Montag, 29. August 2011

Bei 500 Meter gab es Explosion in meinen Beinen


Hallo zusammen!

Ich habe mir für das knapp 190 km lange Zagreb-Laibach viel vorgenommen. Von Beginn an jagte eine Attacke die andere und es wurde ein enorm hohes Tempo angeschlagen. Durch einen mäßigen Rückenwind blieb das ganze Feld kompakt und trotz einiger Attacken bei der einzigen Bergwertung lief danach alles wieder zusammen. Nach 60 Kilometer ging dann die Gruppe des Tages mit Ribi. Ich dachte nicht, dass sie es bis nach Laibach schafft, aber sie kamen mit knapp einer halben Minute Vorsprung auf die Burg in Laibach. Ich fühlte mich den ganzen Tag über nicht schlecht und hatte eigentlich gute Beine. Aber in der hektischen und schnellen Anfahrt zum Schlussanstieg wurde ich mehrmals im Feld "verschüttet" und kam zu weit hinten in den 1 km langen Berg hinein. Bis 500 Meter vor dem Ziel konnte ich einige Lücken schließen und Positionen gut machen, aber dann explodierten mir die Beine und ich rettete mich auf Position 33 ins Ziel. Keine Punkte, Schei….e! Aber was soll man machen, es war einfach nicht mein Tag. Am Sonntag folgt das letzte Straßenrennen der Saison in Schwaz Tirol, gleichzeitig die vorletzte Station im Tschibo Cup, wo ich immer noch an 4. Position liege. Die relativ leichte Strecke kommt mir sicher nicht entgegen aber in der Vergangenheit bin ich schon mehrmals unter die Top Ten gesprintet.

bis bald
christoph

Dienstag, 23. August 2011

Bei der Burgenland Rundfahrt ist auf meine Beine stets Verlass


Hallo zusammen

Wie üblich zur Burgenland Rundfahrt zeigte das Thermometer über 30 Grad an und die Sonne knallte auf die Straßen rund um Oberwart. Einen meiner schönsten, wenn nicht der schönste Moment meiner Karriere habe ich an jenem Ort gefeiert. Der Sieg 2009 wird für mich immer unvergessen bleiben. Dieses Kunststück zu wiederholen, wäre natürlich ein Traum, doch die wenigen Rennen und die Ungewissheit über meine Form ließen mich vor dem Start zweifeln. Zuerst eine große Runde über den berüchtigten 8 km langen Geschriebenstein und 5 km langen Bernstein, dann 4 Schlussrunden auf dem schweren Kurs in Oberwart.

Das Rennen begann schnell und hektisch. Viele Attacken und immer wieder waren kleinere Gruppen unterwegs die sich ein wenig absetzten konnten. Nach knapp 50 km konnte sich dann eine Gruppe mit meinem Teamkollegen Riebenbauer absetzen. Dies war auch der Grund warum wir den Geschriebensteiner Berg nur hoch krochen und fast 6 Minuten Rückstand auf der Bergwertung hatten. Erst am Bernstein wurde das Tempo wieder angezogen und das Hauptfeld ein bisschen dezimiert. Ich fühlte mich von Kilometer zu Kilometer immer besser. Die Hitze machte mir gegenüber anderen Fahrern nichts aus. Im Gegenteil, ich fühlte mich richtig wohl in so einem Backofen. Auf den Schlussrunden wurde es dann wie immer hektisch. Ich versuchte mich immer ganz vorne aufzuhalten und jede Attacke meiner schärfsten Kontrahenten mitzugehen. Die alte Spritzigkeit und das Renngefühl kamen wieder hervor. Eingangs der letzten Runde holten wir die letzten Fahrer der Spitzengruppe ein und das Rennen begann von neuem. Auf dem vorletzen Berg wurde von den Slowenen richtig Tempo gebolzt, ich konnte aber ohne größere Probleme mitfahren. Einige Fahrer schließen dann noch zu uns auf und so waren wir 25 Fahrer die in Oberwart zum Finalen Sprint ansetzten. Von meinem Team war noch mein Zimmerkollege und Namensvetter Jan Sokol mit von der Partie. Er fuhr einen ausgezeichneten Sprint und belegte den 4. Platz. Ich war leider ein bisschen eingeklemmt und kam so nur auf den undankbaren 13. Platz. Meine guten Beine, mein Gefühl am Rad und meine Lust schwere Radrennen zu fahren sind aber wieder zurück und diesen Sonntag geht es dann nach knapp 200 Kilometer von Zagreb nach Laibach. Das Finale ist nicht flach, sondern geht bergauf und das wird mir hoffentlich entgegenkommen.

Montag, 1. August 2011

Es geht wieder los!


Hallo zusammen!
Nach 1 Monat Rennpause ging es für mich am Mittwoch beim Innenstadtkriterium in Wels wieder zurück ins Renngeschehen. Meine Sitzprobleme habe ich wieder in den Griff bekommen und daher konnte ich die letzten Wochen u.a. am Garda See perfekt trainieren. Trotz der langen Rennpause und der fehlenden Rennkilometer ging es mir am Mittwochabend erstaunlich gut. Das Rennen war nicht leicht und extrem schnell, doch meine Beine fühlten sich spritzig und gut an. Auch bei der After Race Party fühlte ich mich wohl und konnte lange durchhalten :). Nach dem wir am Donnerstag auf ruhig machten und ein Fotoshooting zu absolvieren hatten, ging es am Freitag weiter zum 1. der 3 Rennen in Purgstall. Ich wollte die Rennen in Purgstall vor allem dafür nützten, Rennkilometer zu sammeln um für die wichtigen Cup-Rennen im August gerüstet zu sein. Freitag fand das schnelle Kriterium statt, wo ich mich in den Dienst der Mannschaft stellte und Jan 2. wurde. Am Samstag ein nicht leichtes Strassenrennen, wo ich aber katastrophale Beine hatte und auch die Spaghetti dich ich zu Mittag aß kamen mir am ersten Anstieg wieder hoch. Ich fuhr im abgeschlagenen Hauptfeld als das Rennen abgebrochen wurde, da bei den Junioren ein schwerer Massensturz passierte. Als wir an den gestürzten Fahrern vorbei fuhren sah es wie am Schlachtfeld aus. Ich wünsche den jungen Rennfahrern alles Gute und das sie bald wieder fit sind. Man muss sagen, dass die Straßenabsicherung bei diesem Rennen zu wünschen übrig ließ. Genauso wie die mickrigen 250 Euro Siegesprämie. In der 2. Fußballklasse verdient ein Spieler der auf der Bank sitzt mehr und der muss seine Prämie nicht mit der Mannschaft teilen und 150 Kilometer abspulen. Paradoxe Sportwelt!
Sonntag dann nochmals ein Straßenrennen. Wieder verpasste ich die Gruppe und fuhr dann nach knapp 100 Kilometer Richtung Dusche. Alles in allem ein beschissenes Wochenende für alle Beteiligten, aber wenigstens konnte ich ein paar Rennkilometer sammeln. Nächste Woche geht es in Braunau mit 2 Rennen weiter, bevor ich mich dann 2 Wochen lang auf das vielleicht letzte Saisonhighlight vorbereite, die Burgenland Rundfahrt.

bis bald
christoph

Montag, 11. Juli 2011

Wer braucht die Ö-Tour? :)





Hallo zusammen!

Montag nach der Wien-Etappe. Normalerweise hätte ich heute mit der Regeneration von der Österreich Rundfahrt begonnen, aber so ändern sich die Zeiten. So traurig und enttäuscht ich auch war, man muss immer das Beste daraus machen. Im Nachhinein betrachtet hätte ich die Österreich Rundfahrt auch bei einer Qualifikation nicht bestreiten können. Ein Furunkel am Hinterteil bescherrte mir unangenehme Sitzprobleme. Ich konnte knapp 8 Tage nicht am Rad sitzen, somit war auch eine Teinahme bei der Rumänien Rundfahrt nicht möglich. Die Österreich Rundfahrt im Fernsehen zu verfolgen, würde mir auch Schmerzen besorgen. Somit fuhr ich mit meiner Freundin in die Dolomiten und genoss ein paar wunderschöne Tage mit ihr in Cortina. Ein bisschen Klettern, Wandern, Campen, Bier und Pizza und meine Gedanken waren nicht mehr bei der Ö-Tour. Ich bekam nicht viel mit, was diese Woche bei der Tour geschah. Einzig der 3. Platz meines Freundes Stefan Denifl, freute mich am Radsport diese Woche.
Die Sitzprobleme sind zwar noch immer vorhanden, trotzdem habe ich letztes Wochenende wieder mit dem Radtraining begonnen. Es lief gar nicht so schlecht.
Ziele für die kurze 2. Saisonhälfte sind rar, da wenig Renneinsätze warten. So um die 10-15 werden es zwar noch werden, aber bis auf die Burgenland Rundfahrt sind es flachere und leichtere Eintagesrennen und Rundfahrten am Programm.
Ich werde diese Woche noch in den heimischen Gefilden trainieren, bevor ich dann schon traditionell wie jedes Jahr Mitte Juli an den Garda See reisen werde um dort Pässe um den Tremalzo wieder zu erkunden.

Freitag, 1. Juli 2011

Als Sportler bist du immer das schwächste Glied in der Kette!


Hallo zusammen!



Ich melde mich mit ein bisschen Verspätung, da ich in den letzten Tagen einfach nicht die Lust hatte irgend etwas über DEN Radsport zu schreiben. Der 7. Platz bei der ÖM in Eisenstadt klingt nicht so schlecht, aber schlussendlich zählt bei einer Meisterschaft nur der 1. Platz. Die ersten 2 Runden fühlte ich mich nicht gerade berauschend, trotzdem konnte ich ohne Probleme mit der 22 Mann starken Favoritengruppe mitfahren. Danach begannen die zahlreichen Angriffe. Auch ich versuchte mein Glück, aber mein Teamkollege Rici Zoidl konnte sich mit 2 anderern Fahrern auf einer Flachpassage absetzen. Eingangs der letzten Runde konnte ich mich wiederum mit 5 anderen starken Fahrern aus der Favoritengruppe absetzen. Wir fuhren Vollgas, aber auch die Spitze tat dies. Eingangs des letzten schweren Anstieges hatten wir 50 Sekunden Rückstand. Ich attackierte mit Hans Jörg Leopold im Anstieg, wir konnten uns aber nur mehr auf 30 Sekunden an die Spitze heran kämpfen. Da unsere Weggefährten auf Grund des hohen Tempos reisen lassen mussten, waren wir plötzlich nur mehr zu zweit. Wir versuchten zwar noch mal alles um ganz nach vorne zu kommen, schlussendlich reichte es aber nicht. Rici Zoidl wurde hervorragender 2. und Jan Sokoll 15. Somit zeigten wir wieder unsere mannschaftliche Stärke.



Enttäuschender als das Rennen, war das Kasperltheater bzgl. unserer Ö-Tour Teilnahme nach dem Rennen. Ich habe vieles erlebt in meiner Karriere erlebt, gesehen und mitgemacht, aber was der ÖRV in den letzten Wochen veranstaltete, geht auf keine Kuhhaut rauf.



Ein einziger 30. Platz bei irgendeinen Tschibo Cup Rennen und wir wären bei der Ö-Tour dabei.

Wir wurden 5. im Quali Rennen, aber wir sind von der sportlichen Stärke der Fahrer und der Mannschaft sicherlich gleichwertig, wenn nicht besser als die 4 qualifizierten Teams. Nach den UCI Richtlinien ist es egal ob 4 oder 15 Continental Teams dabei wären. Wir erfüllten alle Auflagen und Bedingungen die uns der ÖRV für eine Teilnahme bei der Ö-Tour gestellt hatte. Wir hätten alles selbst bezahlt (20.000 €) um dabei zu sein und uns dort zu präsentieren. Die Entscheidung wurde von einem Gremium zum anderem Gremium geschoben und wir wurden jeden Tag weiter vertröstet. Am Sonntag während dem Rennen war dann wieder irgendeine Sitzung mit allen Landespräsidenten. Was haben die Landespräsidenten zu entscheiden, ob wir bei der Ö-Tour dabei sind oder nicht? Ergebnis: Außer dem Kärntner, Steirer und OÖ Präs. waren alle gegen uns! Das muss man sich mal vorstellen, wir haben 85 Starter bei der Staatsmeisterschaft Elite!! 85!! Und vielleicht nur eine Handvoll österreichischer Fahrer die sich bei einer Ö-Tour vorne zeigen können und da kommt ein Team wie wir und würde sich alles selber bezahlen. Mit 8 Österreichern, wovon, Rici, Jan und ich in Top Form sind und dann werden wir einfach abgeschoben von ein paar Funktionären die sich wichtig machen wollen! Alle anderen Teams, Medien und Fans verstehen die Entscheidung des ÖRV nicht! Der ÖRV kommt dann und will ein Nationalteam machen, mit 5 Fahrern von uns und 3 von den Tirolern, mit der Auflage alles selber zu bezahlen, und mit dem Nationalteamtrikot. Unglaublich! Was glauben die denn? Das wir 8 Tage mit KTM Trikots herumfahren und Simplon unser eigentlicher Sponsor uns die Ö-Tour zahlt oder was!

Nach diesen turbulenten Tagen fehlt mir einfach der Glaube und die Hoffnung, das der Österreichische Radsportverband an eine Aufwärtsentwicklung interessiert ist. Da trainiert man den ganzen Winter um beim Saisonhöhepunkt in Top-Form zu sein und dann bekommt man kurz vor der Saisonhöhepunkt , von möchte gern Radsportgönnern die Rechnung präsentiert!



Nun brauche ich ein bisschen Abstand vom Rennrad. Das fehlt mir auch nicht schwer, da ich am Mittwoch nach einem langen Renntraining mit HJ. Leopold extreme Sitzprobleme hervorgerufen durch eine Hämordial Thrombose bekommen habe. So werde ich die nächsten Tage eher ruhig angehen und mit meiner Freundin in die Dolomiten auf Urlaub fahren. Ein bisschen Klettern und Wandern werden am Programm stehen und die Österreich Rundfahrt im Fernsehen sicherlich nicht verfolgen.

bis bald
christoph

Donnerstag, 23. Juni 2011

Tolle Performance, aber ohne Fortune bei der OÖ Tour

Hallo zusammen!

Leider hat der Editor in meinem Blog die letzten Tage nicht funktioniert, so konnte ich keine neue Einträge schrieben.
Also zurück zur OÖ Tour. 2. Etappe, 190 km rauf runter durch Oberösterreich. Nachdem ständig attackiert wurde, konnten wir nicht in jeder Gruppe vertreten sein. So auch in jener 10 Mann Gruppe die sich schließlich absetzen konnte. Auf den flachen, winkeligen Schlussrunden machten wir aber ernst und meine Teamkollegen fuhren alleine die 3:30 min Rückstand trotz strömenden Regens wieder zu. Sprinter Riebenbauer holte trotz Nachführarbeit und platten Reifen den undankbaren 4. Platz.
Am dritten und letzten Tag waren dann ich und Rici Zoidl an der Reihe die Kohlen für unser Team aus den Feuer zu holen. Bereits vor den schweren Schlussrunden teilte sich das Feld am Mondseeberg.
Ich fühlte mich wirklich super, hatte schon lange nicht mehr so gute Beine wie an diesem Sonntag. Nach der 1. Schlussrunde über den Kronberg waren wir noch ca. 30 Mann und ich versuchte mein Glück in der Flucht, schließlich lag ich nur knapp 20 Sekunden hinter dem Gelben Trikot. Ich konnte mich mit 6 weiteren Fahrern absetzen und am Kronberg verschärfte ich das Tempo, sodass nur mehr ein Tscheche bei mir war. Leider war der Tscheche vom Team des Führenden und leistete keine Führungsarbeit. Ich fühlte mich aber gut und fuhr rund 2 Runden von vorne runter. Als Eingangs der letzten Runde Rici Zoidl alleine zu mir und den Tschechen aufschließen konnte und noch immer eine beträchtliche Lücke zur Verfolgergruppe bestand, dachte ich schon dass heute ein denkwürdiger Tag für unser Team werden könnte. Aber leider attackierte Eibegger hinten in der Gruppe und so kam es wieder zum Zusammenschluss. Schlussendlich fehlte nicht viel an einem großen Coup. Wie so oft in diesem Jahr fuhren wir ein super Rennen, schlussendlich kam dabei aber nicht so viel heraus, wie wir es verdient hätten. Rici verlor um 1 Sekunde das beste Österreichertrikot und ich wurde mit knapp 40 Sekunden Rückstand 14. in der Gesamtwertung.

Meine Form ist wirklich super, aber das Quäntchen Glück fehlt. Ich hoffe, dass es am Wochenende bei den Meisterschaften dazu kommt. So wie wir uns bei dieser Rundfahrt präsentiert haben, wäre es wirklich schade wenn wir nicht bei der Ö-Tour dabei sein könnten. Natürlich haben wir die Quali als 5. verpasst, aber da ging es um einen lächerlichen 30. Platz bei irgendeinen Tschibo Cup Rennen, der zwischen sein und nichtsein entschieden hat.
Wir hätten es uns verdient, uns bei der Ö-Tour zu präsentieren. Ich hoffe, die Verantworlichen haben ein  Einsehen, dass sie mit einer Nichtnominierung unserer Mannschaft der Zukunft des oberösterreichischen Radsports keinen Gefallen tun würden. Und jeder Funktionär, Journalist oder Fans hat am vergangenen Wochenende gesehen, wieviel Stärke in dieser Mannschaft steckt.

liebe grüße aus dem burgenland
christoph

Montag, 20. Juni 2011

Freitag, 17. Juni 2011

1. Etappe OÖ Rundfahrt - Was für ein schneller Spass!

Hallo zusammen!

Letztes Wochenende in Judendorf war sehr hart. Das Rennen war aufgrund der starken ausländischen Beteiligung, vor allem der Slowenen eines der härtesten die ich je in Österreich gefahren bin. Von den 25 Fahrern die am Ende den Sieg unter sich ausmachten, waren wir nur 5 Österreicher. Schlussendlich wurde ich 14. Obwohl dieses Rennen mein absolutes Lieblingsrennen ist, und ich schon mal auf dem Podium war, war der Sieg oder das Podium dieses Jahr weit weit weg, aufgrund der slowenischen Übermacht. Viel bitterer ist aber, dass wir als Mannschaft nicht so überragend abgeschnitten haben. Somit sind wir derzeit nur Fünfter in Ö-Tour Quali. Die ganze Woche nutzte ich zum regeneriern. Heute war nun der Start zur 1. Etappe hier in bei der Voest Alpine in Linz. Knapp 1800 Höhenmeter verteilt auf 135 km und 43er Schnitt. Es war zu erwarten, dass von Anfang die Post abging. Vorentscheidend war ein 6 km langer Berg nach 50 Kilometer. Ich tat mich elendig schwer, und konnte das Tempo der Spitze nicht halten. Doch ich wusste, dass meine Beine nach so einer Belastung besser würden. Und so startete ich an einem Gegenanstieg mit einen Tschechen eine Attacke und konnte die Minute Rückstand vom Hauptfeld auf die große Favoriten schließen. Danach begann eine lange Attackerei. Schlussendlich konnten sich die 5 Fahrere die sich schon nach 30 Kilometer abgesetzt haben, ins Ziel retten. Ich und die meisten anderen Favoriten hatten 25 Sekunden Rückstand. Im Sprint wurde ich 14. Mein Teamkollege Ricci Zoidl fuhr kurz vor dem Ziel unserer Gruppe davon und wurde hervorragender 6. Wir traten heute extrem stark als Mannschaft auf und so kann es weiter gehen. Ich hoffe, dass morgen bei der knapp 200 Kilometer langen Etappe meine Beine ein bisschen früher aufgehen und ich nicht erst mit einer Harakiri Aktion wieder nach vorne starten muss. Hoffentlich haltet das Wetter.

bis bald aus Linz
christoph

Dienstag, 7. Juni 2011

4h Quälerei fürn Hugo!

Hallo zusammen!

Die vergangene Woche hieß es volle Konzentration auf das "Brutalo Rennen" in St. Peter am Wallersberg. Wie die meisten anderen ließen auch wir das Bergrennen in Diex am Vortag aus, um jedes Korn zu sparen für die 13 Runden auf den Wallersberg. Jedes Korn sparen für die letzten Runden, das war auch meine Devise vom Start an. Die hielt genau 1,5 Runden, dann hatte ich zu denkbar ungünstigem Zeitpunkt Speichenriss und musste das Hinterrad tauschen. Da das Feld schon in so viele kleine Gruppen zerfallen war, musste ich mich von Gruppe zu Gruppe wieder nach vorne durchtanken. Das kostete leider ein paar wertvolle Körner. Es dauerte ein paar Runden bis ich mich wieder erholte und meinen Rhythmus fand. Unser Team fuhr meiner Meinung nach kein schlechtes Rennen und war in jeder Gruppe und bei jeder wichtigen Rennsituation vertreten. Gegen die slowenische Übermacht kann man sowieso nur wenig auszurichten. Und wir, die wenigen österreichischen Fahrer, die Chancen hätten vorne zu landen, sind bei den Tschibo Cup Rennen mehr damit beschäftigt uns gegenseitig zu attackieren um auf die Ö-Tour Qualifikation zu schauen. Von mir aus gesehen ist das absoluter Schwachsinn -diese Quali, es gibt bei jedem Rennen ein Rennen im Rennen (Verstanden?) . Und während sich dieösterreichische Teams beäugen, fahren die slowenischen  alles in Grund und Boden.

Zurück zum Rennen. Nachdem mein Vorderrad in einen kleinen Sturz verwickelt war, musste ich nochmals stehen bleiben um das Rad wieder Grade zu richten. Immer wieder musste ich einige Löcher schließen, und genau jene Körner gingen mir zum Schluss ab. Vorne waren 4 Slowenen auf und davon, aber hinten ging es 3 Runden vor Schluss nochmals richtig zur Sache. Mit mir fuhren die üblichen 7 Österreicher am Berg mit einer Handvoll Slowenen und Ausländer davon. Ich war leider nur mehr alleine von meinem Team vertreten. Ich konnte das Tempo problemlos halten, doch schön langsam spürte ich, dass der ganze schwere Kurs Spuren bei mir hinterlassen hat. Als der Schlusssprint an der 500 Metermarke eröffnet wurde, konnte ich nicht mehr zusetzen und bekam noch Krämpfe dazu. Schlussendlich fuhr ich als 19. und Vorletzter der Verfolgergruppe ins Ziel. Nichts Aufregendes, aber angesichts wie der Tag angefangen hatte noch erfreulich. 170 Starter, 40 Schnitt, 150 Kilometer, 2600 Höhenmeter knapp 50 Finisher, das sind die Daten des schwersten Eintagesrennens Österreich.

Nächste Woche folgt dann mein absolutes Lieblingsrennen der Saison, das einzige UCI Rennen Österreich, der GP Judendorf. Für mich und mein Team heißt es "Alles oder Nichts" für die Ö-Tour Quali. Der Tschibo Cup ist sekundär, da ich jetzt als 3. der Gesamtwertung zwar nur knapp hinter den 2. bin, aber Bissinger der Führende hat schon über 150 Punkte Vorsprung auf mich.
bis bald
christoph

Dienstag, 31. Mai 2011

Wenns net laft, lafts net!

Hallo zusammen!



Wie schon letzte Woche in Vorarlberg, hatte ich auch gestern beim 180 km langen Radklassiker Wien-Laßnitzhöhe im Finale nicht das nötige Glück. 10 Kilometer vor dem Ziel war ich in einen Massensturz verwickelt und verletzte mich am Handgelenk und hatte Abschürfungen am Knie. Ich versuchte so schnell wie möglich wieder auf das Rad zu steigen, doch bis ich mein Rad aus dem ganzen Kuddel-Muddel wieder herausbekam verging wertvolle Zeit und vorne fuhr die Gruppe mit Vollgas Richtung Ziel entgegen. Bis zum diesem Zeitpunkt lief es für mich perfekt. Ich hatte super Beine, musste nicht einmal ans Limit gehen und sparte jedes Korn Kraft für den finalen Kilometer bergauf. Ich war mir sicher ganz vorne zu landen. Doch die Verfolgungsjagd nach dem Sturz kostete mir sehr viel Kraft. Mit viel Glück und Vollgas kam ich 4 Kilometer vor dem Ziel nochmals an die Gruppe heran, war aber im wahrsten Sinne des Wortes "voll geschossen". Ich versuchte noch zu retten, was zu retten war und wurde schließlich enttäuschender 20. Ein paar Sekunden in 4,5 Stunden zerstörten alle meine Ambitionen in diesem Rennen. Am Sonntag kommt zum Glück das schwerste Rennen der Saison auf uns zu. Der GP Südkärnten in St. Peter am Wallersberg. 13 mal auf den Wallersberg, da gibt es keine Ausreden und auch keine Idioten die in der letzten Runde einen Massensturz auslösen können. Den zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Masse mehr, sondern nur Einzelstarter! Ich werde beim Bergrennen am Samstag in Diex wahrscheinlich nur die Runden in Völkermarkt fahren um wirklich jedes Korn für das beinharte Ausscheidungsrennen am Sonntag zu sparen. Irgendwann muss das nötige Glück zurückkommen, die Beine sind jedenfalls da.
bis bald
christoph

Montag, 23. Mai 2011

Wichtige Ö-Tour Punkte aus dem Ländle mitgenommen

Hallo zusammen!





Vergangenes Wochenende war ich in Tirol und Vorarlberg im Einsatz. Nur kurz zur ÖM Berg in Tirol am Freitag. Gleich nach dem Start versuchte ich mich abzusetzen, was mir mit 3 anderen Fahrern auch gelang. Ich wollte unbedingt mit ein bisschen Vorsprung an den Berg kommen aber kurz vor Beginn des Anstieges wurden wir wieder eingeholt. Ich merkte sofort, dass ich das Tempo der Spitze nie bis zum Ende mitgehen konnte und so fuhr ich, obwohl es die Steilheit des Berges (bis zu 20%) nicht einfach machte, einen ruhigen Rhythmus um meine Körner für das wichtige Tschibo-Cup Rennen am Sonntag zu sparen. Mein Trainingskollege Hans-Jörg Leopold legte wieder mal eine Wahnsinnsleistung hin und wurde ausgezeichneter 2.



Nun zum Tschibo-Cup Rennen am Sonntag:

Der Kurs war bis auf eine Bergwertung in jeder Runde nicht allzu anspruchsvoll, dachten wir vor dem Start. Das schnelle Tempo (44 Schnitt) und Starkregen sowie einige Stürze machten das Rennen aber doch sehr selektiv. Wir waren von unseren Team ständig an der Spitze vertreten und deckten alle Spitzengruppen ab. In der 40 Mann starken Spitzengruppe die sich in der vorletzten Runde gebildet hatte, waren wir noch mit 7 Mann vertreten. Ich fühlte mich den ganzen Tag über sehr gut. Hatte gute Beine und auch die nötige Spritzigkeit. Die Zielankunft kam mir auch gelegen, da 2 km vor dem Ziel noch ein kleiner Hügel und danach eine ansteigende Zielgerade auf uns wartete. 2 km vor dem Ziel attackierte ich auf dem kleinen Hügel mit 4 anderen Fahrern und wir konnten uns ein wenig absetzen. 700 Meter vor dem Ziel holte uns die Gruppe aber wieder ein und es war sehr schwer wieder in den Sprintzug einzusteigen. Schlussendlich holte ich den 13. Platz. Aber es wäre viel mehr drinnen gewesen, denn ich hatte zum Schluss noch richtig gute Beine. Es wäre vielleicht besser gewesen, nicht die Attacke am letzten Berg zu lancieren, sondern hinten zu warten um mit Schwung in den Massensprint hineinzugehen. Aber wer nichts riskiert der auch nicht gewinnt.

Aber wir waren wieder beste Mannschaft und machten einen Riesenschritt Richtung Ö-Tour. In den nächsten Wochen kommen dann aber meine Rennen. Nächsten Sonntag der Klassiker Wien-Lassnitzhöhe, eines meiner absoluten Lieblingsrennen mit einer kleinen Bergankunft am Schluss. Die Form jedenfalls stimmt

Mittwoch, 11. Mai 2011

Belgische Verhältnisse beim 2. Cup Rennen in Hainburg und das Glück steht noch nicht auf Leberkäse!

Hallo zusammen!

Die Strecke war nicht besonders schwer, aber der Wind, die engen Straßen, Regen, Kälte und die vielen Stürze machten es zu einem einzigartigen Ausscheidungsrennen. Unsere Devise lautete voll auf Angriff. Und das machten wir gleich vom Start den anderen Teams klar. Doch nach 3km war ich schon in den ersten Massensturz verwickelt und brauchte 5 km um wieder den Anschluss an das Feld herzustellen. Nach 20 Kilometer kam es zur rennentscheidenden Situation. Unser Team drückte auf einer Windkante gehörig aufs Tempo und das Feld glich einen Schlachtfeld. Maximal 10er Gruppen waren die Folge. Im entscheideneden Moment war ich, und das war mein Fehler ein Positionen zu weit hinten und konnte ein vor mir aufgehendes Loch nicht mehr schließen. Für unser Team war aber die Ausgangsposition perfekt, befanden sich in der 11 Mann Spitze 5 von uns. Es begann ein 120 Kilometer langes Verfolgungsrennen zwischen der Spitzengruppe und meiner Verfolgergruppe, wo KTM und slowakische Mannschaften fürs Tempo sorgten. In der letzten Runde fielen aus der Spitzengruppe leider uns zwei wichtigsten Männer für den Cup zürück, Riska und Zoidl. Und hinten meiner Gruppe forcierte KTM das Tempo, dass wir noch 20 Mann waren und auf Sichtkontakt mit der Spitzengruppe. Schlussendlich reichte es nicht mehr die Spitzengruppe einzuholen. Ich versuchte noch das Beste im gefährlichen Schlusssprint rauszuholen und wurde schließlich 17. Wir waren an diesem Tag die stärkste Mannschaft auch wenn nur die Plätze 4,5 und 8. blieben. Es war auch mein Fehler nicht in der Spitzengruppe vertreten zu sein und so ließ ich wichtige Punkte für die Quali für die Ö-Tour liegen. Aber mit so einer großartigen Mannschaft können wir nur gewinnen und das Glück wir noch unser sein. Hoffentlich bei den nächsten schweren Rennen, die eher meinen Charakter zu Gute kommen. Die nächsten Tage werde ich mit harten in Training in den Dolomiten  und zu Hause verbringen um mich perfekt in Form zu bringen für die kommenden schweren Wochen .

bis bald
christoph

Donnerstag, 5. Mai 2011

Ein Wochenende zum Vergessen!

Hallo zusammen!

Samstag und Sonntag fanden die "Lavanttaler Radsporttage" also meine Heimrennen am Programm. Am Samstag galt es einen selektiven, winkeligen Rundkurs in St. Paul zu bewältigen. Zum Glück blieb es trocken Ich fühlte mich nicht schlecht, hatte aber überhaupt keine Spritzigkeit und Lockerheit in meinen Beinen. So merkte ich schnell, dass es heute nicht für viel reichen würde. Ich rollte dann im dezimierten Hauptfeld ins Ziel.  Gegen die slowenische Übermacht war sowieso kein Kraut gewachsen und nachdem Rici Zoidl auf Platz 3 fuhr, war der Tag für unser Team doch erfreulich ausgegangen. Die Nacht von Samstag auf Sonntag suchte mich wieder ein gewaltiger Zahnschmerz heim. Es war wie schon am vergangenen Mittwoch der gleiche Zahn. Fast kein Schlaf und der ständige Schmerz im Mund und Kopf machten mich nicht gerade zuversichtlich auf das sonntägige Heimrennen. Trotzdem gab ich mein Bestes und versuchte den Schmerz so gut wie möglich zu verdrängen. Aber ich tat mich im extrem schnell gefahrenen Rennen den ganzen Tag über sehr schwer. Keine Kraft, keine Lockerheit es ging einfach gar nichts. Mit dem Ausgang des Rennens hatte ich nichts zu tun. Gestern lag ich insgesamt 2 Stunden beim Zahnarzt auf dem heißen Stuhl. Der Zahn wurde nochmals geöffnet, geputzt, gespühlt. Nach einer kurzen Unterbrechung wurde wieder geputzt und gespühlt. Vor lauter Schmerzen bin ich, da ich keine Spritze für die Schmerzen wollte, sprichwörtlich fast gestorben. Hoffentlich geht die Entzündung bald zurück damit ich wieder auf meine vollen Kraftreserven zurückgreifen kann.

bis bald
christoph

Freitag, 29. April 2011

Außer Spesen nichts gewesen!

Hallo zusammen!

27. April; was für ein Tag. Zuerst bekam ich in der Nacht höllische Zahnschmerzen. Ich hatte noch nie Zahnschmerzen, aber zum ungünstigsten Zeitpunkt schläft der Teufel nie. Zum Glück arbeitet mein zukünftiger Schwiegervater am Flughafen Wien. Er konnte mir schnell einen Zahnarzttermin beim dortigen Zahnarzt organisieren. Erste Diagnose, entzündeter Zahn. Eine Wurzelbehandlung war die Folge. Während die Spritze zu wirken anfing, lief ich schnell zum Terminal um einzuchecken. Danach zurück zum Zahnarzt und eine 20 minütige Wurzelbehandlung folgte. Kaum vom Stuhl herunter wieder Sprint quer durch die Flughalle mit allen Sicherheitskontrollen und 1 Minute vor Ende des Boardings an Bord einer uralten Fokker mit 10 Passagieren.

In Podgorica angekommen rief mich gleich der Sportliche Leiter an, Rundfahrt abgesagt. Ich dachte ein Scherz, aber als wir am Hotel ankamen, waren 20 Mannschaften vor Ort aber kein Organisationsteam. Danach fuhren wir 11 Stunden direkt mit dem Auto nach Hause. Um 5 Uhr früh lag ich dann endlich im Bett. Die aufgestaute Wut über diese Sch...rundfahrt lies ich dann bei einem 5 stündigen Training raus. Ich werde daher bei meinen zwei Heimrennen an den Start gehen. Hoffentlich haben wir dort mehr Glück! Durch die Absage konnten wir auch keine UCI-Punkte sammeln und rutschten so auf den 4. Platz der Qualifikation für die Österreich Rundfahrt, welcher zwar noch immer die Teilnahme bedeutet, aber komfortabel ist die Situation nicht! So heißt es, in den nächsten Wochen starke Leistungen in den Rennen abzuliefern!

bis bald
christoph

Dienstag, 26. April 2011

Auf den Spuren James Bonds!

Hallo zusammen!

Nach ein paar Tagen hartem Training bei wunderschönen Osterwetter in heimischen Gefilden, befinde ich mich nun auf dem Weg zu einer Rundfahrt in Montenegro. Mal schauen ob es dort unten wirklich so aussieht, wie im James Bond Film Casino Royal! Gestern fuhr ich noch den Osterklassiker in Neumarkt am Wallersee. Trotz des intensiven Trainings der vergangenen Tage, hatte ich wirklich super Beine und richtig Druck am Pedal. Die Strecke war nicht besonders schwer und so war es eine ziemliche Lotterie, die richtige Gruppe zu erwischen. Ich attackierte zwar mehrmals, konnte mich aber nicht lösen. Mein Teamkollege Rici Zoidl war in der entscheidenden Gruppe vertreten und so war es ein ziemlich gemütlicher Arbeitstag. Morgen geht´s dann mit einer Propeller-Maschine nach Montenegro. Das kann ja was werden! :) Ab Donnerstag geht es dann um wichtige UCI Punkte! Ich bin wirklich guter Dinge, dass ich dort unten was reißen kann und werde! Ich werde dann gleich nach dem Rennen, am Samstag, ins Auto steigen und Vollgas Richtung Lavanttaler Radsporttage fahren. Hoffentlich bin ich bis zum Start am Sonntag in Wolfsberg. Ich weiß zwar nicht, wie viele Runden ich durchhalten kann, aber am Start will ich jedenfalls stehen!
bis bald
christoph