Hallo zusammen!
Die Tage nach der Österreich Rundfahrt nutzte ich um ein wenig zu entspannen und abzuschalten.
Zusammen mit meiner Freundin Denise fuhr ich vollgepackt durch Südtirol. Mit Bike, Klettersachen und Zelt fuhren wir von einem Ort zum nächsten. Nachdem das Wetter in Madonna di Campiglio nicht so schön war, fuhren wir gleich weiter zum Klettern und Biken in Sarcatal, das im Vorfeld des Garda Sees liegt. Am Vormittag gingen wir meistens biken und nach einer kurzen Abkühlung im eiskalten Sarcafluss, fuhren wir jeden Tag zu einem anderen der unzähligen Kletterfelsen. 2 Tage besuchten wir dann noch meine Freunde in Torbole am Garda See . Auch die traditionelle Tremallzo Bike Tour mit meinen Freunden stand wieder am Programm.
Aber noch nie in den vergangenen Jahren hatte ich ein so traumhaftes und warmes Wetter am fast 2000 Meter hohen Tremallzo und auch eine neue coole Downhill Strecke nach Preghasina konnte ich finden.
Nach den Tagen am Garda See fuhren wir ins wunderschöne Fassa Tal, in die Nähe von Val die Fiemme. Wir gingen in den Rosengarten, einer traumhaften Bergkulisse, klettern und konnten die ansonsten von Kletteren überrante Delagekante an den Valojettatürmen alleine klettern, da wir erst am späten Nachmittag in den knapp 200 Meter hohen Turm einstiegen. Nachdem wir den Bergsschrund dann runter rannten, erwischten wir pünktlich den letzten Bus ins Tal.
Das Fassa Tal begeisterte uns wirklich, ich war das letzte Mal als junger Radfahrer hier, hatte es aber nicht so schön in Erinnerung. Natürlich musste ich mit dem Bike auch die ganzen berühmten Pässe unsicher machen. Sella, Pordoi, Fedaia, San Pellegrinno, Rollo, wurden von mir bei traumhaften Wetter hochgeradelt. Meine Beine sind nach der Ö-Tour wirklich top. So machte es einfach Spaß, die unzähligen Hobbyfahrer zu überholen und mit ihnen Trainingsrennen zu machen. Meine Freundin fuhr währendessen ebenfalls mit dem Bike ihre Runden, und an den Nachmittagen trafen wir uns immer an den jeweiligen Pässen um dort zu klettern. Der Sella Pass ist eine geheime Empfehlung. Nach einem Tag in Cortina d´Ampezzo, wo uns leider das schlechte Wetter eine Strich durch die Rechnung machte und wir von den Falzereggotürmen wieder abseilen mussten, fuhren wir nach einem kurzen Zwischenstopp mit kleiner Biketour in Sexten, müde aber glücklich nach Hause.
Die letzte Woche stand dann die Kriteriumserie in Österreich auf dem Programm. Zuerst bei Regen in Wels, dann bei trockenen Wetter in Bischofshofen und am Samstag wieder bei Regen in St. Anton am Arlberg. Die Vormittage nutzte ich um mit meinen Teamkollegen Harry Totschnig in den jeweiligen Orten ein wenig zu trainieren und in Schwung zu bleiben. Besonders das Kriterium in Bischofshofen war mit knapp 350 Durchschnittswatt, eines der schwereren Sorte!
Am Sonntag um 7:00 Uhr in der Früh fuhren wir dann noch auf Wunsch des Tiroler Tourismusverbandes, den Arlberggiro. Einen 148 km langen Radmarathon über Arlbergpass, Silvretta Hochalpenstraße und wieder zurück nach St. Anton. Am Anfang hielt das Wetter, doch als wir über den Arlbergpass Richtung Bludenz fuhren, begann es fürchterlich zu regnen. Da wir ja außer Konkurrenz fuhren, überlegte ich mir Eingangs der Silvretta umzudrehen, doch der Weg zurück war gleich weit, wie der Weg nach vorne. So fuhren ich und Totsch ein zügiges Tempo, dass uns nicht zu kalt wurde. Den einen oder anderen Amateurfahrer ließen wir davonziehen und erreichten durchnässt aber nicht erfroren das Ziel nach 4:15 Es war ein gutes Training bei schlechten Wetter zum Abschluss einer lustigen und schönen Woche durch Österreich.
Montag, 30. Juli 2012
Montag, 9. Juli 2012
Meine beste Tour!
Hallo zusammen!
Nach meinem langen Ritt am Donnerstag war ich ziemlich platt am Abend, mental und körperlich.
Auf der einen Seite war ich glücklich und zufrieden mit meiner Leistung, auf der anderen Seite trauerte ich der Chance nach, eine bessere Platzierung einzufahren. Aber es war am Schlussanstieg trotz der vielen Anfeuerungen nicht mehr drin. Im Nachhinein fragt man sich immer:
Konntest du nicht noch ein bisschen mehr leiden und kämpfen? Aber wenn ich mir die Fotos vom Ziel anschaue, ist meine Antwort nein! Ich fuhr wirklich wie in Trance hoch, konnte mich danach an nichts mehr erinnern und war vollkommen blau! Das Problem wenn eine Gruppe erst nach 80 Kilometern geht, ist, dass es dann meistens nur noch gute Fahrer in die Gruppe schaffen, und so war das dann auch.
Die meisten meiner Fluchtkollegen waren beim Giro am Start und fuhren schon zahlreiche Top Ergebnisse bei internationalen Rennen ein. Also brauche ich mich nicht über den letzten Platz schämen!
Trotz der Leiden taten meine Beine am Tag danach nicht übermäßig weh. Ich hatte mich ziemlich gut erholt! Aber mir wir natürlich klar, dass es kein leichter Tag für mich werden würde. Durch Gespräche mit ein paar Locals im Feld wusste ich, dass die Topografie im Roadbook nicht stimmte.
Es war viel schlimmer. Den ganzen Tag ging es nur rauf und runter und es gab sehr viele Attacken. Ich hielt mich am Anfang ein bisschen zurück und wartete bis meine Beine "warm" wurden. Über die ersten Berge wurde voll gefahren, und das Feld war schon ziemlich dezimiert. Ich fühlte mich gut, und konnte das Tempo der Besten am 1.100 m hohen Wastl mitgehen. Vorne fuhren 10 Mann mit meinem Zimmerkollegen David Wöhrer, doch das Feld ließ sie nicht mehr als 2 min weg. Es war heiß und schwül. Erst nach 105 km herrschte ein bisschen Ruhe im Feld. Man merkte, jeder Fahrer inklusive mir, war gezeichnet von dem ständigen Auf und Ab im Mostviertel. Auf den schweren Schlussrunden in Melk wurden meine Beine witzigerweise immer besser. Ich fuhr in der letzten Runde mit der Spitze über den Berg! Leider kamen viele Fahrer und Sprinter in der Abfahrt wieder zurück. Und so kamen knapp 70 Leute zum Sprint in Melk. Da ich bei der ersten Zieldurchfahrt merkte, dass der Wind von vorne kam, wollte ich mit Schwung von hinten kommen und erst ganz spät in den Sprint eingreifen. Die Taktik ging fast auf. Mit 105 km/h schoss ich bei der Abfahrt mit viel Schwung von hinten nach vorne. Leider musste ich bei der 200 m Marke bremsen, da ein Fahrer vor mir die Lücke zu machte. Und so wurde ich als 2. bester Österreicher 16. Nicht schlecht, aber es wäre viel mehr drinnen gewesen.
Nach einer Nacht in Melk übersiedelten wir nach Podersdorf. 24 km Zeitfahren stand auf dem Programm. Ich fuhr meinen Rhythmus und einen 47er Schnitt. Ich belegte mit rd. 3 min Rückstand Platz 80. Meinen 40. Gesamtplatz behielt ich aber.
Am Sonntag stand dann noch traditionell die Etappe nach Wien an. Wie immer sind am Anfang einige Attacken, denn jeder will sich bei den Runden rund um das Burgtheater in der Spitzengruppe präsentieren. Dass es aber fast bis Bruck an der Leitha dauern wird, bis man 3 Mann fahren ließ, dachte ich nicht. Danach war kurz Ruhe im Feld, bevor der Tempomat wieder auf 50 eingestellt wurde. Ich fühlte mich müde, die schwüle Hitze machte mir zu schaffen. Aber von Runde zu Runde in Wien ging es besser.
Position fahren kann ich ja, und als ich bei der 1000 Meter Marke eine gute Lücke im Feld sah, entschloss ich mich kurzfristig mitzusprinten. Ich hatte wieder eine gute Endgeschwindigkeit, wurde aber wieder eingeklemmt und so wurde es der 15. Rang. Nicht weit weg von den Topsprintern. Gesamt blieb alles beim Alten und so wurde ich 40. als 6. bester Österreicher. Aber die Gesamtwertung interessierte mich eher wenig, da ich mich dort ganz im Dienst von Jure gestellt habe und es schließlich egal ist ob man 40. oder 140 wird. Da wird eher der Tag am Sonntagberg in Erinnerung bleiben!
Der Höhepunkt der Radsaison ist vorbei und pünktlich zur Ö-Tour kehrten Form und vor allem Glück zu mir zurück. Es war eine super Woche mit meinen Teamkollegen und Betreuern, die einen super Job gemacht haben. Ich hatte noch nie so viel Spaß abseits des Rades wie in dieser Woche.
Wir sind als Team eine super Tour gefahren, Jure wurde gesamt 14. und auch die jungen Fahrer setzten sich prima in Szene!
Jetzt freu mich aber erst einmal auf den Urlaub. Zuerst geht es ein paar Tage mit Denise nach Cortina, und danach geht es weiter, wie jedes Jahr mit Freunden zum Biken und Klettern an den Garda See!
In der letzten Juli Woche sind dann ein paar Einladungskriterien in Wels, Bischofshofen und St. Anton am Arlberg am Programm.
bis dahin
euer christoph
Donnerstag, 5. Juli 2012
Ein langer Tag!
Hallo zusammen!
Jeder der 110 Fahrer die gestern im grossen Hauptfeld über Grossglockner und Dientner Sattel gefahren ist, wollte heute in die Gruppe. Deshalb herrschte auf den ersten 80 km eine ware Schlacht. Tausend Attacken und mehr. Auch ich probierte es mehrmals, doch es wollte einfach nichts weggehen. Nachdem eine Gruppe mit Totsch eingeholt wurde und das Feld über einen Hügel zerfiel, ging ich eine Attacke mit ein paar Fahrern mit. Wir fuhren Vollgas, doch im Hauptfeld herrschte noch immer Unruhe. Mit knapp 50 km/h fuhren wir durchs Ennstal. Nach 20 Kilometern hatten wir den Kanpf gegen das Hauptfeld , kurz vor Liezen gewonnen. Ich war in der Zwischenzeit fast verdurstet, weil der Vorsprung unter eine Minute war und die Betreuerautos nicht zu uns vorkamen. Nachdem im Hauptfeld dann Ruhe eingekehrt war, hatten wir schnell ein paar Minuten Vorsprung. Wir harmonierten gut. Trotzdem war es ein harter Tag, weil wir die ganze Zeit auf Zug bleiben mussten. Ich fühlte mich den ganzen Tag über wirklich gut, hatte gute Beine und freute mich endlich den Sprung in die Gruppe des Tages geschafft zu haben.
7 km vor dem Ziel, attackierte dann ein Italiener und konnte mit ein bisschen Vorsprung in den 4 km langen Schlussanstieg nach Sonntagsberg kommen. Bis zur 2 km Marke fühlte ich mich noch ok, aber nach der Attacke des späteren Etappensiegers Taborre, war bei mir der Ofen aus. Ich bekam Krämpfe, und mühte mich hoch. Zum Glück waren soviele Zuschauer an der Strecke, wie schon lange nicht mehr bei der Ö-tour und feuerten mich an. Danke für die zahlreichen Anfeuerungen!!!
Schlussendlich kam ich als letzter der Gruppe ins Ziel.
Ich war komplett kaputt. Irgendwie hatte ich mich mehr ausgerechnet, als den 12. Platz aber es waren alles Leute von internationale Klasse vorne. Gratulation an Matthias Brändle, der ausgezeichneter 3. wurde. Mit ihm konnte ich mich wenigstens den ganzen Tag auf Deutsch unterhalten.
Nun bin ich wirklich ein wenig müde, ich hoffe den morgigen Tag gut zu überstehen. Mein Ziel in einer Gruppe zu sein habe ich wenigstens erreicht!
Jeder der 110 Fahrer die gestern im grossen Hauptfeld über Grossglockner und Dientner Sattel gefahren ist, wollte heute in die Gruppe. Deshalb herrschte auf den ersten 80 km eine ware Schlacht. Tausend Attacken und mehr. Auch ich probierte es mehrmals, doch es wollte einfach nichts weggehen. Nachdem eine Gruppe mit Totsch eingeholt wurde und das Feld über einen Hügel zerfiel, ging ich eine Attacke mit ein paar Fahrern mit. Wir fuhren Vollgas, doch im Hauptfeld herrschte noch immer Unruhe. Mit knapp 50 km/h fuhren wir durchs Ennstal. Nach 20 Kilometern hatten wir den Kanpf gegen das Hauptfeld , kurz vor Liezen gewonnen. Ich war in der Zwischenzeit fast verdurstet, weil der Vorsprung unter eine Minute war und die Betreuerautos nicht zu uns vorkamen. Nachdem im Hauptfeld dann Ruhe eingekehrt war, hatten wir schnell ein paar Minuten Vorsprung. Wir harmonierten gut. Trotzdem war es ein harter Tag, weil wir die ganze Zeit auf Zug bleiben mussten. Ich fühlte mich den ganzen Tag über wirklich gut, hatte gute Beine und freute mich endlich den Sprung in die Gruppe des Tages geschafft zu haben.
7 km vor dem Ziel, attackierte dann ein Italiener und konnte mit ein bisschen Vorsprung in den 4 km langen Schlussanstieg nach Sonntagsberg kommen. Bis zur 2 km Marke fühlte ich mich noch ok, aber nach der Attacke des späteren Etappensiegers Taborre, war bei mir der Ofen aus. Ich bekam Krämpfe, und mühte mich hoch. Zum Glück waren soviele Zuschauer an der Strecke, wie schon lange nicht mehr bei der Ö-tour und feuerten mich an. Danke für die zahlreichen Anfeuerungen!!!
Schlussendlich kam ich als letzter der Gruppe ins Ziel.
Ich war komplett kaputt. Irgendwie hatte ich mich mehr ausgerechnet, als den 12. Platz aber es waren alles Leute von internationale Klasse vorne. Gratulation an Matthias Brändle, der ausgezeichneter 3. wurde. Mit ihm konnte ich mich wenigstens den ganzen Tag auf Deutsch unterhalten.
Nun bin ich wirklich ein wenig müde, ich hoffe den morgigen Tag gut zu überstehen. Mein Ziel in einer Gruppe zu sein habe ich wenigstens erreicht!
Dienstag, 3. Juli 2012
3. Etappe - Die Beine liefen heute nicht rund!
Hallo zusammen!
Wie erwartet war am Pass Thurn Krieg um die Gruppe des Tages. Man kann das "Hineinkommen" in eine Spitzengruppe vergleichen mit russischen Roulette. Man hat ein paar Schuss (Angriffe), wenn die verbraucht sind, muss man schauen dass man sich dann noch irgendwie im Feld über den Berg rettet. Ich hatte heute überhaupt nur einen Schuss, danach fuhr ich im Feld über den Pass Thurn. Dort wo die Gruppe gegangen ist, war es unglaublich schnell. Der Felbertauern wurde dann ziemlich gemütlich in Angriff genommen. Nachdem ich aber schon am Pass Thurn gemerkt habe, dass ich heute nicht die besten Beine hatte, waren meine Ambitionen auf der Pustertaler Straße nicht sonderlich hoch. Ich fuhr mein Tempo hoch, und am Ende verpasste ich knapp den Anschluss.
Morgen steht der Höhepunkt der Rundfahrt an. Der Iselsberg gleich nachdem Start, wird sicherlich ein Hauptkriterium sein, für die Gruppe des Tages. Ich denke, der wird ziemlich Vollgas gefahren. Ich hoffe, ich habe morgen bessere Beine am Start sodass ich endlich den Sprung in die Gruppe hineinschaffen werde.
Wie erwartet war am Pass Thurn Krieg um die Gruppe des Tages. Man kann das "Hineinkommen" in eine Spitzengruppe vergleichen mit russischen Roulette. Man hat ein paar Schuss (Angriffe), wenn die verbraucht sind, muss man schauen dass man sich dann noch irgendwie im Feld über den Berg rettet. Ich hatte heute überhaupt nur einen Schuss, danach fuhr ich im Feld über den Pass Thurn. Dort wo die Gruppe gegangen ist, war es unglaublich schnell. Der Felbertauern wurde dann ziemlich gemütlich in Angriff genommen. Nachdem ich aber schon am Pass Thurn gemerkt habe, dass ich heute nicht die besten Beine hatte, waren meine Ambitionen auf der Pustertaler Straße nicht sonderlich hoch. Ich fuhr mein Tempo hoch, und am Ende verpasste ich knapp den Anschluss.
Morgen steht der Höhepunkt der Rundfahrt an. Der Iselsberg gleich nachdem Start, wird sicherlich ein Hauptkriterium sein, für die Gruppe des Tages. Ich denke, der wird ziemlich Vollgas gefahren. Ich hoffe, ich habe morgen bessere Beine am Start sodass ich endlich den Sprung in die Gruppe hineinschaffen werde.
Montag, 2. Juli 2012
2. Etappe: Immer wieder dieses steile Horn!
Hallo zusammen!
Heute stand die Traditionsetappe hinauf zum Kitzbühler Horn auf dem Programm. Auf den ersten 10 neutralisierten Kilometer regnete es noch, doch pünktlich zu km 0 kam die Sonne raus. Heute wollte glaube bis auf die 15 Hornspezialisten jeder in die Gruppe. Und so herrschte auf den ersten 70 km Krieg, mit knapp 50 Schnitt. Ich war einigen Gruppen mit von der Partie, und schoss so auch viele Körner in den Wind. Die Chance mit einer großen Gruppe mit ein paar Minuten Vorsprung ins Horn zu fahren war groß. Als aber nach der ersten Bergwertung, 3 Leute weg fuhren, war jeden klar, dass die 3 nicht weit kommen werden. So konzentrierte ich mich darauf, Jure unter die Top Ten ins Horn zu fahren. Die letzten 20 km vor der Einfahrt zum Horn, waren wie die letzten bei einer Sprintankunft, extrem hohes Tempo und viel Gedränge. Doch es gelang mir und meinen Teamkollegen, Jure ganz vorne ins Horn zu fahren und danach schaltete ich aufs 28er. Aufs Horn locker zu fahren, ist so ne Sache. Egal ob schnell oder langsam es tut immer weh.
Jetzt heißt es gut erholen, und dann folgen 4 Etappen, wo ich voll Angriff fahren werde. Hoffentlich, klappt es mit einer Gruppe.
bis bald
christoph
Sonntag, 1. Juli 2012
1. Etappe
Hallo zusammen!
Seit der WM in Salzburg, habe ich nicht mehr soviele Zuschauer bei einem Radrennen gesehen wie heute. Es war ein gelungener Auftakt für uns, und die Ö-Tour. Gleich bei km 0 attackierte ich mit 4 anderen Fahrern. Wir kamen weg, und es sah gut aus, denn das Feld stellte ab. Doch ein Fahrer von Type 1 schloss die Lücke, und so begann das Spiel vom Neuen. Ich ging noch eine Attacke mit, und danach musste ich schauen, dass ich nicht gleich am Start meinen Motor überdrehte. Knapp vor der Bergwertung lösten sich dann 5 Fahrer, und von uns war Stefan Praxmaer mit von der Partie. Perfekt für uns! Danach wurde es kurz ruhiger, bevor Aqua e Sappone die Nachführarbeit übernahm. Es war ein Ausscheidungsrennen bei der Hitze. Ich fühlte mich gut und hatte keine Probleme am Berg, das Tempo zu halten. Knapp 20 km vor dem Ziel, nach der letzten Bergwertung waren die letzten Fahrer der Spitzengruppe eingeholt und es begann ein beinharter Postionskampf.
Ca. 80 Fahrer kamen zum Sprint.
Ich war bei den letzten Kurven leider zu weit hinten, um irgendetwas auszurichten und fuhr irgendwo mittendrin in der Gruppe ins Ziel.
Jure verlor keine Zeit, also war es für uns ein perferkter Tag.
Nun heißt es regenerieren, einen köstlichen Haferbrei mit Ovomaltine essen, das EM Finale mit einen kühlen Bier verfolgen und dann sind wir startklar für das Horn morgen.
Seit der WM in Salzburg, habe ich nicht mehr soviele Zuschauer bei einem Radrennen gesehen wie heute. Es war ein gelungener Auftakt für uns, und die Ö-Tour. Gleich bei km 0 attackierte ich mit 4 anderen Fahrern. Wir kamen weg, und es sah gut aus, denn das Feld stellte ab. Doch ein Fahrer von Type 1 schloss die Lücke, und so begann das Spiel vom Neuen. Ich ging noch eine Attacke mit, und danach musste ich schauen, dass ich nicht gleich am Start meinen Motor überdrehte. Knapp vor der Bergwertung lösten sich dann 5 Fahrer, und von uns war Stefan Praxmaer mit von der Partie. Perfekt für uns! Danach wurde es kurz ruhiger, bevor Aqua e Sappone die Nachführarbeit übernahm. Es war ein Ausscheidungsrennen bei der Hitze. Ich fühlte mich gut und hatte keine Probleme am Berg, das Tempo zu halten. Knapp 20 km vor dem Ziel, nach der letzten Bergwertung waren die letzten Fahrer der Spitzengruppe eingeholt und es begann ein beinharter Postionskampf.
Ca. 80 Fahrer kamen zum Sprint.
Ich war bei den letzten Kurven leider zu weit hinten, um irgendetwas auszurichten und fuhr irgendwo mittendrin in der Gruppe ins Ziel.
Jure verlor keine Zeit, also war es für uns ein perferkter Tag.
Nun heißt es regenerieren, einen köstlichen Haferbrei mit Ovomaltine essen, das EM Finale mit einen kühlen Bier verfolgen und dann sind wir startklar für das Horn morgen.
Samstag, 30. Juni 2012
T - 1 Vorbereitung in Innsbruck
Hallo zusammen!
Schon seit Donnerstag befinde ich mich in Innsbruck. Die Tage vor der Österreich Rundfahrt sind teilweise ziemlich langweilig. Man hat ein paar Pressetermine, Besprechungen, Streckenbesichtigen und wird nochmal mit neuen Klamotten eingekleidet. Speziell für die Ö-Tour haben wir anstatt der schwarzen, schicke weiße Hosen bekommen. Die Räder und die neuen Carbon Garnituren werden nochmal getestet und dann kann man es gar nicht erwarten bis es endlich los geht.
Die 1. Etappe rund um Innsbruck ist auf keinen Fall eine Sprinteretappe. Der Berg nach Götzens, der 5 Mal zu überwinden ist, wird das Feld ziemlich teilen. Ich glaube, es wird eine 30-50 köpfige Spitzengruppe ins Ziel kommen. Ich werde natürlich versuchen den Sprung in die Gruppe des Tages zu schaffen, um so unser Trikot ein bisschen zu präsentieren. Falls das nicht gelingen soll, werde ich versuchen im Finale dabei zu sein, und beim Bergsprint hinauf zur Bergisel Schanze alles geben.
Mal sehen wie es läuft, drückt mir auf jeden Fall die Daumen. Der ORF zeigt die 1. Etappe um 19:00 Uhr am Sonntag in einer Zusammenfassung.
Schon seit Donnerstag befinde ich mich in Innsbruck. Die Tage vor der Österreich Rundfahrt sind teilweise ziemlich langweilig. Man hat ein paar Pressetermine, Besprechungen, Streckenbesichtigen und wird nochmal mit neuen Klamotten eingekleidet. Speziell für die Ö-Tour haben wir anstatt der schwarzen, schicke weiße Hosen bekommen. Die Räder und die neuen Carbon Garnituren werden nochmal getestet und dann kann man es gar nicht erwarten bis es endlich los geht.
Die 1. Etappe rund um Innsbruck ist auf keinen Fall eine Sprinteretappe. Der Berg nach Götzens, der 5 Mal zu überwinden ist, wird das Feld ziemlich teilen. Ich glaube, es wird eine 30-50 köpfige Spitzengruppe ins Ziel kommen. Ich werde natürlich versuchen den Sprung in die Gruppe des Tages zu schaffen, um so unser Trikot ein bisschen zu präsentieren. Falls das nicht gelingen soll, werde ich versuchen im Finale dabei zu sein, und beim Bergsprint hinauf zur Bergisel Schanze alles geben.
Mal sehen wie es läuft, drückt mir auf jeden Fall die Daumen. Der ORF zeigt die 1. Etappe um 19:00 Uhr am Sonntag in einer Zusammenfassung.
Montag, 25. Juni 2012
Es soll nicht sein!
Hallo zusammen!
Nachdem ich mit der Slowenien Rundfahrt die perfekte Vorbereitung auf ÖM Straße in Judendorf absolviert hatte, ging ich gestern voll motiviert in meinen bisherigen Saisonhöhepunkt. Die 4 Tage in Slowenien waren hart und schnell. Das war auch nicht anders zu erwarten, denn es fahren doch 80 Prozent des Fahrerfeldes sie als Vorbereitung fürdie Tour de France. Ich fühlte mich in den Beinen zwar noch ein bisschen müde vom harten Training der rennfreien Woche, trotzdem unterstützte ich Kapitän Golcer so gut es ging, und versuchte meinen Motor nicht komplett zu überdrehen. Meine Gesamtambitionen musste ich schon am 2. Tag streichen, da ich 3 Defekte hatte und noch dazu auch noch das Rad wechseln musste.
Nach ein paar Tagen Erholung war ich bereit für mein Rennen in Judendorf. Ich liebe dieses Rennen und habe dort eigentlich nur gute Erinnerungen, schließlich fuhr ich dort schon mehrmals unter die Top Ten und aufs Podest. Das Wetter war traumhaft, heiß- wie ich es mag. Meine Taktik für dieses Rennen hatte ich schon lange im Kopf. Ich wollte unbedingt in die erste Gruppe, die geht. Am besten gleich mit einer Startattacke. Ich wusste, dass eine Gruppe gute Chancen hat durchzukommen. Also ging ich gleich die ersten 2 Attacken vom Start weg mit. Zu fünft waren wir schon weg. Doch Viper Bike machte am Berg das Loch wieder zu. Die Bergwertung in der 1. Runde überquerte ich als 3. Als dann Matthias Brändle vor mir attackierte, zögerte ich ein wenig, denn ich ging nicht davon aus, dass an dieser Stelle eine Gruppe gehen würde. Doch dann sprangen in der Abfahrt noch ein paar Fahrer zu ihm, auch 2 Fahrer von uns. Und im Kopf wusste ich, dass nach 4 km das Rennen gelaufen ist. Denn jede Mannschaft hat Fahrer in der Gruppe. Zwar waren die meisten Auslandsprofis noch bei mir hinten, aber nachdem wir 2 Runden eher ein mäßiges Tempo fuhren, hatten wir schon 4 Minuten Rückstand. Die Profis versuchten zwar die Lücke zu schließen, aber sie blieb konstant. Während vorne die Fahrer in der Spitzengruppe eine konstantes Tempo fuhren,wurde bei unser immer Vollgas und Standgas gefahren. Und so begann ein Ausscheidungsfahren. Als Goumetfrein Wels Tempo machte, sah es so aus,als ob wir nochmal vielleicht nach vorne kämen. Aber auch sie rieben sich auf. In der vorletzten Runde waren vom Hauptfeld noch 10 Fahrer übrig und hatten knapp 2 Minuten Rückstand. Als Zoidl attackierte, bekam ich auch noch Krämpfe und konnte ihm nicht mehr folgen, aber auch er kam nicht mehr nach ganz vorne. Schlussendlich ist es egal ob man 2. oder 20. oder 70. wird. Es zählt bei Meisterschaften nur der Sieg, das Meistertrikot. Mit einer kleinen Gruppe fuhr ich dann als 20. ins Ziel. Es ist frustierend, denn genau wie ich vorher gesagt habe, war der Rennverlauf,nur mit dem Schönheitsfehler, dass ich nicht in jener Gruppe war. Meister wurde ein absoluter Außenseiter, der 20-jährige Lukas Poestelberger. Da sieht man mal,was bei einer Meisterschaft möglich ist! Totsch wurde noch ausgezeichneter 6. und David 7. Doch beide waren auch ein wenig enttäuscht.
Das Rennen gestern widerspiegelt genau meinen bisherigen Saisonverlauf. Ich habe keine schlechte Form, attackiere, versuche alles, aber ich erwische nie die richtigen Gruppen und es fehlt immer ein Quäntchen. In anderen Jahren da attackiert man einmal und erwischt sofort die richtige Post. Ich hoffe, dass das Glück wenigstens auf einer Etappe der Österreich Rundfahrt auf meiner Seite ist. Ich werde alles versuchen mich von meiner besten Seite zu zeigen, attackieren und alles geben, was drinnen ist und dann wird hoffentlich in diesem verflixten Jahr doch etwas Vernüftiges herausschauen.
Nachdem ich mit der Slowenien Rundfahrt die perfekte Vorbereitung auf ÖM Straße in Judendorf absolviert hatte, ging ich gestern voll motiviert in meinen bisherigen Saisonhöhepunkt. Die 4 Tage in Slowenien waren hart und schnell. Das war auch nicht anders zu erwarten, denn es fahren doch 80 Prozent des Fahrerfeldes sie als Vorbereitung fürdie Tour de France. Ich fühlte mich in den Beinen zwar noch ein bisschen müde vom harten Training der rennfreien Woche, trotzdem unterstützte ich Kapitän Golcer so gut es ging, und versuchte meinen Motor nicht komplett zu überdrehen. Meine Gesamtambitionen musste ich schon am 2. Tag streichen, da ich 3 Defekte hatte und noch dazu auch noch das Rad wechseln musste.
Nach ein paar Tagen Erholung war ich bereit für mein Rennen in Judendorf. Ich liebe dieses Rennen und habe dort eigentlich nur gute Erinnerungen, schließlich fuhr ich dort schon mehrmals unter die Top Ten und aufs Podest. Das Wetter war traumhaft, heiß- wie ich es mag. Meine Taktik für dieses Rennen hatte ich schon lange im Kopf. Ich wollte unbedingt in die erste Gruppe, die geht. Am besten gleich mit einer Startattacke. Ich wusste, dass eine Gruppe gute Chancen hat durchzukommen. Also ging ich gleich die ersten 2 Attacken vom Start weg mit. Zu fünft waren wir schon weg. Doch Viper Bike machte am Berg das Loch wieder zu. Die Bergwertung in der 1. Runde überquerte ich als 3. Als dann Matthias Brändle vor mir attackierte, zögerte ich ein wenig, denn ich ging nicht davon aus, dass an dieser Stelle eine Gruppe gehen würde. Doch dann sprangen in der Abfahrt noch ein paar Fahrer zu ihm, auch 2 Fahrer von uns. Und im Kopf wusste ich, dass nach 4 km das Rennen gelaufen ist. Denn jede Mannschaft hat Fahrer in der Gruppe. Zwar waren die meisten Auslandsprofis noch bei mir hinten, aber nachdem wir 2 Runden eher ein mäßiges Tempo fuhren, hatten wir schon 4 Minuten Rückstand. Die Profis versuchten zwar die Lücke zu schließen, aber sie blieb konstant. Während vorne die Fahrer in der Spitzengruppe eine konstantes Tempo fuhren,wurde bei unser immer Vollgas und Standgas gefahren. Und so begann ein Ausscheidungsfahren. Als Goumetfrein Wels Tempo machte, sah es so aus,als ob wir nochmal vielleicht nach vorne kämen. Aber auch sie rieben sich auf. In der vorletzten Runde waren vom Hauptfeld noch 10 Fahrer übrig und hatten knapp 2 Minuten Rückstand. Als Zoidl attackierte, bekam ich auch noch Krämpfe und konnte ihm nicht mehr folgen, aber auch er kam nicht mehr nach ganz vorne. Schlussendlich ist es egal ob man 2. oder 20. oder 70. wird. Es zählt bei Meisterschaften nur der Sieg, das Meistertrikot. Mit einer kleinen Gruppe fuhr ich dann als 20. ins Ziel. Es ist frustierend, denn genau wie ich vorher gesagt habe, war der Rennverlauf,nur mit dem Schönheitsfehler, dass ich nicht in jener Gruppe war. Meister wurde ein absoluter Außenseiter, der 20-jährige Lukas Poestelberger. Da sieht man mal,was bei einer Meisterschaft möglich ist! Totsch wurde noch ausgezeichneter 6. und David 7. Doch beide waren auch ein wenig enttäuscht.
Das Rennen gestern widerspiegelt genau meinen bisherigen Saisonverlauf. Ich habe keine schlechte Form, attackiere, versuche alles, aber ich erwische nie die richtigen Gruppen und es fehlt immer ein Quäntchen. In anderen Jahren da attackiert man einmal und erwischt sofort die richtige Post. Ich hoffe, dass das Glück wenigstens auf einer Etappe der Österreich Rundfahrt auf meiner Seite ist. Ich werde alles versuchen mich von meiner besten Seite zu zeigen, attackieren und alles geben, was drinnen ist und dann wird hoffentlich in diesem verflixten Jahr doch etwas Vernüftiges herausschauen.
Dienstag, 5. Juni 2012
Es ging nicht viel beim Heimrennen
Hallo zusammen!
Obwohl es bei dem UCI-Rennen in Völkermarkt ein perfektes Wetter und Temperaturen um die 30 Grad gab, Bedingungen die mir eigentlich liegen sollten, fühlte ich mich die ganzen 193 Kilometer nicht wirklich wohl. Die Beine liefen einfach nicht rund, es fehlte an Spritzigkeit und Kraft. Warum weiß ich auch nicht! 2 Runden vor Schluss hatte ich noch dazu einen Hungerast bekommen, weil ich das ganze Rennen fast nichts runter bekam und so musste ich auch noch um den Anschluss auf das Spitzenfeld kämpfen. In der 2. Runde sah es zwischenzeitlich gar nicht so schlecht aus, als ich mich in einer 20 Mann starken Spitzengruppe mit allen Favoriten wieder fand, aber Gourmetfein Wels hatte leider keinen vorne dabei und daher kam es wieder zum Zusammenschluß. Schlussendlich kamen knapp 60 Leute von den rd. 170 Gestarteten zum Schlusssprint. Da ich mich sowieso nicht mehr fit fühlte, versuchte ich noch Blaz Furdi in Postion zu bringen und rollte dann auf den für mich entäuschenden 41. Platz über die Ziellinie. Furdi bekam leider Krämpfe und wurde auch nichts. Also sprang für uns, außer Totschnig seinen 11. Platz und Golcer mit Platz 18., bei diesem harten Rennen nichts heraus. Ich kam zwar mit der 1. Gruppe an, trotzdem kann ich mit meiner Leistung wie an diesem Sonntag nicht zufrieden sein. Ich hoffe, dass ich solch schlechte Beine wie bei diesem Rennen im heurigen Jahr nicht wieder habe.
Nachdem ich jetzt über 2 Monate nur bei Rennen im Ausland unterwegs war, werde ich die nächste rennfreie Woche nützen, um mich mit Trainingseinheiten in den Bergen von Kärnten und Slowenien auf die Slowenien Rundfahrt vorzubereiten.
bis bald
christoph
Obwohl es bei dem UCI-Rennen in Völkermarkt ein perfektes Wetter und Temperaturen um die 30 Grad gab, Bedingungen die mir eigentlich liegen sollten, fühlte ich mich die ganzen 193 Kilometer nicht wirklich wohl. Die Beine liefen einfach nicht rund, es fehlte an Spritzigkeit und Kraft. Warum weiß ich auch nicht! 2 Runden vor Schluss hatte ich noch dazu einen Hungerast bekommen, weil ich das ganze Rennen fast nichts runter bekam und so musste ich auch noch um den Anschluss auf das Spitzenfeld kämpfen. In der 2. Runde sah es zwischenzeitlich gar nicht so schlecht aus, als ich mich in einer 20 Mann starken Spitzengruppe mit allen Favoriten wieder fand, aber Gourmetfein Wels hatte leider keinen vorne dabei und daher kam es wieder zum Zusammenschluß. Schlussendlich kamen knapp 60 Leute von den rd. 170 Gestarteten zum Schlusssprint. Da ich mich sowieso nicht mehr fit fühlte, versuchte ich noch Blaz Furdi in Postion zu bringen und rollte dann auf den für mich entäuschenden 41. Platz über die Ziellinie. Furdi bekam leider Krämpfe und wurde auch nichts. Also sprang für uns, außer Totschnig seinen 11. Platz und Golcer mit Platz 18., bei diesem harten Rennen nichts heraus. Ich kam zwar mit der 1. Gruppe an, trotzdem kann ich mit meiner Leistung wie an diesem Sonntag nicht zufrieden sein. Ich hoffe, dass ich solch schlechte Beine wie bei diesem Rennen im heurigen Jahr nicht wieder habe.
Nachdem ich jetzt über 2 Monate nur bei Rennen im Ausland unterwegs war, werde ich die nächste rennfreie Woche nützen, um mich mit Trainingseinheiten in den Bergen von Kärnten und Slowenien auf die Slowenien Rundfahrt vorzubereiten.
bis bald
christoph
Donnerstag, 31. Mai 2012
Estland war eine Reise wert
Hallo zusammen!
Von Wien ging es über Riga nach Tallinn, der Hauptstadt von Estland. Leider hatten wir von dieser Stadt wenig mitbekommen. Denn schon am nächsten Morgen hieß es zum Start für das 200 km lange flache Rennen von Tallinn in die zweitgrößte Stadt Estlands, Tartu. Schnell fand sich eine 2 Mann Gruppe und ich verbrachte ruhige Stunden im Hauptfeld, ehe es 50 Kilometer vor dem Ziel zu einer Windkante kam. Zum Glück befand ich mich im vorderen Teil des Feldes und so waren ich und Blaz Furdi in einer 35 Mann starken Kopfgruppe. Als nach einem kurzen Intermezzo eine 8 Mann starke Spitzengruppe eingeholt wurde, attackierte Blaz mit 12 anderen Fahrern und diese Gruppe kam dann schlussendlich mit ein paar Sekunden Vorsprung durch. Blaz sprintete auf den hervorragenden 3. Platz, was wieder wertvolle UCI Punkte für unser Team bedeutete. Die ganzen Mannschaft hatte großen Anteil an diesem Platz, den die jungen Fahrer in unserem Team machten ausgezeichnete Arbeit.
War es am 1. Tag noch traumhaft schön und warm, so war am 2. Tag beim Rundkurs in Tartu der Regen wieder mit von der Partie. Kurz vor dem Start öffnete sich der Himmel und der ganze Kurs wurde überflutet. Auf dem Profil sah der 12 km lange und 15 mal zu bewältigende Kurs nicht so schwer aus. Es ging 2 mal einen 40 Höhenmeter Hügel rauf und das wars. Doch die nassen Strassen und die ständigen Richtungsänderungen mit den damit verbundenen Antritten nach den Kurven, machte dieses Rennen zu einem einzigen 190 km langen Kriterium. Gleich in der ersten Runde wurde Vollgas gefahren. Nachdem ich ein bisschen zu weit im Feld hinten war, brauchte ich 3 Runden um nach vorne zu kommen. Ich fuhr die ganze Zeit Anschlag. Nach 3 Runden war auch nur mehr knapp die Hälfte der Profis im Rennen. Da Feld teilte sich mehrmals. Vorne waren 8 Mann weg. Mit von der Partie war von unserem Team der junge Mario Schoibl. Später gesellten sich noch 6 weitere Leute mit unseren Topmann Furdi dazu. Im übrig geblieben Hauptfeld wurde ständig attackiert und es wurden immer weniger Leute um mich herum. Schlussendlich waren wir noch 15 Fahrer. Ich fuhr das Rennen aus, und war mit meiner Leistung wirklich zufrieden. Leider verpasste ich, dadurch das ich in der Startphase zu weit hinten war die Post des Tages, aber Blaz als 2. und Schoibl als 10. machten einen ausgezeichneten Job! Das von 130 Fahrern nur 35 ins Ziel kamen, zeigt das es kein Kindergarten-Rennen war. Am Sonntag mussten wir dann noch bei einem Marathon starten, wo knapp 4500 Leute mit von der Partie waren. Hauptziel des Tages, auf der 140 km langen Strecke war es nicht zu stürzen. Die vielen Amateure haben ihr Rad natürlich nicht so im Griff wie unser einer. Mit einem Siegerschnitt von 45,8 km/h rollte ich in der grossen 200 Mann starken Spitzengruppe ins Ziel. Es war ein gutes Training, obwohl es manchmal so brutale Stürze gab, dass ich immer mit 10 Meter Abstand zum Vordermann fuhr.
Meine Form ist wirklich gut, auch wenn ich das noch nicht in die entsprechenden Ergebnisse ummünzen konnte. Es kommen ja noch ein paar Rennen und vor allem am Sonntag bei meinem Heimrennen, einem UCI-Rennen in Völkermarkt, wäre ein guter Zeitpunkt dafür, dass nachzuholen was eigentlich schon in Lassnitzhöhe hätte sein können!
bis bald christoph
Von Wien ging es über Riga nach Tallinn, der Hauptstadt von Estland. Leider hatten wir von dieser Stadt wenig mitbekommen. Denn schon am nächsten Morgen hieß es zum Start für das 200 km lange flache Rennen von Tallinn in die zweitgrößte Stadt Estlands, Tartu. Schnell fand sich eine 2 Mann Gruppe und ich verbrachte ruhige Stunden im Hauptfeld, ehe es 50 Kilometer vor dem Ziel zu einer Windkante kam. Zum Glück befand ich mich im vorderen Teil des Feldes und so waren ich und Blaz Furdi in einer 35 Mann starken Kopfgruppe. Als nach einem kurzen Intermezzo eine 8 Mann starke Spitzengruppe eingeholt wurde, attackierte Blaz mit 12 anderen Fahrern und diese Gruppe kam dann schlussendlich mit ein paar Sekunden Vorsprung durch. Blaz sprintete auf den hervorragenden 3. Platz, was wieder wertvolle UCI Punkte für unser Team bedeutete. Die ganzen Mannschaft hatte großen Anteil an diesem Platz, den die jungen Fahrer in unserem Team machten ausgezeichnete Arbeit.
War es am 1. Tag noch traumhaft schön und warm, so war am 2. Tag beim Rundkurs in Tartu der Regen wieder mit von der Partie. Kurz vor dem Start öffnete sich der Himmel und der ganze Kurs wurde überflutet. Auf dem Profil sah der 12 km lange und 15 mal zu bewältigende Kurs nicht so schwer aus. Es ging 2 mal einen 40 Höhenmeter Hügel rauf und das wars. Doch die nassen Strassen und die ständigen Richtungsänderungen mit den damit verbundenen Antritten nach den Kurven, machte dieses Rennen zu einem einzigen 190 km langen Kriterium. Gleich in der ersten Runde wurde Vollgas gefahren. Nachdem ich ein bisschen zu weit im Feld hinten war, brauchte ich 3 Runden um nach vorne zu kommen. Ich fuhr die ganze Zeit Anschlag. Nach 3 Runden war auch nur mehr knapp die Hälfte der Profis im Rennen. Da Feld teilte sich mehrmals. Vorne waren 8 Mann weg. Mit von der Partie war von unserem Team der junge Mario Schoibl. Später gesellten sich noch 6 weitere Leute mit unseren Topmann Furdi dazu. Im übrig geblieben Hauptfeld wurde ständig attackiert und es wurden immer weniger Leute um mich herum. Schlussendlich waren wir noch 15 Fahrer. Ich fuhr das Rennen aus, und war mit meiner Leistung wirklich zufrieden. Leider verpasste ich, dadurch das ich in der Startphase zu weit hinten war die Post des Tages, aber Blaz als 2. und Schoibl als 10. machten einen ausgezeichneten Job! Das von 130 Fahrern nur 35 ins Ziel kamen, zeigt das es kein Kindergarten-Rennen war. Am Sonntag mussten wir dann noch bei einem Marathon starten, wo knapp 4500 Leute mit von der Partie waren. Hauptziel des Tages, auf der 140 km langen Strecke war es nicht zu stürzen. Die vielen Amateure haben ihr Rad natürlich nicht so im Griff wie unser einer. Mit einem Siegerschnitt von 45,8 km/h rollte ich in der grossen 200 Mann starken Spitzengruppe ins Ziel. Es war ein gutes Training, obwohl es manchmal so brutale Stürze gab, dass ich immer mit 10 Meter Abstand zum Vordermann fuhr.
Meine Form ist wirklich gut, auch wenn ich das noch nicht in die entsprechenden Ergebnisse ummünzen konnte. Es kommen ja noch ein paar Rennen und vor allem am Sonntag bei meinem Heimrennen, einem UCI-Rennen in Völkermarkt, wäre ein guter Zeitpunkt dafür, dass nachzuholen was eigentlich schon in Lassnitzhöhe hätte sein können!
bis bald christoph
Montag, 21. Mai 2012
1 schöne Woche in Luxemburg
Hallo zusammen!
Ich hatte Luxemburg in guter Erinnerung, nämlich von meinen 2 Teilnahmen bei der großen Luxenburg Rundfahrt 2009 und 2010 (damals mit Lance Armstrong und den Schleck Brüdern). Deshalb freute ich mich auf den kleinen Bruder - die Fleche du Sud. Sie führt auf ähnlichen Terrain immer rauf und runter, verwinkelt, technisch anspruchsvoll und windanfällig. Gleich auf der 1. Etappe galt es auf 80 km 1500 Höhenmeter zu überwinden, obwohl der höchste Berg knapp 450 Meter Seehöhe hatte. Ich hatte zwar nicht die besten Beine, aber es reichte um vorne mitzufahren. David und Jure erwischten die Gruppe des Tages. Jure wurde ausgezeichneter 2. und David bester Jungprofi. Totschnig und ich kamen in der ersten Verfolgergruppe ins Ziel. Der 2. Tag war zwar nicht einfach, doch es änderte sich nichts im Klassement. Die Königsetappe am dritten Tag führte über 154 km und 3400 Höhenmeter. Von den Höhenmetern also eine Glockneretappe in Luxemburg. Ich wollte unbedingt in die Gruppe des Tages, doch auf den ersten 90 km wurde andauernd attackiert und Vollgas gefahren. Ich fühlte mich eigentlich gut, doch die ständigen Attacken machten mich auch müde. Als wir noch ungefähr 45 Leute waren, sah man in jedem Gesicht, dass jeder ziemlich am Ende war. Also rollte eine 25 Mann starke Gruppe mit Jure, Praxmaer, Weiss und David Wöhrer weg. Totschnig und ich blieben wie auch der junge Luxemburger Favorit Jungels übrig. Nachdem wir 10 km herumgeeiert sind und die Spitzengruppe schon fast 5 min Vorsprung hatte, attackierte Jungels mit noch einem. Keiner konnte da mithalten, doch das Rennen war eh schon gelaufen. Im Ziel erfuhr ich, dass er es tatsächlich noch in die Spitzengruppe geschafft hatte. Ohne kräftiger Autohilfe wird es hier sicherlich nicht vonstatten gegangen sein. Als Mannschaft fuhren wir ein tolles Rennen. Im darauffolgenden Zeitfahren hielten Jure und David die Spitzenplätze und auf der abschließenden 180 km langen Schlussetappe konnte wir ihre Positionen 3 und 6 im Gesamtklassment verteidigen. Es war ein super Woche, mannschaftlich sind wir super gefahren, und mit meiner Form bin ich zufrieden, auch wenn es zu einer persönlichen Top Platzierung nicht gereicht hat. Am Donnerstag hebt der Flieger dann Richtung Estland ab. Freitag und Samstag stehen dort zwei 1.1. Rennen in Tallinn und Riga am Programm. Es sind wohl eher Sprinterrennen, aber wichtige Rennkilometer in Hinblick auf die Ö-Tour und die Österreichischen Meisterschaften!
bis bald christoph
bis bald christoph
Ich hatte Luxemburg in guter Erinnerung, nämlich von meinen 2 Teilnahmen bei der großen Luxenburg Rundfahrt 2009 und 2010 (damals mit Lance Armstrong und den Schleck Brüdern). Deshalb freute ich mich auf den kleinen Bruder - die Fleche du Sud. Sie führt auf ähnlichen Terrain immer rauf und runter, verwinkelt, technisch anspruchsvoll und windanfällig. Gleich auf der 1. Etappe galt es auf 80 km 1500 Höhenmeter zu überwinden, obwohl der höchste Berg knapp 450 Meter Seehöhe hatte. Ich hatte zwar nicht die besten Beine, aber es reichte um vorne mitzufahren. David und Jure erwischten die Gruppe des Tages. Jure wurde ausgezeichneter 2. und David bester Jungprofi. Totschnig und ich kamen in der ersten Verfolgergruppe ins Ziel. Der 2. Tag war zwar nicht einfach, doch es änderte sich nichts im Klassement. Die Königsetappe am dritten Tag führte über 154 km und 3400 Höhenmeter. Von den Höhenmetern also eine Glockneretappe in Luxemburg. Ich wollte unbedingt in die Gruppe des Tages, doch auf den ersten 90 km wurde andauernd attackiert und Vollgas gefahren. Ich fühlte mich eigentlich gut, doch die ständigen Attacken machten mich auch müde. Als wir noch ungefähr 45 Leute waren, sah man in jedem Gesicht, dass jeder ziemlich am Ende war. Also rollte eine 25 Mann starke Gruppe mit Jure, Praxmaer, Weiss und David Wöhrer weg. Totschnig und ich blieben wie auch der junge Luxemburger Favorit Jungels übrig. Nachdem wir 10 km herumgeeiert sind und die Spitzengruppe schon fast 5 min Vorsprung hatte, attackierte Jungels mit noch einem. Keiner konnte da mithalten, doch das Rennen war eh schon gelaufen. Im Ziel erfuhr ich, dass er es tatsächlich noch in die Spitzengruppe geschafft hatte. Ohne kräftiger Autohilfe wird es hier sicherlich nicht vonstatten gegangen sein. Als Mannschaft fuhren wir ein tolles Rennen. Im darauffolgenden Zeitfahren hielten Jure und David die Spitzenplätze und auf der abschließenden 180 km langen Schlussetappe konnte wir ihre Positionen 3 und 6 im Gesamtklassment verteidigen. Es war ein super Woche, mannschaftlich sind wir super gefahren, und mit meiner Form bin ich zufrieden, auch wenn es zu einer persönlichen Top Platzierung nicht gereicht hat. Am Donnerstag hebt der Flieger dann Richtung Estland ab. Freitag und Samstag stehen dort zwei 1.1. Rennen in Tallinn und Riga am Programm. Es sind wohl eher Sprinterrennen, aber wichtige Rennkilometer in Hinblick auf die Ö-Tour und die Österreichischen Meisterschaften!
bis bald christoph
bis bald christoph
Montag, 14. Mai 2012
Enttäuschung pur!
Ich war selten nach einem Rennen so enttäuscht, wie nach dem Zielanlauf heute
beim Radklassiker "Rund um Lassnitzhöhe". Schon die Vorbereitungen auf
das Rennen waren nicht optimal, da bei meiner Rennmaschine der Rahmen
gebrochen war und ich kurzfristig auf mein Trainingsrad umsatteln
musste. Wir waren mit der kompletten Mannschaft am Start. Und die ganze
Mannschaft, jeder einzelne machte seinen Job nahezu perfekt. Denn unser
Ziel an diesem Tag war nichts anderes als der Sieg!! Auf den schweren
Schlussrunden griff ich dann ins Renngeschehen mit ein. Ich fühlte mich
stark, fuhr mit Auge und erwischte, nachdem ich vorher schon mal in
einer vielversprechenden Spitzengruppe war, den richtigen Zug. Wir waren
14 Mann und jedes Team hatte ein oder mehrer Leute vorne. Auch wir
waren zu dritt. Beim Anstieg zum Ziel testete ich ein wenig die
Konkurrenz in der Gruppe und schon waren wir nur mehr zu viert. Mir war
aber klar, dass wir zu viert wenig Chance hatten auf der 17 km langen
Schlussrunde ins Ziel zu kommen. Also ließen wir uns wieder
zurückfallen. Ich war im diesem Moment sicher, dass ich dieses Rennen
heute gewinnen kann, nein muss. Denn solche Chancen bekommt man nicht
oft. Die Konkurrenz in der Gruppe machte mir keine Sorgen, denn keiner
machte mehr einen fitten Eindruck und die letzten 1.000 Meter ins Ziel
gingen bergauf!
Rund um Lassnitzhöhe zählt neben der Burgenland Rundfahrt und dem Rennen in Judendorf sicherlich zu den letzten schweren Klassikern in Österreich und es ist mehr als nur Prestige, dort oben am Podest zu stehen. Ich war zu 100 % sicher, dass wir durchkommen, denn wer im Feld soll für Tempo sorgen? Doch ich wurde eines besseren belehrt. 3 km vor dem Ziel sah ich das Feld heranbrausen - mit meinen Teamkollegen eingreiht an der Spitze! Ich traute meinen Augen nicht. Ich hatte vom Sieg geträumt, doch nun war er ausgeträumt! Ich hatte zwar noch super Beine und und gab schon aus Frust noch mal alles. Ich fuhr mit Vollgas an die Spitze des Feldes um meine Teamkollegen Golcer und Furdi in führender Position bei der 2 km Marke abzuliefern. Dannach war ich im Kopf leer und rollte enttäuscht ins Ziel! Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen! Außer - gewonnen haben wir heute nicht! Leid tut es mir auch um David-x der super gefahren ist und der es vielleicht auch aufs Podest geschafft hätte, wäre nicht die Teamorder für den Slowenen Furdi gewesen. Auch alle anderen Jungs sind mannschaftlich ein super Rennen gefahren, doch am Ende hat wenig herausgeschaut! Mein Kopf ist heute leer! Die Beine sind aber sehr gut und ich hoffe es kommt im Radfahrerleben alles einmal zurück. Aber so eine Chance wie heute bekommt man nicht alle Tage. Vielleicht kommt das Glück ab Mittwoch bei der Fleche du Sud in Luxemburg zurück!
Rund um Lassnitzhöhe zählt neben der Burgenland Rundfahrt und dem Rennen in Judendorf sicherlich zu den letzten schweren Klassikern in Österreich und es ist mehr als nur Prestige, dort oben am Podest zu stehen. Ich war zu 100 % sicher, dass wir durchkommen, denn wer im Feld soll für Tempo sorgen? Doch ich wurde eines besseren belehrt. 3 km vor dem Ziel sah ich das Feld heranbrausen - mit meinen Teamkollegen eingreiht an der Spitze! Ich traute meinen Augen nicht. Ich hatte vom Sieg geträumt, doch nun war er ausgeträumt! Ich hatte zwar noch super Beine und und gab schon aus Frust noch mal alles. Ich fuhr mit Vollgas an die Spitze des Feldes um meine Teamkollegen Golcer und Furdi in führender Position bei der 2 km Marke abzuliefern. Dannach war ich im Kopf leer und rollte enttäuscht ins Ziel! Mehr will ich dazu auch gar nicht sagen! Außer - gewonnen haben wir heute nicht! Leid tut es mir auch um David-x der super gefahren ist und der es vielleicht auch aufs Podest geschafft hätte, wäre nicht die Teamorder für den Slowenen Furdi gewesen. Auch alle anderen Jungs sind mannschaftlich ein super Rennen gefahren, doch am Ende hat wenig herausgeschaut! Mein Kopf ist heute leer! Die Beine sind aber sehr gut und ich hoffe es kommt im Radfahrerleben alles einmal zurück. Aber so eine Chance wie heute bekommt man nicht alle Tage. Vielleicht kommt das Glück ab Mittwoch bei der Fleche du Sud in Luxemburg zurück!
Montag, 7. Mai 2012
Ein sehr erfolgreicher Sonntag!
Hallo!
Da ich in Polen aus Sicherheitsgründen kein Notebook mitgenommen hatte, hielt ich mich mit Blogeinträgen auf dem Handy zurück. Auf der 1. Etappe hatte ich wirklich super Beine, doch leider wurde unsere 20 Mann, mit allen starken Leuten bestückte Spitzengruppe, kurz vor dem Ziel wieder eingeholt. Im darauf folgenden Massensprint rutschte mir in einer Kurve einfach das Vorderrad weg. Nichts desto trotz bekam ich die gleiche Zeit wie der Sieger. Am Samstag Vormittag stand dann ein 30 km langes Zeitfahren auf dem Programm. Relativ flach, also nicht mein Geschmack. Ich fuhr meinen Rhythmus ohne gewaltig zu überdrehen, und war obwohl ich mit 3 min Rückstand den 40. Platz belegt nicht unzufrieden. Den ganzen Tag über war es wunderschön, doch pünktlich zum Start zur Nachmittagsetappe über kanpp 80 flache Kilometer begann es zu regnen, später auch zu hageln. Zum Glück wurde ziemlich kontrolliert gefahren, aber es war trotzdem ein Fahren wie auf rohen Eiern. Ich war froh das Ziel sturzfrei erreicht zu haben! Der junge Mario Schoibl sprintete auf den guten 8. Rang und das bei diesen gefährlichen Verhältnissen. Am Sonntag stand dann die Königsetappe über 6 Bergwertungen auf dem Programm. Wir wollten das Rennen schnell und schwer machen, damit Jure im Gesamtklassment Boden gut machen konnte und die Sprinter und Zeitfahrer zurückfallen. Gleich am Fuße des ersten Berges nach 10 Kilometer attackierten Totschnig und ich abwechselnd. Wir drückten enorm aufs Tempo doch keine Gruppe wollte sich lösen. Die Attacken wären mir fast zum Verhägnis geworden. Denn als Jure mit 2 Slowenen 3 km vor der Bergwertung attackierte schoss ich aus der vordersten Gruppe wie ein Pfeil zurück. Zum Glück half mir mein Teamkollege Mario Schoibl an das auf 40 Leute geschrumpfte Hauptfeld wieder heran zu kommen. Jure konnnte sich mit den 2 anderen Slowenen absetzen. Und so fuhren Totsch, Mario und ich im Windschatten der polnischen Mannschaft Berg um Berg, ohne irgendetwas machen zu müssen. Weil der Abstand zwischen Jure und unserer Gruppe immer größer wurde und zwischenzeitlich schon über 4 min betrug, sah der polnischen Gesamtführende sein gelbes Trikot schon Richtung Team Tyrol davon schwimmen. Da er fast keine Helfer mehr hatte, konnte er (sicherlich nicht billig) doch noch ein paar andere Teams für die Verfolgung organisieren. Auf der ersten von 2 Schlussrunden über die Bergwertung schrumpfte dann unsere Gruppe und Mario verlor leider den Kontakt. 10 Kilometer vor dem Ziel war es dann auch um mich geschehen, ich konnte einfach mit den 6-7 Topleuten am Berg nicht mehr mithalten und fuhr schließlich mit 1 min Rückstand ins Ziel. Ich hatte auf den letzten 50 Kilometern keinen Schluck mehr getrunken, da mir beide Flaschenhalter ähnlich wie bei Totschnig auf den schlechten Straßen gebrochen sind. Da sind Krämpfe unvermeindlich. Jure rettete sich nach fantastischer Fahrt als 2. ins Ziel. Ein Wahnsinnsleistung! Und viele UCI-Punkte. Da das Rennen von Anfang bis zum Schluss extrem schwer war kamen nur wenige Profis ins Ziel. So wurde Jure Gesamt 7., Totsch 16., und ich sogar noch 21. Wir können mit unserem Auftreten bei dieser schweren und gut besetzten Rundfahrt in Polen wirklich zufrieden sein.
Zudem gewann Blaz Furdi noch das Tschibo Cup Rennen in Niederösterreich. Also noch ein wichtiger Erfolg für das Team. Das Ö-Ticket ist somit gebucht. Und jetzt freue ich mich wirklich auf die nächsten Rennen, denn meine Form wird immer besser! Am Sonntag steigt der Cup-Klassiker in Lassnitzhöhe und dann geht es gleich weiter zum Fleche du Sud nach Luxemburg.
bis bald
christoph
Samstag, 5. Mai 2012
1. Etappe Polen Rundfahrt (Stichwörter)
Gute Beine, nach letzter Bergwertung mit jure und totsch in einer 20 Mann Spitzengruppe, 5 km vor dem Ziel eingeholt und dann 500 Meter vor dem Ziel bin ich mit anderen Fahrern am Asphalt gelegen. Heute 30 km Zeitfahren und am Nachmittag 80 km Straßenrennen. Hoffentlich hält Wetter .
Dienstag, 24. April 2012
Vom Winde verweht!
Hallo zusammen!
Gestern Abend bin ich in Salzburg wieder von unserem Holland Trip gelandet! Wenn man dieses Wochenende beschreiben müsste, würde es wohl lauten "Radteam Tirol - vom Winde verweht" ! Ich habe in meiner Karriere ja schon viele Windkanten in Belgien, Holland, Österreich und anderswo erlebt, aber eine 200 km lange Windkante wie sie am Sonntag in Nordholland der Fall war, noch nicht! Topfeben, keine Bäume, 200 Starter und Vollgas! Ich bin von km 0 nur am Anschlag gefahren,und bei km 95 wurde ich schlussendlich aus dem Rennen genommen . Der Wind bzw. der Sturm wehte mich 3 x mal in einen Graben hinunter! Ich konnte trotz niedriger Felge das Vorderrad aufgrund des heftigen Windes oft nicht mehr steuern.Nachdem meine Gruppe und ich aus dem Rennen genommen wurden, mussten wir noch 50 km lang das Zielgelände suchen! Ich war, obwohl ich nicht mal annähernd das Rennen ausfuhr, trotzdem platt wie eine Flunder! Schlussendlich kamen überhaupt nur 20 Leute ins Ziel! Da sieht man mal wieder, dass jede Windkante härter ist als irgendein Pass in den Alpen! Am Samstag geht es nun in wärmere Gefilde und in eine anderes Terrain, das mir eher liegen sollte! Wir bestreiten am Wochende den Giro del Marmo in der Toskana und da wird es sicherlich keine Windstaffel mehr geben!
lg und bis bald
christoph
Gestern Abend bin ich in Salzburg wieder von unserem Holland Trip gelandet! Wenn man dieses Wochenende beschreiben müsste, würde es wohl lauten "Radteam Tirol - vom Winde verweht" ! Ich habe in meiner Karriere ja schon viele Windkanten in Belgien, Holland, Österreich und anderswo erlebt, aber eine 200 km lange Windkante wie sie am Sonntag in Nordholland der Fall war, noch nicht! Topfeben, keine Bäume, 200 Starter und Vollgas! Ich bin von km 0 nur am Anschlag gefahren,und bei km 95 wurde ich schlussendlich aus dem Rennen genommen . Der Wind bzw. der Sturm wehte mich 3 x mal in einen Graben hinunter! Ich konnte trotz niedriger Felge das Vorderrad aufgrund des heftigen Windes oft nicht mehr steuern.Nachdem meine Gruppe und ich aus dem Rennen genommen wurden, mussten wir noch 50 km lang das Zielgelände suchen! Ich war, obwohl ich nicht mal annähernd das Rennen ausfuhr, trotzdem platt wie eine Flunder! Schlussendlich kamen überhaupt nur 20 Leute ins Ziel! Da sieht man mal wieder, dass jede Windkante härter ist als irgendein Pass in den Alpen! Am Samstag geht es nun in wärmere Gefilde und in eine anderes Terrain, das mir eher liegen sollte! Wir bestreiten am Wochende den Giro del Marmo in der Toskana und da wird es sicherlich keine Windstaffel mehr geben!
lg und bis bald
christoph
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