Freitag, 25. November 2011

Dem Nebel entflohen


Hallo zusammen!

Seit meiner Ankunft in Österreich erlebe ich das gleiche Wetter: im Tal Nebel, in
den Bergen strahlender Sonnenschein. Deswegen verbrachte ich die meiste Zeit
in den Bergen beim Wandern oder Skifahren, je nach Schneelage. Zurzeit
befinde ich mich am Mölltaler Gletscher und besuche den Landesskilehrerkurs. Es
ist wirklich sehr interessant, aber auch anstrengend das Skifahren sozusagen neu zu
erlernen :). Denn wenn man denkt, man kann ein wenig Skifahren, da irrt man sich gewaltig,
denn beim "Schulefahren" kommt man sich vor wie der erste Mensch. Aber ich
genieße hier jeden Tag und unsere Ausbildner sind auch richtig "Kamote"
Kärntner :). Nach dem Antreten bei der Snowboard-Prüfung am 5. Dezember fahre ich dann wieder runter in den Nebel, aber hoffentlich hat sich bis dahin ein anderes Wetter
eingestellt.
Ich hoffe auch dass ein wenig Schnee fallen wird, denn das würde
dem ganzen Land sehr gut tun. Es ist einfach unglaublich, wie wenig Schnee am
Gletscher derzeit zu finden ist und im Vergleich zum letzten Jahr ist er
auch brutal zurückgegangen.
Da das Skifahren jeden Tag sehr anstrengend ist, genügt es mir im Moment
am Abend ein paar Laufkilometer abzuspulen um in Form zu bleiben. Ab 6.
Dezember werden dann hoffentlich die Tourenski angeschnallt.
Wie vielleicht viele schon wissen, werde ich nächstes Jahr nicht mehr im
grünen Gourmetfeintrikot an den Start stehen, sondern für das rote Tyrol
Trikot. Es war ein schönes Jahr in Wels und ich habe mich sehr wohl
gefühlt, doch es war einfach an der Zeit einen Tapetenwechsel vor zunehmen und
im jungen Tyroler Team sehe ich sehr viel Potenzial, auch bzgl. des Rennkalenders.



bis bald und sonnige Grüße vom Mölltaler Gletscher

christoph

Samstag, 12. November 2011

SONNTAG 13.11. 12:00 UHR CROCODILE TROPHY ZUSAMMENFASSUNG ORF 1



Ausführlicher Bericht über die Ereignisse des verganenen Monats gibt es in Kürze

Freitag, 14. Oktober 2011

Die Links von meinem Blog der Trophy

http://www.eybl.at/C/Crocodile%20Trophy/Crocodile-Trophy.html


Der Blog!!!


http://blog.eybl.at/category/crocodiletrophy/

Montag, 10. Oktober 2011

Die letzten Stunden im kalten Österreich











Hallo zusammen!

Es sind nur noch ein paar Stunden, dann beginnt das Abenteuer Crocodile Trophy 2011.

Um 22:50 Uhr hebt der Flieger in Wien mit meinem langjährigen Freund und diesmal Zeltaufsteller der Crocodile Trophy „Armin“, sowie mit meinem Teamkollegen Josef Benetseder, Richtung Dubai ab.

Über Brisbane landen wir dann am Donnerstag Nachmittag in Cairns. 5 Tage haben wir dann Zeit den Jetlag auszukurieren und die letzten Vorbereitungen zu treffen. Schließlich geht es dann für 10 Tage in das Outback, und da gibt es nicht an jeder Ecke einen Supermarkt.

Die letzten Tage waren für mich ziemlich stressig. Ich versuchte das Wetter so gut wie möglich auszunützen und fuhr täglich auf die Koralpe oder Saualpe. Dazwischen gab es viel Organisatorisches zu erledigen. Nicht nur die Crocodile Trophy, auch meine sportliche und berufliche Zukunft mussten geregelt werden. Was das betrifft, werde ich euch nach der Crocodile Trophy informieren. Auch ein Fotoshooting für unseren Hauptsponsor „Eybl“ stand auf dem Programm. Außerdem wurden wir von Kopf bis Fuß eingekleidet. Auch das komplette Campingzeug wurde uns von Eybl zu Verfügung gestellt. Aber auch ohne die anderen Sponsoren wäre dieses Unternehmen undenkbar. Deshalb nochmals vielen Dank an meine Sponsoren. Ich werde während der Crocodile Trophy auch täglich einen Blog schreiben. Aber nicht auf meiner Website sondern auf der Eybl Seite www.eybl.at. Also wünscht mir Glück, dass ich diesmal nicht wieder in einem Schlammloch versinke, sondern im weißen Sand des Ziels in Cooktown.



bis bald christoph

Montag, 3. Oktober 2011

Die Vorbereitungen für die Croco laufen




Hallo zusammen!

Es sind nur noch ein paar Tage und dann sitze ich im größten Passagierflugzeug der Welt, dem Air-Bus 380 und mache mich wieder auf um ans andere Ende der Welt zu kommen. Deshalb laufen die Vorbereitungen für dieses Abenteuer auf Hochtouren. Zusammen mit meinem langjährigen Teamkollegen und Freund Josef Benetseder werde ich in Australien ein Team bilden. Unterstützt werden wir von Intersport Eybl, die ihr neues Mountainbike und ihre Produkte der Linie Seven Summits unter den extremen Bedingungen der australischen Wüste testen wollen. Das Eybl Bike funktioniert wirklich einwandfrei und es war ein Genuss in den vergangenen Tagen bei wunderschönem Herbstwetter durch die heimischen Berge zu biken. In den nächsten Tagen stehen noch ein paar organisatorische Dinge, sowie ein paar harte Trainings auf dem Bike auf dem Programm und am Wochenende findet noch das letzte Straßenrennen der Saison statt, der Heurigen GP, zugleich die ÖM Kriterium. Durch die vielen harten Trainings auf dem Bike fühle ich mich im Moment wirklich sehr fit, also die Trophy kann kommen.


bis bald

Montag, 19. September 2011

Rauf aufs Bike


Hallo zusammen!

Das schlechte Wetter gab mir wieder die Motivation wieder ein mal ein paar Zeilen zu schreiben. Seit dem letzten Eintrag ist ja ein bisschen was passiert. Beim letzten Tschibo Cup Rennen, die ÖM Zeitfahren in Erpfendorf war ich mit meiner Performance auf der Zeitfahrmaschine ziemlich zufrieden. Bedingt durch mein geringen Gewichtes bin ich ja kein Zeitfahrspezialist, trotzdem erreichte ich mit einem 48er Schnitt den 15. Platz. Ich verlor aber in der Tschibo Top Rad Liga Gesamtwertung 2 Plätze und belegte schließlich den 6. Platz. Somit ist auch die Radsaison 2011 so gut wie Geschichte. Resümierend kann ich sagen, dass ich natürlich nicht übermäßig zufrieden war. Es gab natürlich einige tolle Momente, aber die nicht erreichte Quali für die Ö-Tour geben der Saison einen schlechten Beigeschmack.

Gestern kurbelten meine Beine soviele Kilometer wie schon lange nicht mehr, 230 km! Der Grund: Wir mussten vom Team aus, als Tempomacher beim Eurothermen Radmarathon in Bad Schallerbach an den Start gehen. Es war ein harter Tag, 6 h lang Tempo im Wind zu bolzen um für die Amateure ein abwechslungsreiches Rennen zu gestalten. Aber die ganze Quälerei hatte auch seine positiven Seiten!

Es war ein gutes Training für die Crocodile Trophy 2011! Ja, ich werde mir nochmal das Abenteuer Australien antun! Ich kann es ja nicht auf mir sitzen lassen das härteste und längste MTB-Rennen der Welt nicht zu Ende gefahren zu sein.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und ich kann nur soviel sagen, es wird eine wahnsinnig coole Geschichte! Nähere Infos folgen in Kürze! Ab nun heißt es ab aufs Mountainbike! Hoffentlich wird das Wetter bald wieder besser, damit ich noch ein paar mal auf die Berge biken kann!


bis dahin
lg christoph

Montag, 5. September 2011

Ein schneller Arbeitstag in Tirol


Hallo zusammen!

Gestern fand das letzte Straßenrennen der Saison in Schwaz statt. Auf dem nicht sehr selektiven Kurs wurde traditionell von Anfang an extrem aufs Tempo gedrückt. Mit knapp 50 Sachen rasten wir die ersten 60 Kilometer runter. Nach zahlreichen Attacken konnte sich dann eine 8 Mann starke Spitzengruppe absetzen. Mit dabei Auer und Zoidl von meiner Mannschaft. Trotz des hohen Tempos im Feld rettete die Spitzengruppe noch 25 Sekunden ins Ziel. Ich fühlte mich den ganzen Tag über nicht so schlecht, wobei bei so einem leichten Rennen es für mich kein Problem gibt im Feld mit zurollen. Im hektischen Sprint wurde ich dann noch gesamt 24. und holte ein paar Punkte für die Cup Wertung, wo ich vor dem letzten Rennen noch immer auf dem 4. Rang liege. Nächste Woche findet dann die ÖM im Zeitfahren statt, zugleich das Finale der Tschibo Top Rad Liga. In dieser Woche werde ich noch ein paar Stunden auf meiner Zeitfahrmaschine verbringen um mich wieder an die Zeitfahrmaschine zu gewöhnen.


bis bald
christoph

Montag, 29. August 2011

Bei 500 Meter gab es Explosion in meinen Beinen


Hallo zusammen!

Ich habe mir für das knapp 190 km lange Zagreb-Laibach viel vorgenommen. Von Beginn an jagte eine Attacke die andere und es wurde ein enorm hohes Tempo angeschlagen. Durch einen mäßigen Rückenwind blieb das ganze Feld kompakt und trotz einiger Attacken bei der einzigen Bergwertung lief danach alles wieder zusammen. Nach 60 Kilometer ging dann die Gruppe des Tages mit Ribi. Ich dachte nicht, dass sie es bis nach Laibach schafft, aber sie kamen mit knapp einer halben Minute Vorsprung auf die Burg in Laibach. Ich fühlte mich den ganzen Tag über nicht schlecht und hatte eigentlich gute Beine. Aber in der hektischen und schnellen Anfahrt zum Schlussanstieg wurde ich mehrmals im Feld "verschüttet" und kam zu weit hinten in den 1 km langen Berg hinein. Bis 500 Meter vor dem Ziel konnte ich einige Lücken schließen und Positionen gut machen, aber dann explodierten mir die Beine und ich rettete mich auf Position 33 ins Ziel. Keine Punkte, Schei….e! Aber was soll man machen, es war einfach nicht mein Tag. Am Sonntag folgt das letzte Straßenrennen der Saison in Schwaz Tirol, gleichzeitig die vorletzte Station im Tschibo Cup, wo ich immer noch an 4. Position liege. Die relativ leichte Strecke kommt mir sicher nicht entgegen aber in der Vergangenheit bin ich schon mehrmals unter die Top Ten gesprintet.

bis bald
christoph

Dienstag, 23. August 2011

Bei der Burgenland Rundfahrt ist auf meine Beine stets Verlass


Hallo zusammen

Wie üblich zur Burgenland Rundfahrt zeigte das Thermometer über 30 Grad an und die Sonne knallte auf die Straßen rund um Oberwart. Einen meiner schönsten, wenn nicht der schönste Moment meiner Karriere habe ich an jenem Ort gefeiert. Der Sieg 2009 wird für mich immer unvergessen bleiben. Dieses Kunststück zu wiederholen, wäre natürlich ein Traum, doch die wenigen Rennen und die Ungewissheit über meine Form ließen mich vor dem Start zweifeln. Zuerst eine große Runde über den berüchtigten 8 km langen Geschriebenstein und 5 km langen Bernstein, dann 4 Schlussrunden auf dem schweren Kurs in Oberwart.

Das Rennen begann schnell und hektisch. Viele Attacken und immer wieder waren kleinere Gruppen unterwegs die sich ein wenig absetzten konnten. Nach knapp 50 km konnte sich dann eine Gruppe mit meinem Teamkollegen Riebenbauer absetzen. Dies war auch der Grund warum wir den Geschriebensteiner Berg nur hoch krochen und fast 6 Minuten Rückstand auf der Bergwertung hatten. Erst am Bernstein wurde das Tempo wieder angezogen und das Hauptfeld ein bisschen dezimiert. Ich fühlte mich von Kilometer zu Kilometer immer besser. Die Hitze machte mir gegenüber anderen Fahrern nichts aus. Im Gegenteil, ich fühlte mich richtig wohl in so einem Backofen. Auf den Schlussrunden wurde es dann wie immer hektisch. Ich versuchte mich immer ganz vorne aufzuhalten und jede Attacke meiner schärfsten Kontrahenten mitzugehen. Die alte Spritzigkeit und das Renngefühl kamen wieder hervor. Eingangs der letzten Runde holten wir die letzten Fahrer der Spitzengruppe ein und das Rennen begann von neuem. Auf dem vorletzen Berg wurde von den Slowenen richtig Tempo gebolzt, ich konnte aber ohne größere Probleme mitfahren. Einige Fahrer schließen dann noch zu uns auf und so waren wir 25 Fahrer die in Oberwart zum Finalen Sprint ansetzten. Von meinem Team war noch mein Zimmerkollege und Namensvetter Jan Sokol mit von der Partie. Er fuhr einen ausgezeichneten Sprint und belegte den 4. Platz. Ich war leider ein bisschen eingeklemmt und kam so nur auf den undankbaren 13. Platz. Meine guten Beine, mein Gefühl am Rad und meine Lust schwere Radrennen zu fahren sind aber wieder zurück und diesen Sonntag geht es dann nach knapp 200 Kilometer von Zagreb nach Laibach. Das Finale ist nicht flach, sondern geht bergauf und das wird mir hoffentlich entgegenkommen.

Montag, 1. August 2011

Es geht wieder los!


Hallo zusammen!
Nach 1 Monat Rennpause ging es für mich am Mittwoch beim Innenstadtkriterium in Wels wieder zurück ins Renngeschehen. Meine Sitzprobleme habe ich wieder in den Griff bekommen und daher konnte ich die letzten Wochen u.a. am Garda See perfekt trainieren. Trotz der langen Rennpause und der fehlenden Rennkilometer ging es mir am Mittwochabend erstaunlich gut. Das Rennen war nicht leicht und extrem schnell, doch meine Beine fühlten sich spritzig und gut an. Auch bei der After Race Party fühlte ich mich wohl und konnte lange durchhalten :). Nach dem wir am Donnerstag auf ruhig machten und ein Fotoshooting zu absolvieren hatten, ging es am Freitag weiter zum 1. der 3 Rennen in Purgstall. Ich wollte die Rennen in Purgstall vor allem dafür nützten, Rennkilometer zu sammeln um für die wichtigen Cup-Rennen im August gerüstet zu sein. Freitag fand das schnelle Kriterium statt, wo ich mich in den Dienst der Mannschaft stellte und Jan 2. wurde. Am Samstag ein nicht leichtes Strassenrennen, wo ich aber katastrophale Beine hatte und auch die Spaghetti dich ich zu Mittag aß kamen mir am ersten Anstieg wieder hoch. Ich fuhr im abgeschlagenen Hauptfeld als das Rennen abgebrochen wurde, da bei den Junioren ein schwerer Massensturz passierte. Als wir an den gestürzten Fahrern vorbei fuhren sah es wie am Schlachtfeld aus. Ich wünsche den jungen Rennfahrern alles Gute und das sie bald wieder fit sind. Man muss sagen, dass die Straßenabsicherung bei diesem Rennen zu wünschen übrig ließ. Genauso wie die mickrigen 250 Euro Siegesprämie. In der 2. Fußballklasse verdient ein Spieler der auf der Bank sitzt mehr und der muss seine Prämie nicht mit der Mannschaft teilen und 150 Kilometer abspulen. Paradoxe Sportwelt!
Sonntag dann nochmals ein Straßenrennen. Wieder verpasste ich die Gruppe und fuhr dann nach knapp 100 Kilometer Richtung Dusche. Alles in allem ein beschissenes Wochenende für alle Beteiligten, aber wenigstens konnte ich ein paar Rennkilometer sammeln. Nächste Woche geht es in Braunau mit 2 Rennen weiter, bevor ich mich dann 2 Wochen lang auf das vielleicht letzte Saisonhighlight vorbereite, die Burgenland Rundfahrt.

bis bald
christoph

Montag, 11. Juli 2011

Wer braucht die Ö-Tour? :)





Hallo zusammen!

Montag nach der Wien-Etappe. Normalerweise hätte ich heute mit der Regeneration von der Österreich Rundfahrt begonnen, aber so ändern sich die Zeiten. So traurig und enttäuscht ich auch war, man muss immer das Beste daraus machen. Im Nachhinein betrachtet hätte ich die Österreich Rundfahrt auch bei einer Qualifikation nicht bestreiten können. Ein Furunkel am Hinterteil bescherrte mir unangenehme Sitzprobleme. Ich konnte knapp 8 Tage nicht am Rad sitzen, somit war auch eine Teinahme bei der Rumänien Rundfahrt nicht möglich. Die Österreich Rundfahrt im Fernsehen zu verfolgen, würde mir auch Schmerzen besorgen. Somit fuhr ich mit meiner Freundin in die Dolomiten und genoss ein paar wunderschöne Tage mit ihr in Cortina. Ein bisschen Klettern, Wandern, Campen, Bier und Pizza und meine Gedanken waren nicht mehr bei der Ö-Tour. Ich bekam nicht viel mit, was diese Woche bei der Tour geschah. Einzig der 3. Platz meines Freundes Stefan Denifl, freute mich am Radsport diese Woche.
Die Sitzprobleme sind zwar noch immer vorhanden, trotzdem habe ich letztes Wochenende wieder mit dem Radtraining begonnen. Es lief gar nicht so schlecht.
Ziele für die kurze 2. Saisonhälfte sind rar, da wenig Renneinsätze warten. So um die 10-15 werden es zwar noch werden, aber bis auf die Burgenland Rundfahrt sind es flachere und leichtere Eintagesrennen und Rundfahrten am Programm.
Ich werde diese Woche noch in den heimischen Gefilden trainieren, bevor ich dann schon traditionell wie jedes Jahr Mitte Juli an den Garda See reisen werde um dort Pässe um den Tremalzo wieder zu erkunden.

Freitag, 1. Juli 2011

Als Sportler bist du immer das schwächste Glied in der Kette!


Hallo zusammen!



Ich melde mich mit ein bisschen Verspätung, da ich in den letzten Tagen einfach nicht die Lust hatte irgend etwas über DEN Radsport zu schreiben. Der 7. Platz bei der ÖM in Eisenstadt klingt nicht so schlecht, aber schlussendlich zählt bei einer Meisterschaft nur der 1. Platz. Die ersten 2 Runden fühlte ich mich nicht gerade berauschend, trotzdem konnte ich ohne Probleme mit der 22 Mann starken Favoritengruppe mitfahren. Danach begannen die zahlreichen Angriffe. Auch ich versuchte mein Glück, aber mein Teamkollege Rici Zoidl konnte sich mit 2 anderern Fahrern auf einer Flachpassage absetzen. Eingangs der letzten Runde konnte ich mich wiederum mit 5 anderen starken Fahrern aus der Favoritengruppe absetzen. Wir fuhren Vollgas, aber auch die Spitze tat dies. Eingangs des letzten schweren Anstieges hatten wir 50 Sekunden Rückstand. Ich attackierte mit Hans Jörg Leopold im Anstieg, wir konnten uns aber nur mehr auf 30 Sekunden an die Spitze heran kämpfen. Da unsere Weggefährten auf Grund des hohen Tempos reisen lassen mussten, waren wir plötzlich nur mehr zu zweit. Wir versuchten zwar noch mal alles um ganz nach vorne zu kommen, schlussendlich reichte es aber nicht. Rici Zoidl wurde hervorragender 2. und Jan Sokoll 15. Somit zeigten wir wieder unsere mannschaftliche Stärke.



Enttäuschender als das Rennen, war das Kasperltheater bzgl. unserer Ö-Tour Teilnahme nach dem Rennen. Ich habe vieles erlebt in meiner Karriere erlebt, gesehen und mitgemacht, aber was der ÖRV in den letzten Wochen veranstaltete, geht auf keine Kuhhaut rauf.



Ein einziger 30. Platz bei irgendeinen Tschibo Cup Rennen und wir wären bei der Ö-Tour dabei.

Wir wurden 5. im Quali Rennen, aber wir sind von der sportlichen Stärke der Fahrer und der Mannschaft sicherlich gleichwertig, wenn nicht besser als die 4 qualifizierten Teams. Nach den UCI Richtlinien ist es egal ob 4 oder 15 Continental Teams dabei wären. Wir erfüllten alle Auflagen und Bedingungen die uns der ÖRV für eine Teilnahme bei der Ö-Tour gestellt hatte. Wir hätten alles selbst bezahlt (20.000 €) um dabei zu sein und uns dort zu präsentieren. Die Entscheidung wurde von einem Gremium zum anderem Gremium geschoben und wir wurden jeden Tag weiter vertröstet. Am Sonntag während dem Rennen war dann wieder irgendeine Sitzung mit allen Landespräsidenten. Was haben die Landespräsidenten zu entscheiden, ob wir bei der Ö-Tour dabei sind oder nicht? Ergebnis: Außer dem Kärntner, Steirer und OÖ Präs. waren alle gegen uns! Das muss man sich mal vorstellen, wir haben 85 Starter bei der Staatsmeisterschaft Elite!! 85!! Und vielleicht nur eine Handvoll österreichischer Fahrer die sich bei einer Ö-Tour vorne zeigen können und da kommt ein Team wie wir und würde sich alles selber bezahlen. Mit 8 Österreichern, wovon, Rici, Jan und ich in Top Form sind und dann werden wir einfach abgeschoben von ein paar Funktionären die sich wichtig machen wollen! Alle anderen Teams, Medien und Fans verstehen die Entscheidung des ÖRV nicht! Der ÖRV kommt dann und will ein Nationalteam machen, mit 5 Fahrern von uns und 3 von den Tirolern, mit der Auflage alles selber zu bezahlen, und mit dem Nationalteamtrikot. Unglaublich! Was glauben die denn? Das wir 8 Tage mit KTM Trikots herumfahren und Simplon unser eigentlicher Sponsor uns die Ö-Tour zahlt oder was!

Nach diesen turbulenten Tagen fehlt mir einfach der Glaube und die Hoffnung, das der Österreichische Radsportverband an eine Aufwärtsentwicklung interessiert ist. Da trainiert man den ganzen Winter um beim Saisonhöhepunkt in Top-Form zu sein und dann bekommt man kurz vor der Saisonhöhepunkt , von möchte gern Radsportgönnern die Rechnung präsentiert!



Nun brauche ich ein bisschen Abstand vom Rennrad. Das fehlt mir auch nicht schwer, da ich am Mittwoch nach einem langen Renntraining mit HJ. Leopold extreme Sitzprobleme hervorgerufen durch eine Hämordial Thrombose bekommen habe. So werde ich die nächsten Tage eher ruhig angehen und mit meiner Freundin in die Dolomiten auf Urlaub fahren. Ein bisschen Klettern und Wandern werden am Programm stehen und die Österreich Rundfahrt im Fernsehen sicherlich nicht verfolgen.

bis bald
christoph

Donnerstag, 23. Juni 2011

Tolle Performance, aber ohne Fortune bei der OÖ Tour

Hallo zusammen!

Leider hat der Editor in meinem Blog die letzten Tage nicht funktioniert, so konnte ich keine neue Einträge schrieben.
Also zurück zur OÖ Tour. 2. Etappe, 190 km rauf runter durch Oberösterreich. Nachdem ständig attackiert wurde, konnten wir nicht in jeder Gruppe vertreten sein. So auch in jener 10 Mann Gruppe die sich schließlich absetzen konnte. Auf den flachen, winkeligen Schlussrunden machten wir aber ernst und meine Teamkollegen fuhren alleine die 3:30 min Rückstand trotz strömenden Regens wieder zu. Sprinter Riebenbauer holte trotz Nachführarbeit und platten Reifen den undankbaren 4. Platz.
Am dritten und letzten Tag waren dann ich und Rici Zoidl an der Reihe die Kohlen für unser Team aus den Feuer zu holen. Bereits vor den schweren Schlussrunden teilte sich das Feld am Mondseeberg.
Ich fühlte mich wirklich super, hatte schon lange nicht mehr so gute Beine wie an diesem Sonntag. Nach der 1. Schlussrunde über den Kronberg waren wir noch ca. 30 Mann und ich versuchte mein Glück in der Flucht, schließlich lag ich nur knapp 20 Sekunden hinter dem Gelben Trikot. Ich konnte mich mit 6 weiteren Fahrern absetzen und am Kronberg verschärfte ich das Tempo, sodass nur mehr ein Tscheche bei mir war. Leider war der Tscheche vom Team des Führenden und leistete keine Führungsarbeit. Ich fühlte mich aber gut und fuhr rund 2 Runden von vorne runter. Als Eingangs der letzten Runde Rici Zoidl alleine zu mir und den Tschechen aufschließen konnte und noch immer eine beträchtliche Lücke zur Verfolgergruppe bestand, dachte ich schon dass heute ein denkwürdiger Tag für unser Team werden könnte. Aber leider attackierte Eibegger hinten in der Gruppe und so kam es wieder zum Zusammenschluss. Schlussendlich fehlte nicht viel an einem großen Coup. Wie so oft in diesem Jahr fuhren wir ein super Rennen, schlussendlich kam dabei aber nicht so viel heraus, wie wir es verdient hätten. Rici verlor um 1 Sekunde das beste Österreichertrikot und ich wurde mit knapp 40 Sekunden Rückstand 14. in der Gesamtwertung.

Meine Form ist wirklich super, aber das Quäntchen Glück fehlt. Ich hoffe, dass es am Wochenende bei den Meisterschaften dazu kommt. So wie wir uns bei dieser Rundfahrt präsentiert haben, wäre es wirklich schade wenn wir nicht bei der Ö-Tour dabei sein könnten. Natürlich haben wir die Quali als 5. verpasst, aber da ging es um einen lächerlichen 30. Platz bei irgendeinen Tschibo Cup Rennen, der zwischen sein und nichtsein entschieden hat.
Wir hätten es uns verdient, uns bei der Ö-Tour zu präsentieren. Ich hoffe, die Verantworlichen haben ein  Einsehen, dass sie mit einer Nichtnominierung unserer Mannschaft der Zukunft des oberösterreichischen Radsports keinen Gefallen tun würden. Und jeder Funktionär, Journalist oder Fans hat am vergangenen Wochenende gesehen, wieviel Stärke in dieser Mannschaft steckt.

liebe grüße aus dem burgenland
christoph

Montag, 20. Juni 2011

Freitag, 17. Juni 2011

1. Etappe OÖ Rundfahrt - Was für ein schneller Spass!

Hallo zusammen!

Letztes Wochenende in Judendorf war sehr hart. Das Rennen war aufgrund der starken ausländischen Beteiligung, vor allem der Slowenen eines der härtesten die ich je in Österreich gefahren bin. Von den 25 Fahrern die am Ende den Sieg unter sich ausmachten, waren wir nur 5 Österreicher. Schlussendlich wurde ich 14. Obwohl dieses Rennen mein absolutes Lieblingsrennen ist, und ich schon mal auf dem Podium war, war der Sieg oder das Podium dieses Jahr weit weit weg, aufgrund der slowenischen Übermacht. Viel bitterer ist aber, dass wir als Mannschaft nicht so überragend abgeschnitten haben. Somit sind wir derzeit nur Fünfter in Ö-Tour Quali. Die ganze Woche nutzte ich zum regeneriern. Heute war nun der Start zur 1. Etappe hier in bei der Voest Alpine in Linz. Knapp 1800 Höhenmeter verteilt auf 135 km und 43er Schnitt. Es war zu erwarten, dass von Anfang die Post abging. Vorentscheidend war ein 6 km langer Berg nach 50 Kilometer. Ich tat mich elendig schwer, und konnte das Tempo der Spitze nicht halten. Doch ich wusste, dass meine Beine nach so einer Belastung besser würden. Und so startete ich an einem Gegenanstieg mit einen Tschechen eine Attacke und konnte die Minute Rückstand vom Hauptfeld auf die große Favoriten schließen. Danach begann eine lange Attackerei. Schlussendlich konnten sich die 5 Fahrere die sich schon nach 30 Kilometer abgesetzt haben, ins Ziel retten. Ich und die meisten anderen Favoriten hatten 25 Sekunden Rückstand. Im Sprint wurde ich 14. Mein Teamkollege Ricci Zoidl fuhr kurz vor dem Ziel unserer Gruppe davon und wurde hervorragender 6. Wir traten heute extrem stark als Mannschaft auf und so kann es weiter gehen. Ich hoffe, dass morgen bei der knapp 200 Kilometer langen Etappe meine Beine ein bisschen früher aufgehen und ich nicht erst mit einer Harakiri Aktion wieder nach vorne starten muss. Hoffentlich haltet das Wetter.

bis bald aus Linz
christoph