem neuen Team Tirol auf Trainingslager. Obwohl ich die meisten Fahrer natürlich kannte, ist es trotzdem das erste intensive Treffen mit dem gesamten Fahrer- und Betreuerstab. Das gesamte Umfeld ist sehr professionell und gut organisiert und ich fühlte mich vom ersten Tag an sehr wohl. Die Tage hier sind geprägt von 4-6 Stunden langen, zu meist sehr schnellen und intensiven Einheiten. Das Wetter und die Unterkunft sind wirklich OK und seitens des Tourismusverbandes Grado wird uns jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Trotzdem ist die jeden Tag eintönige einstündige, flache meist windige Fahrt von Grado in die Berge rund um Gorizia, Triest und dem slowenischen Hinterland oft sehr mühsam. Auf der Rückfahrt zählte ich fast bei jedem Training die Kilometer bis zum erlösenden Hotel. Beim Rennen am Sonntag bin ich nicht an den Start gegangen, da ich stattdessen noch ein paar harte Trainingskilometer bevorzugte. Das Rennen in Triest war für uns ein Riesenerfolg! Der Slowene Blaz Furdi wurde ausgezeichneter Dritter!
Für mich geht es nun mit einem Teil des Teams am Freitag nach Kroatien, wo Samstag und Sonntag zwei Eintagesrennen am Programm stehen. Danach 3 Tage Erholung und Training, bevor es am Donnerstag in die erste wichtige Rundfahrt der Saison geht. Eine erste Standortbestimmung der neuen Saison. Apropos, mit meinem jetzigen Formzustand bin ich übrigens sehr zufrieden, das Gefühl am Rad ist wieder sehr gut! Mal sehen für was es diese Saison reicht!


bis bald

christoph

Sonntag, 26. Februar 2012

Das Rad rollt wieder!







Hallo zusammen!

Die letzten Tage und Wochen genoss ich noch einmal den Winter mit all seinen Facetten, egal ob Schitouren, Langlaufen, Schifahren oder Eisklettern. Zwischendurch pedalierte ich auch ein paar Stunden am Rad, wenn das Wetter es zuließ, denn der Februar war extrem kalt. Seit dem Ende der Kältewelle konnte ich aber mein Programm am neuen KTM Rad voll runterspulen. Ein neues Rad bedeutet auch, wieder stundenlang am Rad herumzutüfteln bis die richtige Einstellung passt und man sich pudelwohl fühlt für das stundenlange Trainieren. Natürlich zwickt das Kreuz, Genick oder auch der Hintern in den ersten Tagen noch ab und zu, aber das viele Stabilisationstraining, das ich jedes Winter mache, macht sich gleich in den ersten Trainingstagen bezahlt. Am Mittwoch geht es nun für mich und unser Team nach Grado, wo der gesamte Fahrer- und Trainerstab zusammengezogen ist. Es erfolgt der letzte Feinschliff, bevor wir am Sonntag beim Trofeo Triest in die neue Saison starten. Allerdings darf man beim ersten Rennen, vor allem in Italien noch nicht zu viel erwarten. Trotz der vielen Trainingsstunden und Grundlageneinheiten braucht jeder Körper gewisse harte Rennkilometer um die Maschine wieder an das Renntempo und die Rennhärte zu gewöhnen. Mal sehen wie es läuft, ich werde euch davon berichten.

bis bald
christoph

Sonntag, 29. Januar 2012

Kalt ist´s draußen!






Hallo zusammen!

Hallo zusammen!



Seit dem letzten Blogeintrag verging kein Tag, an dem ich nicht in den
Bergen unterwegs war. Sei es nun mit den Tourenskieren, Freeskiern, Alpinskiern
oder zum Eisklettern. Obwohl der Winter im Süden Österreichs sicherlich
nicht als Jahrhundertwinter eingehen wird, ging es trotzdem einigermaßen
gut. Etwas Gutes hat die dürftige Schneelage ja, wir haben keine
Lawinengefahr. Mehrmals zog es mich nach Kransjka Gora in die Julischen Alpen.
Triglav, Jalovec, Mangart und Kanavec, sowie viele lange und einsame Touren in
den Karawanken und Steiner Alpen mit meinem Gefährten Peter standen am
Programm.

Eine Woche war ich auch beim Alpinkurs für den Kärntner Landesskilehrer
in Heiligenblut. Geschlafen haben wir direkt an der Glockner
Hochalpenstraße im Wallackhaus, auf der ich im Sommer bei der Österreich Rundfahrt mit
knapp 90 km/h die Straße runter rase,nur sind wir diesmal im Tiefschnee
auf Freeskieren herunter gebraust. Es war wirklich eine super interessante
und lustige Woche und zum Schluss bekamen wir auch noch den geliebten
Powder von der Schneefee. Danach fuhr ich noch 2 Tage in die Lienzer Dolomiten,
doch leider ist die Schneelage dort auch nicht gerade rosig. Durch die> enormen Windverwehungen war auf der einen Seite fast kein Schnee und auf der
anderen 3 Meter. Trotzdem waren es 2 schöne Tage und 2 super Touren in
Lienz.


Am 1. März geht die neue Saison mit den Giro del Friuli los. Davor werde
ich noch ein paar Tage ins Warme fahren um mich am Rad einzurollen.
Körperlich fühle ich mich extrem fit. Kein Wunder - wurde doch die 60.000
Höhenmeter Marke schon im Jänner geknackt. Für mich ist das Schitourengehen bzw.
Bergsteigen die optimale Vorbereitung auf eine lange Rad-Saison und
außerdem eine super Abwechslung für den Körper, der ja das ganze Jahr sonst
nur das Fahrrad kennt.

Da es bei uns in den letzten Tagen extrem kalt war, steht fast jeden
Abend noch ein Eishockeyderby mit meinen Freunden an.

Hoffentlich hält der Winter noch ein bisschen an.

liebe grüße und berg heil
christoph

Montag, 2. Januar 2012

Den Schnee gesucht und gefunden!

mrzla gora gipfelgrat



Kleiner Pleißingkeil (Tauern)
Pulverabfahrt in den Steiner Alpen



Gipfelkreuz Mrzla Gora

Hallo zusammen!

Während die meisten meiner Teamkollegen sich am Rad in wärmeren
Gefilden aufhalten, bevorzuge ich den Winter in Österreich um mich wie jedes Jahr
auf Skiern und anderen Trainingsgeräten (Klettern usw.) auf die neue Saison
vorzubereiten. Ich brauche einfach den Ausgleich zum Radfahren, und beim
Skitouren gehen oder Klettern bekomme ich den Kopf frei. Außerdem sind 5 Stunden
auf den Skiern für mich mehr wert als 3 Stunden auf dem Rad in der
Kälte.

Deshalb steht jeden Tag mal mehr -, mal weniger anspruchsvoll, eine
Skitour am Programm.
Mit Peter, einen Skitourenmeister bin ich auf der Suche nach Schnee in den
Steiner Alpen in Slowenien fündig geworden. Die Touren in diesem Gebiet
sind kein Kindergeburtstag und Steigeisen und Pickel gehören zur
Grundausstattung, wenn man sich in diesem Gebiet auf Skiern bewegt. Der Winteranstieg auf die Mzla Gora am Silvestertag war die atemberaubendste und vielleicht schwerste Skitour die ich jemals gemacht, den die ganze Ski bzw. Klettertour war zum Spuren. Dafür ist man in
dieser abgeschiedenen Gegend den ganzen Tag ungestört und hat
unbeschreibliche Panoramen und ungespurte Abfahrten.

Was man auch in dieser Gegend sehr gut betreiben kann, ist einfach mit
Eisgeräten und Steigeisen bewaffnet irgendwelche Rinnen und vereiste Fälle
raufzuklettern.

Ein anderes Mal war ich in den Tauern unterwegs, denn auch dort konnten wir
ebenfalls auf Schnee treffen. Start war bei der Tauerntunnel Raststation
und dann ging es 6 Stunden lang auf irgendwelche Berge rauf und runter (Kleiner Pleißingkeil, Taferlnock). Es
war ein schöner Tag. Allerdings ist man hier im Gegensatz zu den
ausgesetzten und schweren Steiner Alpen oder Julischen Alpen nicht alleine unterwegs,
sondern ganze Völkerwanderungen finden auf diesen Skitourenbergen statt.
Silvester verbrachte ich wie üblich auf der Koralpe mit Freundin und
Freunden. Mit Skiern hinauf zur Schützhütte und dann um 4 Uhr früh wieder
runter.
Ich hoffe, dass in den nächsten Tag der Schneefall auch Kärnten endlich
mit Schnee eindeckt, der in Tirol schon da ist. In den nächsten Tagen
werde ich noch ein paar Mal in den Steiner Alpen unterwegs sein. Bevor es dann
am Wochenende mit Freundin und Familie noch in mein geliebtes Ramsau am
Dachstein geht. Die Edelgrießabfahrt soll ja schon von einigen Freeridern in
Betrieb genommen worden sein. Freu mich schon auch endlich mal die neuen
Skier einzuweihen.

Bis bald
Christoph

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Endlich ein bisschen Schnee!




Hallo zusammen!

Die letzten Tage und Wochen verbrachte ich mehr Zeit beim Studieren von Wetterkarten als sonst wo! Wann kommt endlich der Schnee?
Während meines Landesskilehrerkurses am Mölltaler fuhr ich auch einen Tag zur Teampräsentation meines neues Teams nach Tyrol. Es war wirklich ein sehr gelungener Abend, und das ganze Umfeld ist extrem professionel. Wir wurden fesch eingekleidet von der Firma Kappa, und der Rennplan für die neue Saison lässt auch nicht zu wünschen übrig. Ich freue mich schon darauf für das neue Team in die Pedale zu treten. Bis dahin ist aber noch ein wenig Zeit, und da ich im Winter aufs Rad verzichte, halte ich mich mit dem Hinauflaufen auf irgendwelche grünen Berge fit. Aber dass es im Dezember noch immer keinen Schnee gibt, geht mir schön langsam auf die Nerven. Vor allem das Heruntergehen ist nicht meins, da es nicht besonders förderlich für die Knie ist. . Am Samstag holte ich dann erstmals die Tourenskier heraus und es ging schon erstaunlich gut. Zum Trainieren ist die Koralpe OK, wenn es auch kein anspruchvolles Tourengebiet ist. Deswegen gingen mein Skitourenpartner für besondere Touren Peter und ich gestern mal in die Steiner Alpen, genauer in die Vellacher Kotschna. Obwohl wir am Anfang die Skier ein wenig tragen mussten, bekamen wir nach 3,5 Stunden spuren im tiefen Schnee eine super Pulverabfahrt serviert. Ich hoffe aber trotzdem, dass noch ein wenig Schnee in den nächsten Tagen dazu kommt, denn ab und zu kommt es doch zu einem gewissen Feindkontakt auf meinen Skiern.

Ich wünsche euch frohe Weihnachtstage und ein braves Christkind
bis bald
christoph