Dienstag, 5. Juni 2012

Es ging nicht viel beim Heimrennen

Hallo zusammen!

Obwohl  es bei dem UCI-Rennen in Völkermarkt ein perfektes Wetter und Temperaturen um die 30 Grad gab, Bedingungen die mir eigentlich liegen sollten, fühlte ich mich die ganzen 193 Kilometer nicht wirklich wohl. Die Beine liefen einfach nicht rund, es fehlte an Spritzigkeit und Kraft. Warum weiß ich auch nicht! 2 Runden vor Schluss hatte ich noch dazu einen Hungerast bekommen, weil ich das ganze Rennen fast nichts runter bekam und so musste ich auch noch um den Anschluss auf das Spitzenfeld kämpfen. In der 2. Runde sah es zwischenzeitlich gar nicht so schlecht aus, als ich mich in einer 20 Mann starken Spitzengruppe mit allen Favoriten wieder fand, aber Gourmetfein Wels hatte leider keinen vorne dabei und daher kam es wieder zum Zusammenschluß. Schlussendlich kamen knapp 60 Leute von den rd. 170 Gestarteten zum Schlusssprint. Da ich mich sowieso nicht mehr fit fühlte, versuchte ich noch Blaz Furdi in Postion zu bringen und rollte dann auf den für mich entäuschenden 41. Platz über die Ziellinie. Furdi bekam leider Krämpfe und wurde auch nichts. Also sprang für uns, außer Totschnig seinen 11. Platz und Golcer mit Platz 18., bei diesem harten Rennen nichts heraus. Ich kam zwar mit der 1. Gruppe an, trotzdem kann ich mit meiner Leistung wie an diesem Sonntag nicht zufrieden sein. Ich hoffe, dass ich solch schlechte Beine wie bei diesem Rennen im heurigen Jahr nicht wieder habe.



Nachdem ich jetzt über 2 Monate nur bei Rennen im Ausland unterwegs war, werde ich die nächste rennfreie Woche nützen, um mich mit Trainingseinheiten in den Bergen von Kärnten und Slowenien auf die Slowenien Rundfahrt vorzubereiten.

bis bald
christoph

Donnerstag, 31. Mai 2012

Estland war eine Reise wert

Hallo zusammen!



Von Wien ging es über Riga nach Tallinn, der Hauptstadt von Estland. Leider hatten wir von dieser Stadt wenig mitbekommen. Denn schon am nächsten Morgen hieß es zum Start für das 200 km lange flache Rennen von Tallinn in die zweitgrößte Stadt Estlands, Tartu. Schnell fand sich eine 2 Mann Gruppe und ich verbrachte ruhige Stunden im Hauptfeld, ehe es 50 Kilometer vor dem Ziel zu einer Windkante kam. Zum Glück befand ich mich im vorderen Teil des Feldes und so waren ich und Blaz Furdi in einer 35 Mann starken Kopfgruppe. Als nach einem kurzen Intermezzo eine 8 Mann starke Spitzengruppe eingeholt wurde, attackierte Blaz mit 12 anderen Fahrern und diese Gruppe kam dann schlussendlich mit ein paar Sekunden Vorsprung durch. Blaz sprintete auf den hervorragenden 3. Platz, was wieder wertvolle UCI Punkte für unser Team bedeutete. Die ganzen Mannschaft hatte großen Anteil an diesem Platz, den die jungen Fahrer in unserem Team machten ausgezeichnete Arbeit.



War es am 1. Tag noch traumhaft schön und warm, so war am 2. Tag beim Rundkurs in Tartu der Regen wieder mit von der Partie. Kurz vor dem Start öffnete sich der Himmel und der ganze Kurs wurde überflutet. Auf dem Profil sah der 12 km lange und 15 mal zu bewältigende Kurs nicht so schwer aus. Es ging 2 mal einen 40 Höhenmeter Hügel rauf und das wars. Doch die nassen Strassen und die ständigen Richtungsänderungen mit den damit verbundenen Antritten nach den Kurven, machte dieses Rennen zu einem einzigen 190 km langen Kriterium. Gleich in der ersten Runde wurde Vollgas gefahren. Nachdem ich ein bisschen zu weit im Feld hinten war, brauchte ich 3 Runden um nach vorne zu kommen. Ich fuhr die ganze Zeit Anschlag. Nach 3 Runden war auch nur mehr knapp die Hälfte der Profis im Rennen. Da Feld teilte sich mehrmals. Vorne waren 8 Mann weg. Mit von der Partie war von unserem Team der junge Mario Schoibl. Später gesellten sich noch 6 weitere Leute mit unseren Topmann Furdi dazu. Im übrig geblieben Hauptfeld wurde ständig attackiert und es wurden immer weniger Leute um mich herum. Schlussendlich waren wir noch 15 Fahrer. Ich fuhr das Rennen aus, und war mit meiner Leistung wirklich zufrieden. Leider verpasste ich, dadurch das ich in der Startphase zu weit hinten war die Post des Tages, aber Blaz als 2. und Schoibl als 10. machten einen ausgezeichneten Job!  Das von 130 Fahrern nur 35 ins Ziel kamen, zeigt das es kein Kindergarten-Rennen war. Am Sonntag mussten wir dann noch bei einem Marathon starten, wo knapp 4500 Leute mit von der Partie waren. Hauptziel des Tages, auf der 140 km langen Strecke war es nicht zu stürzen. Die vielen Amateure haben ihr Rad natürlich nicht so im Griff wie unser einer.  Mit einem Siegerschnitt von 45,8 km/h rollte ich in der grossen 200 Mann starken Spitzengruppe ins Ziel. Es war ein gutes Training, obwohl es manchmal so brutale Stürze gab, dass ich immer mit 10 Meter Abstand zum Vordermann fuhr.



Meine Form ist wirklich gut, auch wenn ich das noch nicht in die entsprechenden Ergebnisse ummünzen konnte. Es kommen ja noch ein paar Rennen und vor allem am Sonntag bei meinem Heimrennen, einem UCI-Rennen in Völkermarkt, wäre ein guter Zeitpunkt dafür, dass nachzuholen was eigentlich schon in Lassnitzhöhe hätte sein können!



bis bald christoph

Montag, 21. Mai 2012

1 schöne Woche in Luxemburg

Hallo zusammen!

Ich hatte Luxemburg in guter Erinnerung, nämlich von meinen 2 Teilnahmen bei der großen Luxenburg Rundfahrt 2009 und 2010 (damals mit Lance Armstrong und den Schleck Brüdern). Deshalb freute ich mich auf den kleinen Bruder - die Fleche du Sud. Sie führt auf ähnlichen Terrain immer rauf und runter, verwinkelt, technisch anspruchsvoll und windanfällig. Gleich auf der 1. Etappe galt es auf 80 km 1500 Höhenmeter zu überwinden, obwohl der höchste Berg knapp 450 Meter Seehöhe hatte. Ich hatte zwar nicht die besten Beine, aber es reichte um vorne mitzufahren. David und Jure erwischten die Gruppe des Tages. Jure wurde ausgezeichneter 2. und David bester Jungprofi. Totschnig und ich kamen in der ersten Verfolgergruppe ins Ziel. Der 2. Tag war zwar nicht einfach, doch es änderte sich nichts im Klassement. Die Königsetappe am dritten Tag führte über 154 km und 3400 Höhenmeter. Von den Höhenmetern also eine Glockneretappe in Luxemburg. Ich wollte unbedingt in die Gruppe des Tages,  doch auf den ersten 90 km wurde andauernd attackiert und Vollgas gefahren. Ich fühlte mich eigentlich gut, doch die ständigen Attacken machten mich auch müde. Als wir noch ungefähr 45 Leute waren, sah man in jedem Gesicht, dass jeder ziemlich am Ende war. Also rollte eine 25 Mann starke Gruppe mit Jure, Praxmaer, Weiss und David Wöhrer weg.  Totschnig und ich blieben wie auch der junge Luxemburger Favorit Jungels übrig. Nachdem wir 10 km herumgeeiert sind und die Spitzengruppe schon fast 5  min Vorsprung hatte, attackierte Jungels mit noch einem. Keiner konnte da mithalten, doch das Rennen war eh schon gelaufen. Im Ziel erfuhr ich, dass er es tatsächlich noch in die Spitzengruppe geschafft hatte. Ohne kräftiger Autohilfe wird es hier sicherlich nicht vonstatten gegangen sein. Als Mannschaft fuhren wir ein tolles Rennen. Im darauffolgenden Zeitfahren hielten Jure und David die Spitzenplätze und auf der abschließenden 180 km langen Schlussetappe konnte wir ihre Positionen 3 und 6 im Gesamtklassment verteidigen. Es war ein super Woche, mannschaftlich sind wir super gefahren, und mit meiner Form bin ich zufrieden, auch wenn es zu einer persönlichen Top Platzierung nicht gereicht hat. Am Donnerstag hebt der Flieger dann Richtung Estland ab. Freitag und Samstag stehen dort zwei 1.1. Rennen in Tallinn und Riga am Programm. Es sind wohl eher Sprinterrennen, aber wichtige Rennkilometer in Hinblick auf  die Ö-Tour und die Österreichischen Meisterschaften!
bis bald christoph

bis bald christoph

Montag, 14. Mai 2012

Enttäuschung pur!

Ich war selten nach einem Rennen so enttäuscht, wie nach dem Zielanlauf heute beim Radklassiker "Rund um Lassnitzhöhe". Schon die Vorbereitungen auf das Rennen waren nicht optimal, da bei meiner Rennmaschine der Rahmen gebrochen war und ich kurzfristig auf mein Trainingsrad umsatteln musste. Wir waren mit der kompletten Mannschaft am Start. Und die ganze Mannschaft, jeder einzelne machte seinen Job  nahezu perfekt. Denn unser Ziel an diesem Tag war nichts anderes als der Sieg!! Auf den schweren Schlussrunden griff ich dann ins Renngeschehen mit ein. Ich fühlte mich stark, fuhr mit Auge und erwischte, nachdem ich vorher schon mal in einer vielversprechenden Spitzengruppe war, den richtigen Zug. Wir waren 14 Mann und jedes Team hatte ein oder mehrer Leute vorne. Auch wir waren zu dritt. Beim Anstieg zum Ziel testete ich ein wenig die Konkurrenz in der Gruppe und schon waren wir nur mehr zu viert. Mir war aber klar, dass wir zu viert wenig Chance hatten auf der 17 km langen Schlussrunde ins Ziel zu kommen. Also ließen wir uns wieder zurückfallen. Ich war im diesem Moment sicher, dass ich dieses Rennen heute gewinnen kann, nein muss. Denn solche Chancen bekommt man nicht oft. Die Konkurrenz in der Gruppe machte mir keine Sorgen, denn keiner machte mehr einen fitten Eindruck und die letzten 1.000 Meter ins Ziel gingen bergauf!



Rund um Lassnitzhöhe zählt neben der Burgenland Rundfahrt und dem Rennen in Judendorf sicherlich zu den letzten schweren Klassikern in Österreich und es ist mehr als nur Prestige, dort oben am Podest zu stehen. Ich war zu 100 % sicher, dass wir durchkommen, denn wer im Feld soll für Tempo sorgen? Doch ich wurde eines besseren belehrt. 3 km vor dem Ziel sah ich das Feld heranbrausen - mit meinen Teamkollegen eingreiht an der Spitze! Ich traute meinen Augen nicht. Ich hatte vom Sieg geträumt, doch nun war er ausgeträumt! Ich hatte  zwar noch super Beine und und gab schon aus Frust noch mal alles. Ich fuhr mit Vollgas an die Spitze des Feldes um meine Teamkollegen Golcer und Furdi in führender Position bei der 2 km Marke abzuliefern. Dannach war ich im Kopf leer und rollte enttäuscht ins Ziel! Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen! Außer - gewonnen haben wir heute nicht! Leid tut es mir auch um David-x der super gefahren ist und der es vielleicht auch aufs Podest geschafft hätte, wäre nicht die Teamorder für den Slowenen Furdi gewesen. Auch alle anderen Jungs sind mannschaftlich ein super Rennen gefahren, doch am Ende hat wenig herausgeschaut! Mein Kopf ist heute leer! Die Beine sind aber sehr gut und ich hoffe es kommt im Radfahrerleben alles einmal zurück. Aber so eine Chance wie heute bekommt man nicht alle Tage. Vielleicht kommt das Glück ab Mittwoch bei der Fleche du Sud in Luxemburg zurück!

Montag, 7. Mai 2012

Ein sehr erfolgreicher Sonntag!


Hallo!



Da ich in Polen aus Sicherheitsgründen kein Notebook mitgenommen hatte, hielt ich mich mit Blogeinträgen auf dem Handy zurück. Auf der 1. Etappe hatte ich wirklich super Beine, doch leider wurde unsere 20 Mann, mit allen starken Leuten bestückte Spitzengruppe, kurz vor dem Ziel wieder eingeholt. Im darauf folgenden Massensprint rutschte mir in einer Kurve einfach das Vorderrad weg. Nichts desto trotz bekam ich die gleiche Zeit wie der Sieger. Am Samstag Vormittag stand dann ein 30 km langes Zeitfahren auf dem Programm. Relativ flach, also nicht mein Geschmack. Ich fuhr meinen Rhythmus ohne gewaltig zu überdrehen, und war obwohl ich mit 3 min Rückstand den 40. Platz belegt nicht unzufrieden. Den ganzen Tag über war es wunderschön, doch pünktlich zum Start zur Nachmittagsetappe über kanpp 80 flache Kilometer begann es zu regnen, später auch zu hageln. Zum Glück wurde ziemlich kontrolliert gefahren, aber es war trotzdem ein Fahren wie auf rohen Eiern. Ich war froh das Ziel sturzfrei erreicht zu haben! Der junge Mario Schoibl sprintete auf den guten 8. Rang und das bei diesen gefährlichen Verhältnissen. Am Sonntag stand dann die Königsetappe über 6 Bergwertungen auf dem Programm. Wir wollten das Rennen schnell und schwer machen, damit Jure im Gesamtklassment Boden gut machen konnte und die Sprinter und Zeitfahrer zurückfallen. Gleich am Fuße des ersten Berges nach 10 Kilometer attackierten Totschnig und ich abwechselnd. Wir drückten enorm aufs Tempo doch keine Gruppe wollte sich lösen. Die Attacken wären mir fast zum Verhägnis geworden. Denn als Jure mit 2 Slowenen 3 km vor der Bergwertung attackierte schoss ich aus der vordersten Gruppe wie ein Pfeil zurück. Zum Glück half mir mein Teamkollege Mario Schoibl an das auf 40 Leute geschrumpfte Hauptfeld wieder heran zu kommen. Jure konnnte sich mit den 2 anderen Slowenen absetzen. Und so fuhren Totsch, Mario und ich im Windschatten der polnischen Mannschaft Berg um Berg, ohne irgendetwas machen zu müssen. Weil der Abstand zwischen Jure und unserer Gruppe immer größer wurde und zwischenzeitlich schon über 4 min betrug, sah der polnischen Gesamtführende sein gelbes Trikot schon Richtung Team Tyrol davon schwimmen. Da er fast keine Helfer mehr hatte, konnte er (sicherlich nicht billig) doch noch ein paar andere Teams für die Verfolgung organisieren. Auf der ersten von 2 Schlussrunden über die Bergwertung schrumpfte dann unsere Gruppe und Mario verlor leider den Kontakt. 10 Kilometer vor dem Ziel war es dann auch um mich geschehen, ich konnte einfach mit den 6-7 Topleuten am Berg nicht mehr mithalten und fuhr schließlich mit 1 min Rückstand ins Ziel. Ich hatte auf den letzten 50 Kilometern keinen Schluck mehr getrunken, da mir beide Flaschenhalter ähnlich wie bei Totschnig auf den schlechten Straßen gebrochen sind. Da sind Krämpfe unvermeindlich. Jure rettete sich nach fantastischer Fahrt als 2. ins Ziel. Ein Wahnsinnsleistung! Und viele UCI-Punkte. Da das Rennen von Anfang bis zum Schluss extrem schwer war kamen nur wenige Profis ins Ziel. So wurde Jure Gesamt 7., Totsch 16., und ich sogar noch 21. Wir können mit unserem Auftreten bei dieser schweren und gut besetzten Rundfahrt in Polen wirklich zufrieden sein.



Zudem gewann Blaz Furdi noch das Tschibo Cup Rennen in Niederösterreich. Also noch ein wichtiger Erfolg für das Team. Das Ö-Ticket ist somit gebucht. Und jetzt freue ich mich wirklich auf die nächsten Rennen, denn meine Form wird immer besser! Am Sonntag steigt der Cup-Klassiker in Lassnitzhöhe und dann geht es gleich weiter zum Fleche du Sud nach Luxemburg.

bis bald
christoph

Samstag, 5. Mai 2012

1. Etappe Polen Rundfahrt (Stichwörter)

Gute Beine, nach letzter Bergwertung mit jure und totsch in einer 20 Mann Spitzengruppe, 5 km vor dem Ziel eingeholt und dann 500 Meter vor dem Ziel bin ich mit anderen Fahrern am Asphalt gelegen. Heute 30 km Zeitfahren und am Nachmittag 80 km Straßenrennen. Hoffentlich hält Wetter .

Dienstag, 24. April 2012

Vom Winde verweht!

Hallo zusammen!

Gestern Abend bin ich in Salzburg wieder von unserem Holland Trip gelandet! Wenn man dieses Wochenende beschreiben müsste, würde es wohl lauten "Radteam Tirol - vom Winde verweht" ! Ich habe in meiner Karriere ja schon viele Windkanten in Belgien, Holland, Österreich und anderswo erlebt, aber eine 200 km lange Windkante wie sie am Sonntag in Nordholland der Fall war, noch nicht! Topfeben, keine Bäume, 200 Starter und Vollgas! Ich bin von km 0 nur am Anschlag gefahren,und bei km 95 wurde ich schlussendlich aus dem Rennen genommen . Der Wind bzw. der Sturm wehte mich 3 x mal in einen Graben hinunter! Ich konnte trotz niedriger Felge das Vorderrad aufgrund des heftigen Windes oft nicht mehr steuern.Nachdem meine Gruppe und ich aus dem Rennen genommen wurden, mussten wir noch 50 km lang das Zielgelände suchen! Ich war, obwohl ich  nicht mal annähernd das Rennen ausfuhr, trotzdem platt wie eine Flunder! Schlussendlich kamen überhaupt nur 20 Leute ins Ziel! Da sieht man mal wieder, dass jede Windkante härter ist als irgendein Pass in den Alpen! Am Samstag geht es nun in wärmere Gefilde und in eine anderes Terrain, das mir eher liegen sollte! Wir bestreiten am Wochende den Giro del Marmo in der Toskana und da wird es sicherlich keine Windstaffel mehr geben!

lg und bis bald
christoph

Dienstag, 10. April 2012

4 Grad, Dauerregen, 200 km , 10 Bergwertungen, kölner Radsportherz was willst du mehr!



Hallo zusammen!
Gestern 8 Uhr in einem Kölner Hotelzimmer: Nervös wie ein kleines Kind vor Weihnachten, machte ich die Vorhänge auf, und am liebsten wäre ich gleich wieder ganz schnell ins warme Bett zurückgehüpft! Es war ein solcher Tag wo man lieber nicht Radfahrer ist! Und es gab nicht den Funken Hoffnung auf schöneres Wetter. Trotz des kalten Regens waren -wie in Köln üblich- tausende Zuschauer am Streckenrand und feuerten uns an! Wie zu erwarten ging es gleich bei km 0 voll zur Sache! Jeder der knapp 200 Fahrer wollte, so kam mir vor, in die Gruppe des Tages! Obwohl ich mich immer im vorderen Drittel des Feldes aufhielt, war ich nur einmal aufgrund des Wahnsinnstempos in der Lage eine Attacke mitzugehen! Die ersten 80 km, wo es nur rauf und runter ging, spulte das Feld wie ein ICE Zug ab.

Als wir dann nur mehr knapp 40 Leute waren, konnten sich an einer unübersichtlichen Stelle 11 Mann lösen. Obwohl wir zu fünft in diesem zusammengeschrumpften Hauptfeld waren ( Furdi, Golcer, Totschnig, Schoibl und ich) , konnte keiner von uns zu dieser Gruppe aufschließen. Es war bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur Vollgas! Nachdem die Gruppe des Tages gegegangen ist, war die Luft heraußen und das abgehängte große Hauptfeld kam wieder heran. Mit zügigem Tempo, aber nicht mehr Vollgas, spulten wir die Kilometer bis nach Köln ab. Zwischendurch wurde mir so kalt, dass ich in den Abfahrten meine Finger kaum spürte. An ein Greifen in die Trikottaschen, um sich etwas Essen zu holen, war sowieso nicht zu denken.

Mein einziger Gedanke war nur mehr die warme Dusche im Hotel. Schlussendlich rollte Mario Schoibl als 27. und ich als 36. über die Ziellinie. Kaufen kann man sich damit nichts, außer dass man das Rennen gegenüber vielen anderen sturzfrei beendet hat. Obwohl ich mein bzw. unser Ziel, in die Spitzengruppe zu kommen verpasst habe, war ich mit meiner Leistung nicht unzufrieden, ich fühlte mich trotz des miesen Wetters in den Hügeln rund um Köln richtig wohl.
Nachdem der letzte Dreck aus den Ohren entfernt ist, werde ich am Sonntag beim österreichsichen Klassiker, dem Kirschblütenrennen, an den Start gehen und auf besseres Wetter hoffen.

lg und bis bald christoph

Mittwoch, 4. April 2012

Rund um Köln



Hallo zusammen!



Nachdem das 1. Cuprennen der Saison in Leonding für mich aufgrund einer starken Erkältung nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist, nutzte ich die letzten sonnigen Tage perfekt für intensives Radtrainig. Mit meiner Form bin ich eigentlich sehr zufrieden, wäre da nicht die blöde Verkühlung kurz vor Leonding dazwischen gekommen. 20 Kilometer vor dem Ziel bekam ich fast keine Luft mehr und so fuhr ich direkt ins Hotel. Trotzdem schaut es für unser Team bzgl. Ö-Tour Quali sehr gut aus. Am Ostersonntag fliege ich dann bequem von Klagenfurt nach Köln, wo am Ostermontag der Klassiker Rund um Köln stattfindet. Die Atmosphäre bei diesen Rennen ist wirklich einzigartig, knapp 100.000 Zuseher stehen mit einem kalten Kölsch am Streckenrand und sorgen für Stimmung. Ich werde mein bestes geben, das hügelige Gelände sollte mir liegen und an deutsche Eintagesklassiker habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen, schließlich ist der 2 Liter Masskrug-Pokal von meinem 2. Platz beim Henniger Turm 2008 mein schönster Pokal.


bis bald
christoph

PS: Das WDR überträgt das ganze Rennen ab 11 Uhr live! Also nicht verpassen!

Dienstag, 20. März 2012

Wichtige Rennkilometer gesund runtergespult!

Hallo zusammen!

Mit den Etappen Samstag und Sonntag in Istrien bin ich durchaus zufrieden. Ich verrichtete meine Arbeit für die beiden Kapitäne Furdi und Golcer sehr gut und konnte ohne Probleme mithalten. Vor allem das Rennen am Sonntag war mit knapp 46 Schnitt sehr schnell und schwer. Obwohl das Reiten auf einer Windkante mit 200 Fahrern nicht meine Lieblingssache ist, war ich immer in der Spitze vertreten. Leider konnten 70 Fahrer 15 Kilometer vor dem Ziel wieder zu mir und den 30 anderen Fahrern der Spitzengruppe wieder aufschließen. Mein Druck am Pedal ist schon sehr gut, auch wenn noch kein Ergebnis raussprang, aber die Saison ist noch jung und am Wochenende beim österreichischen Saisonauftakt geht sie erst richtig los.

bis bald
christoph

Freitag, 16. März 2012

Stürze, Stürze usw.

Hallo zusammen!

160 km, knapp 4 Stunden volle Konzentration auf Straße und Gegner, sonst küsst man den Asphalt! So lässt sich der heutige Tag beschreiben. Obwohl viele Attacken waren, war es nicht sonderlich schwer im Feld mitzufahren. Es wurden also nicht die Beine müde, sondern der Kopf von dem ständig konzentriert sein und Position fahren bei 200 Startern. Gefühlte 1000 Stürze gab es heute, und bis 15 km vor dem Ziel betraf mich persöhnlich keiner. Dann gab es bei ca. 60 km/h einen Riesencrash 10 Positionen vor mir, ich konnte bremsen doch ein anderer Fahrer knallte in mein Vorderrad hinein, und zerstörte es. Bei dem riesen Haufen an Fahrer und Material das dort lag, war es schwer den Überblück zu haben. Ich wartete bis der Mechaniker mein Fahrrad wieder renntauglich machte, doch das Rennen war für mich gelaufen. Zum Glück habe ich außer einen kleinen Abschürfungen am Ellbogen nichts davon getragen. Das wichtigste Ziel dieser Rundfahrt ist es wirklich am Sonntag gesund in Umag anzukommen.

bis bald
christoph

Donnerstag, 15. März 2012

Kurzer Arbeitstag in Umag




Hallo zusammen!

Heute gibt es nicht viel zu berichten, denn auf 2 km Strecke erlebt man nicht so viel. Da gibt es nur ein Motto, "Vollgas". Zu welcher Platzierung es unter denn 200 Startern gereicht hat, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Morgen wird es auf jedenfall um einiges stressiger und schwieriger. Ein nervöses Rennen, mit vielen Attacken auf der mit ein paar Bergwertungen bestückten 160 km langen Etappe ist zu erwarten! Auf den 5 km langen Schlussanstieg konnte sich vor 2 Jahren mein Teamkollege Blaz Furdi den Etappensieg sichern. Also ein gutes Omen!

bis bald
christoph

Montag, 12. März 2012

Wind, Hektik, schlechte Straßen, Nervösität = "Stürze"

Hallo zusammen!



So könnte man die letzten beiden Renntage hier in Kroatien beschreiben. Die ersten internationalen Saisonrennen sind traditonell nichts für schwache Nerven.
Viele Fahrer sind nervös, wollen zeigen dass sie im Winter nicht geschlafen haben und sind hochmotiviert. Son kommt es bei 200 Startern halt immer wieder zu stürzen.

Man kann bei den Rennen hier keine Sekunde unaufmerksam sein wenn man mit knapp 45 km/h durch die Prärie fährt. Immer wieder bremsen, antreten, bremsen, antreten so sieht der Alltag hier aus. Ich bin mit beiden Rennen sehr zufrieden, fand schnell wieder in den Rennrhythmus rein und bin in keinem Sturz verwickelt gewesen.

Außerdem wurde gestern Mario Schoibl Vierter und heute holte Blaz wieder wichtige UCI-Punkte für unser Team. Die nächsten Tage in Porec werde ich zum Regenerieren und Trainieren nutzen. Außerdem werde ich mir noch mal die wichtigsten Passagen der Istrien Rundfahrt anschauen, die ja am Donnerstag startet.

Bis dahin liebe Grüße aus Porec

Donnerstag, 8. März 2012

Liebe Grüße aus Grado



Hallo zusammen!

Seit letzten Mittwoch bin ich nun hier im Camping Tenuto Primero in Grado mit meinem neuen Team Tirol auf Trainingslager. Obwohl ich die meisten Fahrer natürlich kannte, ist es trotzdem das erste intensive Treffen mit dem gesamten Fahrer- und Betreuerstab. Das gesamte Umfeld ist sehr professionell und gut organisiert und ich fühlte mich vom ersten Tag an sehr wohl. Die Tage hier sind geprägt von 4-6 Stunden langen, zu meist sehr schnellen und intensiven Einheiten. Das Wetter und die Unterkunft sind wirklich OK und seitens des Tourismusverbandes Grado wird uns jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Trotzdem ist die jeden Tag eintönige einstündige, flache meist windige Fahrt von Grado in die Berge rund um Gorizia, Triest und dem slowenischen Hinterland oft sehr mühsam. Auf der Rückfahrt zählte ich fast bei jedem Training die Kilometer bis zum erlösenden Hotel. Beim Rennen am Sonntag bin ich nicht an den Start gegangen, da ich stattdessen noch ein paar harte Trainingskilometer bevorzugte. Das Rennen in Triest war für uns ein Riesenerfolg! Der Slowene Blaz Furdi wurde ausgezeichneter Dritter!
Für mich geht es nun mit einem Teil des Teams am Freitag nach Kroatien, wo Samstag und Sonntag zwei Eintagesrennen am Programm stehen. Danach 3 Tage Erholung und Training, bevor es am Donnerstag in die erste wichtige Rundfahrt der Saison geht. Eine erste Standortbestimmung der neuen Saison. Apropos, mit meinem jetzigen Formzustand bin ich übrigens sehr zufrieden, das Gefühl am Rad ist wieder sehr gut! Mal sehen für was es diese Saison reicht!


bis bald

christoph

Sonntag, 26. Februar 2012

Das Rad rollt wieder!







Hallo zusammen!

Die letzten Tage und Wochen genoss ich noch einmal den Winter mit all seinen Facetten, egal ob Schitouren, Langlaufen, Schifahren oder Eisklettern. Zwischendurch pedalierte ich auch ein paar Stunden am Rad, wenn das Wetter es zuließ, denn der Februar war extrem kalt. Seit dem Ende der Kältewelle konnte ich aber mein Programm am neuen KTM Rad voll runterspulen. Ein neues Rad bedeutet auch, wieder stundenlang am Rad herumzutüfteln bis die richtige Einstellung passt und man sich pudelwohl fühlt für das stundenlange Trainieren. Natürlich zwickt das Kreuz, Genick oder auch der Hintern in den ersten Tagen noch ab und zu, aber das viele Stabilisationstraining, das ich jedes Winter mache, macht sich gleich in den ersten Trainingstagen bezahlt. Am Mittwoch geht es nun für mich und unser Team nach Grado, wo der gesamte Fahrer- und Trainerstab zusammengezogen ist. Es erfolgt der letzte Feinschliff, bevor wir am Sonntag beim Trofeo Triest in die neue Saison starten. Allerdings darf man beim ersten Rennen, vor allem in Italien noch nicht zu viel erwarten. Trotz der vielen Trainingsstunden und Grundlageneinheiten braucht jeder Körper gewisse harte Rennkilometer um die Maschine wieder an das Renntempo und die Rennhärte zu gewöhnen. Mal sehen wie es läuft, ich werde euch davon berichten.

bis bald
christoph